Dieser eindrucksvolle Ort an den Gebirgsgrenzen des Basso SulcisGebiets, der Gegend von Gutturu Mannu, erstreckt sich über die Gemeinden Assemini, Capoterra und Uta und wurde durch Ministerialdekret 1975 zum Gebiet von besonderem öffentlichen Interesse erklärt. Der Name des Tals geht auf seine Form zurück, eine große Schlucht zwischen den Bergen, durch die der Rio Gutturu Mannu fließt. Die Fläche des Parks beläuft sich auf 4768 Hektar, die zum großen Teil über die mit Vierradantrieb befahrbaren Wege erkundet werden kann. Über die Gebirgslandschaft von Gutturu Mannu, sowie Is Cannoneris und Pantaleo erstreckt sich die Gegend, in der die Region Sardinien durch die regionalgesetzlichen Bestimmungen 31/89 und 45/89 die Einrichtung des „Naturparks Sulcis" geplant hatte. Im regionalen Rahmengesetz zu Naturschutzgebieten aus dem Jahr 1989 war eine extrem weitreichende provisorische Begrenzung des Parks geplant, was sich jedoch im Endeffekt als nicht machbar erwies. Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht ein kleineres Gebiet vor, in denen sich drei vom Dezernat des Umweltministeriums eingerichtete Tierschutzoasen befinden: die des entstehenden Parks von Gutturu Mannu, die von Piscina Manna . Is Cannoneris und die von Pantaleo, die vom Forstamt Sardinien verwaltet werden. In diesem Park befindet sich außerdem ein sogenanntes Besonderes Schutzgebiet (BSG) das zum Natura 2000 Netzwerk des WWF gehört und dem Schutz der biologischen Vielfalt durch Erhaltung des natürlichen Habitats, der wilden Flora und der Fauna dient. Wer die Bergregion von Gutturu Mannu zum ersten Mal besucht, ist beeindruckt von ihrer üppigen Waldvegetation (eine der größten Europas) mit all ihren Eichen, Steineichen, Pappeln, Korkeichen, Myrtensträuchern, Johannisbrotbäumen, Mastixsträuchern und Zistrosen sowie von der Vielfalt der Fauna, den malerischen Bächen und zahllosen Quellen. Am Ziel angekommen befindet man sich direkt vor der Dorfkirche S. Lucia, die Ende der 70ger Jahre wieder aufgebaut wurde und inmitten eines Parks uralter Olivenbäume liegt. Hier haben Archäologen Gegenstände aus der Nuraghenzeit bis hin zum hohen Mittelalter gefunden. In diesem Gebirgswinkel haben Geschichte und Natur ein faszinierendes Mosaik geschaffen, das natürliche Habitat des Sardischen Hirschen und des Steinadlers.

Der nahegelegene Ort Fanebas wurde von der staatlichen Forstverwaltung als Treffpunkt für Ausflügler ausgestattet, weshalb man hier und dort, mitten im Grünen, Tische vorfindet, die sich hervorragend für ein Picknick eignen.