Das Museum von Torralba, das derzeit fertiggestellt wird, ist ethnografischer und archäologischer Natur. Die ethnografische Abteilung beherbergt Sonderausstellungen, während die archäologische, die den Regionen Logudoro und Meilogu gewidmet ist, vorwiegend um die bedeutende Nuraghenanlage Santu Antine kreist, aus der es einen Großteil der Ausgrabungsfunde enthält.

Die zwischen der mittleren Bronzezeit und der Eisenzeit gebaute Anlage ist als Modell dargestellt und in dem entsprechenden Saal sind Materialien aus der Festung und einigen Hütten des Dorfes zu sehen. Unter den vielfältigen Materialien aus einem Zeitraum, der von der Bronzezeit bis zur römischen Kaiserzeit reicht, stechen die Munition aus Kalkstein, die Gießerzangen aus dem 11. vorchristlichen Jahrhundert, das Fragment eines Nuraghenmodells und eine bronzene Hundefigur hervor.

Die vorzeitliche Besiedlung des Gebiets von Torralba wird mithilfe von Tafeln und Fotografien prähistorischer Monumente illustriert. Eine Abteilung ist der Römerzeit und dem Mittelalter gewidmet. Sie enthält Zeugnisse aus dem Logudoro-Meilogu, eine Karte, auf der die vom römischen Straßennetz berührten Orte im Gebiet von Torralba dargestellt sind, und die Kapitelle aus Santu Antine. Im Garten sind römische Meilensteine (3.-4. Jh. n.Chr.), ebenfalls aus dem Gemeindegebiet, ausgestellt. Mit ausführlichen Kommentaren wird das Straßennetz im Gebiet sowie allgemein die Strecke von Karales nach Ulbia und Turris Libisonis beschrieben, welche die drei wichtigsten Häfen der Insel verband.

Das Museum stellt die Baumerkmale des Nuraghen Santu Antine dar und bietet wichtige Zeugnisse der materiellen Kultur der Nuraghenzeit.