Das Museum ist im ehemaligen städtischen Schlachthof von Calasetta untergebracht, der seit über vierzig Jahren nicht mehr benutzt wird und entsprechend umgebaut wurde. Gestaltet wurde es von Ermanno Leinardi (1933-2006), einem bedeutenden sardischen Künstler und Mitbegründer der Gruppe Transazionale (gemeinsam mit Italo Utzeri, Ugo Ugo und Tonino Casula) im Jahr 1966 (gegenstandslose Malerei, welche die künstlerischen Experimente auf Sardinien mit denen im übrigen Europa verband).

Die Sammlung, die von Ermanni durch Tausch mit anderen Künstlern zusammengetragen wurde, spiegelt einen Großteil der Kunstströmungen wider, die sich in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in Europa entwickelten. Andere Werke kamen später hinzu. Die Ausstellung ist auf zwei Stockwerken zusammengestellt. Im Erdgeschoss befindet sich in einem Saal die Sammlung zur konstruktiven Kunst, während der angrenzende Raum abstrakten Kunstwerken gewidmet ist. Im Umgang, der an der Längsfront des Museums entlangläuft, können eine Reihe von großformatigen Werken bewundert werden, die etwa 6 m über Bodenhöhe aufgehängt sind.

Durch ein Oberlicht wird der gesamte Komplex mit Licht durchflutet, so dass die Werke aus unterschiedlicher Perspektive entziffert werden können. Von besonderem Wert ist die Abteilung zur 'konstruktiven” Kunst, namentlich der französischen (Michel Seuphor, Sonia Delaunay, Jean Leppien, Aurelie Nemours, Yves Popet, J.F. Dubreuil, Henri Prosi, Claude Pasquer, Charles Bezie und viele andere), aber auch bedeutende italienische Künstler sind vertreten (Giuseppe Capogrossi, Lucio Fontana, Bice Lazzari, Mauro Reggiani, Mario Radice, Luigi Veronesi, Piero Dorazio, Paolo Minoli, Ermanno Leinardi, Achille Pace, Nicola Carrino und andere).