Der Monte Ferru stellt die größte Formation vulkanischen Ursprungs in Sardinien dar. Er befindet sich im Gebiet zwischen Cuglieri, Santu Lussurgiu und dem Ort La Maddonina. Er sticht aus der Landschaft aufgrund seiner beeindruckenden Gestalt hervor: die Westseite bietet imposante Wände aus dunklem Basalt, die senkrecht zum Meer vom Golf von Oristano abfallen. der Osthang fällt dagegen sanft zur Hochebene von Abbasanta hin ab und teilt den mittleren Westen Sardiniens in zwei Teile. Eine Höhe von 1050 m erreicht er am Monte Urtigu, der von einer Serie von kuppel- und säulenförmigen Erhebungen aus Trachyt eingerahmt wird. Unter diesen ist der Monte Straderis besonders interessant, eine in ein Amphitheater verwandelte Kuppel von leuchtend heller Farbe, die einen Kontrast zum braunen Monte Urtigu bildet. Nicht weit davon erhebt sich der Felsen von Monte Entu, der etwas weniger hoch ist. Die weiteren Erhebungen sind Monte Petrusu, Armiddosu und Punta Mandronisca. Im Tal des Riu S'Abba Lughida ergießt sich der Wasserfall von S'Istrampu 'e Massabari. im Tal des Riu Sos Molinos (der nach den Walkmühlen, mulino, benannt ist, die das Gelände durchsetzen) in der Nähe von Santu Lussurgiu befindet sich S'Istrampu de Sos Molinos: ein einmaliges Naturschauspiel, das unendliche Wasserspiele bietet. Den Monte Ferru bedecken Wälder von Steineichen, Erdbeerbäumen, Baumheide, Prunus, Weißdorn, Wildrosen, Zistrosen und Ginster. Zu den Gipfeln hin finden sich Garriguen mit Thymian, Strohblumen und Korsischem Thymian. An einigen Stellen kann man ferner Wälder von Steineichen, Ulmen und jahrhundertealten Kastanien finden, die mit ihrer üppigen Natur den Touristenort San Leonardo di Siete Fuentes umgeben. Hier entspringen auch zahlreiche Wasserquellen mit geringem Mineralgehalt, sie ziehen eine ansehnliche Zahl von Besuchern an, die zugleich dem Zauber der schönen Landschaft erliegen.

Man erreicht das Gebiet über die Straße von Cuglieri nach Santu Lussurgiu, die zum Ort La Madonnina führt.

Das Berggebiet liegt in der Nähe des Touristenortes San Leonardo di Siete Fuentes, der nicht nur für das Mineralwasser berühmt ist, sondern auch über verschiedene Unterkünfte verfügt.