Im Ortszentrum ist die Pfarrkirche SS. Quirico e Giulitta sehenswert. Das Gebäude entstand etwa im 18. Jahrhundert und hat in seinem Inneren einige bedeutende kunsthistorische Werke, darunter ein Gemälde vom schlafenden Christus, einem Werk des florentinischen Manieristen Gorino Baccio (Ende d. 16. Jahrhunderts). Ebenfalls besichtigen sollte man die romanische Kirche Santa Croce, die im Inneren einen wertvollen Holzaltar hat sowie das Pfarrhaus, das dem Duca dell'Asinara gehörte und eine Reihe beeindruckender Fresken aus dem 18. Jahrhundert besitzt.

Im Ortsteil, der auf das Tal Campomela blickt, steht die Kirche Santa Maria di Contra. Die romanische Kirche wurde aus Kalksteinquadern erbaut und besitzt einen typischen Glockengiebel oberhalb der Fassade. Der Name der Kirche geht auf ihre ursprüngliche Rolle als Begegnungsstätte zwischen Benediktinermönchen des Klosters N.S. di Paulis und den Mönchen des Klosters Saccargia zurück. Das umliegende Gebiet war seit der Nuraghenzeit von Menschen besiedelt. aus dieser Zeit stammen zwei bedeutende Reste. Es handelt sich um die Höhlengräber (domus de janas) in Pescialzu sowie um die Nekropole von S'Elighe Entosu. Bei den erstgenannten Grabanlagen sind in den hypogäischen Gräbern gewisse Bauelemente der Felsengräber zu erkennen, wie zum Beispiel die gekrümmten Grabstelen oder die im Halbrund angelegten Flügel.

Die Nekropole S'Elighe Entosu, die auf der Hochebene von Giorrè am Fuße der Anhöhe Pedras Serradas liegt, besteht aus fünf Hypogäen, die in den Kalkfelsen gehauen sind. Im Inneren der Zelle sind noch einige in die Wand geritzte Verzierungen erhalten, darunter ein doppeltes, spiralförmiges Motiv auf einer vertikalen Linie, das mit einem kleinen Hammer eingemeißelt wurde, ebenso zwei Reihen parallel verlaufender Rillen, die ein Giebeldach darstellen, ein Rahmen im Basrelief über dem Eingang der rechteckigen Zelle sowie Eingravierungen einer &bdquo.falschen' Tür an der Rückwand des mittleren Raums.