Santu Lussurgiu ist ein Bergdorf am Südosthang der Kette des Montiferru. Der Ort erhebt sich vor dem Hintergrund eines nicht mehr tätigen Vulkankegels und ist von dichten grünen Wäldern umgeben, die mit den lebendigen Farben der Steinhäuser konstrastieren. Im Umland können viele Überreste der nuraghischen Kultur bewundert werden: Nuraghen, Gigantengräber und Höhlengräber (domus de janas).

Santu Lussurgiu besitzt ein an Wasserquellen reiches Gebiet und ist berühmt für die Siete Fuentes in San Leonardo, sieben Quellen, aus denen ein ausgezeichnetes, glasklares Trinkwasser sprudelt.

Die traditionelle Wirtschaft des Dorfes fußt vorwiegend auf Landwirtschaft und Viehzucht sowie auf der Webkunst, Messerherstellung und Fertigung von Pferdegeschirren.

Sehenswert ist das Museo della Tecnologia Contadina (Museum der bäuerlichen Technik), das nach Verabredung mit Führung besucht werden kann. Es ist in einem alten Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert untergebracht und enthält zahlreiche Gegenstände der Bauern, Hirten und Köhler aus dem Montiferru.

In der ersten Juniwoche findet die bedeutende Regionale Pferdeschau statt, die in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Verona organisiert wird. Die Veranstaltung bietet Sportwettkämpfe, Pferdeshows und Ausstellungen typischer Nahrungsmittelerzeugnisse des Gebiets.

Am 21. August steigt das Fest zu Ehren von San Lussorio, mit einem waghalsigen Pferderennen zur geweihten Stätte, begleitet von traditionellem Tanz und Gesang.