Für Liebhaber historischer Altstädte ist ein Besuch in Uras empfehlenswert, da hier noch zahlreiche typische Häuser im charakteristischen ländlichen Baustil der Campidano-Gegend stehen. Neben den traditionellen Tätigkeiten, die mit der Schafzucht und Viehhaltung verbunden sind, zeichnet sich der Ort durch die handgemachten Textilarbeiten aus, deren Techniken seit Jahrhunderten weitervererbt werden. In der Umgebung kann man außerdem den Nuraghen Sa Domu Beccia besichtigen, einen fünfseitigen Bau mit einem großen mittleren Turm, der früher über einen begehbaren Tunnel mit mehreren Seitentürmen verbunden war.

Rings um diesen Nuraghen, der ursprünglich von einem polygonalen Befestigungswall umgeben war, erstreckt sich eine weitläufige Ansiedlung mit einigen noch recht gut erhaltenen Hütten. * Im Dorf befinden sich drei kulturhistorisch sehenswürdige Kirchen, die Kirchen Sant'Antonio, die Kirche Santa Maria Maddalena und die Kirche San Salvatore. Die Kirche San Salvatore liegt an jenem Ort, an dem Leonardo Alagon am 14. Aprile 1470 die Aragonier unter ihrem Vizekönig Carroz besiegte. Von den lokalen Festen und Veranstaltungen sollte man sich den 22. Juli merken, weil dann das Fest der Dorfpatronin, der Hl. Maria Magdalena gefeiert wird. Aus diesem Anlass werden im Dorf verschiedene kulturelle und religiöse Veranstaltungen organisiert, die mehrere Tage dauern.