Bei einem Besuch in Siddi begibt man sich auf eine zauberhafte Reise zwischen Geschichte und Natur. Schon auf den Straßen, die zum Dorf führen, stößt man auf eine Umwelt, die besondere Beachtung verdient: Es ist die Giara oder Pranu 'e Siddi, die von oben das Dorf beherrscht. Die Natur mit ihrer üppigen Macchia bezaubert durch abschüssige Wände und herrliche Düfte nach Trockenblumen, Zistrosen und Mastix. Auf der Giara sind zahlreiche Zeugnisse aus der Nuraghen- und Vornuraghenzeit: Man zählt die Ruinen von siebzehn Nuraghen, aber vor allem Sa Domu 'e s'Orku, die größte tomba dei giganti der Insel aus Basaltblöcken und noch ursprünglicher Decke.

An der nördlichen Grenze der Giara befindet sich die archäologische Stätte Sa Fogaia mit einem interessanten Korridornuraghen. Im Dorf sollte man die casa-museo Steri besuchen, ein typisches Haus im Stil des Campidano, wo man die Traditionen der Landwirtschaft und ihrer Erzeugnisse von Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts entdecken kann. Ein weiteres, historisch wichtiges Gebäude ist das alte Ospedale Managu, wo sich heute das Museo Ornitologico mit einer Ausstellung von über 200 Vögeln und Säugetieren befindet. Am Eingang von Siddi ist die romanische Kirche S. Michele Arcangelo aus dem 13. Jahrhundert mit dem typischen, zweischiffigen Grundriss. Es handelt sich um die kleinste Kirche Sardiniens dieser Art. Im Innern sind zwei Holzstatuen des Erzengels, der in der Marmilla sehr verehrt wird.