Im recht gut erhaltenen, historischen Ortskern von Simala stehen typische, ländliche Häuser. Die beiden Hauptstraßen kreuzen sich in der Ortsmitte, an jener Stelle, an der auch heute nach wie vor die Pfarrkirche steht. Rund um die Kirche wurden auch der Friedhof sowie sämtliche wichtigen lokalen Einrichtungen angelegt, wie zum Beispiel das Rathaus, der Monte granatico, das Oratorium SS. Rosario, das Pfarrhaus und mehrere schöne Wohnhäuser.

Die anderen Straßen im Ort sind recht verwinkelt, und zu beiden Seiten stehen flache Häuser mit breiten Innenhöfen. Die mit Steinen ausgepflasterten Innenhöfe werden zumeist von rundbogigen Arkaden aus Steinziegeln oder von Holzbalken auf Steinpfeilern gestützt. Ursprünglich wurden hier die traditionellen landwirtschaftlichen Tätigkeiten ausgeübt, aber teilweise dienten sie auch als Gemüsegärten. Nach außen besitzen die Häuser ein Eingangstor, das in manchen Fällen recht eindrucksvoll gestaltet ist. In Simala sind noch mehr als 50 dieser großen Holzportale erhalten geblieben. Entlang der beiden Straßen, der Via Roma und der Via S. Vitalia stehen dagegen mehrere Bürgerhäuser, die Wohnsitze der wohlhabenden Familien des Ortes, die vorwiegend dem neoklassischen Baustil nachempfunden sind. Das älteste dieser Wohnhäuser gehört der Familie Monserrat Deana und stammt bereits aus dem Jahre 1554, wie eine Inschrift im Balken der Eingangstür verrät.

Die Pfarrkirche S. Nicola, die auf den Grundmauern eines früheren Kirchengebäudes errichtet wurde, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Fest zu Ehren des Heiligen Nicola wird am 6. Dezember gefeiert. Am Abend zuvor werden auf dem Dorfplatz ein schönes Fest mit einem großen Feuer entzündet und geröstete Esskastanien mit Neuem Wein angeboten. Am ersten Montag im Oktober feiert man das Fest der Santa Vitalia in der kleinen, nach der Heiligen benannten Kirche auf dem Land mit einer Prozession, an der zahlreiche Gläubige in traditioneller Tracht sowie Reiter teilnehmen.