Im Zentrum von Usellus steht die Pfarrkirche San Bartolomeo, die im 17. Jahrhundert aus gelbem Mergel und Trachyt erbaut wurde. Im Inneren der Kirche befindet sich ein beachtenswerter Marmoraltar. Der frühere Glockengiebel wurde durch einen quadratischen Grundriss mit giebelförmigem Dach neben der Fassade ersetzt. In der kleinen Ortschaft Escovedu, etwa zwei Kilometer von Usellus entfernt, befindet sich die Kirche zu Ehren des Hl. Antonius von Padua (S. Antonio da Padova), in der auch Gottesdienste stattfinden. Sie wurde ebenfalls aus gelbem Mergel erbaut und besitzt einen Glockengiebel. In der Umgebung von Usellus befinden sich außerdem zwei hübsche Landkirchen. die Kirche S. Lucia auf der gleichnamigen Hochebene ist ein einfacher Bau mit einem Saal aus der Zeit der Wandalen.

An die Fassade schließt sich ein Glockengiebel an. Neben dem Eingangsportal wurden zu beiden Seiten zwei Antlitze in den Stein gemeißelt. Eine andere kleine Landkirche ist die Kirche Santa Reparata. Sie liegt innerhalb der Ausgrabungsstätte der römischen Siedlung und wurde auf den Grundmauern dieser Stadt errichtet. Es ist ein dreischiffiger Bau mit einem mittleren Glockengiebel über der flachen Fassade und mit vier Zinnen. Im Inneren der Kirche ist ein alter Taufstein zum Untertauchen, der im Fußboden eingemauert ist. Um den Sakralbau herum befinden sich die Pilgerunterkünfte, cumbessias, die typischen Gebäude, in denen die Gläubigen während der Novene zu Ehren der Heiligen und des Heiligenfestes eine Unterkunft bekommen. Früher fand hier ein großer Markt statt, einer der florierendsten Sardiniens, auf dem landwirtschaftliche Erzeugnisse, Milchprodukte und Handwerksarbeiten angeboten wurden. In der Umgebung von Usellus befinden sich zahlreiche archäologische Ausgrabungsstätten. besonders beachtenswert sind die Funde aus der Nuraghenzeit, wie zum Beispiel der Nuraghe Santa Lucia, der nicht weit von der gleichnamigen Kirche entfernt liegt. Rings um dieses Baudenkmal sieht man eine Befestigungsmauer aus riesigen Steinblöcken sowie die Reste zahlreicher Hütten.

Weitere beachtenswerte Baudenkmäler sind die Nuraghen Pinna, Stampasia und Tara sowie das Felsengrab von Matrox' 'e Bois, (eine charakteristische Grabanlage aus jener Zeit). Das benachbarte Escovedu ist eine hübsche kleine Ortschaft mit gut erhaltenen traditionellen Gebäuden, darunter vor allem das Herrenhaus der Familie Prinzis, das aus dem 18. Jahrhundert stammt. Hier befindet sich auch die Winzergenossenschaft, in der die typischen, guten Weinsorten dieser Gegend, wie Monica, Vermentino und Malvasia-Wein, erzeugt werden. Über den Rio Forraxi führt noch die antike, einbogige Römerbrücke, die heute nur als Fußgängerbrücke genutzt wird. gut erhalten sind auch die Reste einer alten Römerstraße, die von Uselis zum Forum Traiani (Fordongianus) führte.