Wie zahlreiche archäologische Fundstätten bezeugen, war diese Gegend schon zu Urzeiten von Menschen besiedelt. In der Nähe von Figuini und dem Riu Mulinu sind einige Höhlengräber, die sogenannten Domus de Janas, zu besichtigen. Die kleinen, in den Felsen gehauenen Zellen dienten als Grabstätten. An mehreren Orten liegen auch Reste von Nuraghenbauten, darunter die Nuraghen Oes, Cagules, Santu Ainzu, Badde Pedrosa, Figus, Silanos, Accas und Manigas.

In der Umgebung von Giave kann man einen Ausflug zum Felsen Rocca Pedra Mendarza machen. Er befindet sich in der Ebene, die im Nordosten Valle dei Nuraghi und im Südwesten Campu Giavesu heißt. Der Felsen Pedra Mendalza ist ein einzigartiges Beispiel für einen Vulkanstutzen einer Vukankette, der infolge von Erosionserscheinungen entstanden ist. Der vulkanische Monolith ist 100 m hoch und an seinen Hängen nisten Krähen und Habichte. Den vulkanischen Stutzen ist auch von der Ortschaft S.Giusta zwischen Semestene und Bonorva zu sehen.

Das Zentrum Giaves mit der Pfarrkirche Sant'Andrea ist sehenswert, das Ortsbild weist noch viele Züge eines mittelalterlichen Dorfes auf. Der Ort ist vor allem wegen seiner charakteristischen Steinhütten, der sogenannten pinnettas bekannt. auch heute noch werden sie von den Hirten als Unterstände genutzt. Sie haben einen runden Grundriss aus Trockenmauern, der an Nuraghenbauten erinnert und ein kegelförmiges Dach aus Zweigen oder Steinen.