Das Dorf bietet wichtige touristische Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler, darunter Nuraghen und Kirchen. Ein Abstecher nach Bonnanaro lohnt sich auch wegen der lokalen Feste und religiösen Feiern. Das Hypogäum Corona Moltana, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts freigelegt wurde, ist sehenswert. Es liegt auf einem Felsabschnitt am Fuße des Hochplateaus in der Nähe der Nationalstraße SS 131. Hier wurde wichtiges Material entdeckt, das später auch in anderen Grabanlagen auf Sardinien gefunden wurde. Aufgrund der Besonderheiten der Tongefäße, des Baustils und der Art , wie die Verstorbenen bestattet wurden, wurde diese Kultur als Bonnanaro-Kultur bezeichnet und in die Altbronzezeit (zwischen 1800 und 1600 v. Chr.) datiert. Zur Fundstätte Corona Moltana gehören insgesamt fünf unterirdische Grabräume mit je zwei Grabzellen, die teilweise miteinander verbunden waren. Im Inneren der Gräber wurden neben zahlreichen Keramikresten und Grabbeigaben auch Teile menschlicher Skelette gefunden, die heute im Museum Sanna in Sassari ausgestellt sind.

Im Gemeindegebiet stehen Reste mehrerer Nuraghenbauten, darunter "Maria Deriu", "Penternu", "Faeddas", "Nieddu" und "Ziu Marras". Ebenfalls empfehlenswert ist die Besichtigung der verschiedenen Kirchen, die sich im Ort und in der Umgebung befinden. In der Pfarrkirche San Giorgio, die zu Beginn des 16. Jahrhundert erbaut und im 19. Jahrhundert im neoklassischen Stil restauriert wurde, werden wertvolle Kunstgegenstände aufbewahrt. am Eingang befinden sich Gemälde der Madonna del Carmelo, sowie der Heiligen Sant'Antonio und San Gregorio Magno. im Presbyterium steht eine Statue von San Giorgio auf einem Pferd. In der westlichen Umgebung von Bonnanaro, am Fuße des Monte Pelao, gelangt man über einen kleinen Mautierpfad zur Kirche Santa Maria. Das einschiffige Gebäude stammt aus dem Jahre 1682 und ist ein Rohziegelbau, den ein Portal mit Tympanon mit dem eingemeißelten Baudatum der Kirche kennzeichnet. Etwas außerhalb des Ortszentrums befindet sich auf dem Monte Arana der Wallfahrtsort der Madonna delle Grazie. Das Gebäude gehörte den adligen Familien und wurde in den 1960er Jahren umgebaut. das Dach mit seinen Originalbalken aus Wacholderholz blieb erhalten. Vom Heiligtum aus hat man einen traumhaften und ausdehnten Blick über den gesamten Meilogu und den Logudoro. Rings um das Gebäude stehen die Pilgerunterkünfte, die sos muristenes.

Hier können die Gläubigen während der Novene wohnen, die vor Beginn des Festes der Madonna am 8. September stattfindet. Eines der wichtigsten Feste in Bonnanaro ist das Kirschen-Fest (Sagra delle ciliegie), das am zweiten Junisonntag stattfindet und der heimischen Kirschsorte gewidmet ist. Im Programm der Veranstaltung gibt es neben Dialekt-Wettbewerben mit bedeutenden Dichtern auch Stände mit Kirschen, Wein, süßen Leckereien und lokalen Speisen.