Das Bergwerk Serbariu in Carbonia, das von 1937 bis 1964 in Betrieb war, hat die Wirtschaft des Sulcis geprägt und war zwischen den 30er und 50er Jahren eine der wichtigsten Energiequellen Italiens. Die Anlage wurde zu Museumszwecken restauriert und die Bergwerksgebäude und Grubenanlagen, die heute das 'Kohlemuseum” bilden, wurden zugänglich gemacht. Das Museum schließt den Lampenraum, den unterirdischen Stollen und das Maschinenhaus ein.

Im Lampenraum ist die Dauerausstellung zur Geschichte der Kohle, des Bergwerks und der Stadt Carbonia untergebracht. Der große Raum enthält eine wertvolle Sammlung von Grubenlampen, Arbeitsgeräten, Werkzeugen, Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs, Fotografien, Dokumenten, Zeitfilme und Videointerviews mit Bergarbeitern. Der unterirdische Stollen veranschaulicht die Entwicklung der Techniken des Kohleabbaus, die von den 30er Jahren bis zur Einstellung der Tätigkeit in Serbariu verwendet wurden. Die Räumlichkeiten sind mit Werkzeugen der Zeit und großen Maschinen ausgestattet, die noch heute in Kohlebergwerken Einsatz finden.

Der Maschinenraum schließlich bewahrt, noch vollständig erhalten, die großen Räder der Winde, mit der Auf- und Abstieg der Förderkörbe in den Schächten für den Transport der Bergleute und der leeren oder beladenen Förderwagen gesteuert wurden. Der Lampenraum des Museums ist für Behinderte zugänglich, teilweise auch der unterirdische Stollen. Die Ausstellung umfasst außerdem taktile Vitrinen mit verschiedenen Lampenarten, Helme und Kohlebruchstücke aus der Mine.

Das Centro Italiano della Cultura del Carbone (CICC, Italienisches Zentrum für Kohlekultur) entstand 2006 als Verband zwischen der Gemeinde Carbonia und dem sardischen Bergwerkspark, Parco Geominerario Storico e Ambientale della Sardegna, mit dem Ziel, das Großbergwerk Serbariu zu verwalten und zu erschließen.