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Paulilatino

Pau liegt in der historischen Region der Marmilla, an der Ostseite des Monte Arci, der den Ort mit seinen dichten Flaumeichenwäldern umrahmt. Die Landschaft ist von einer sanften Hügelkette beherrscht, unter denen "Su Ventosu" mit einer Höhe von rund 681 Metern hervorragt. Das Gebiet von Pau war aufgrund seiner reichen Obsidianvorkommen . ein vulkanisches Gesteinsglas, das für die Verarbeitung und den Handel bestimmt war . seit frühester Zeit von Menschen besiedelt. Im Mittelalter gehörte Pau zum Verwaltungsbezirk Parte Usellus im Judikat Arborea. In späterer Zeit, nach der Eroberung Sardiniens durch die Aragonier, wurde der Ort ein Lehen der Carroz, Grafen von Quirra. Im Straßenbild des historischen Ortskerns wechseln alte Steinhäuser und moderne Gebäude einander ab.

Die größte kulturelle Attraktion des Dorfes ist das Museo artistico dell'ossidiana (Kunstmuseum des Obsidians) in der via San Giorgio, wo die Kunstwerke des renommierten Obsidian-Bildhauers Karmine Piras und andere, von den Brüdern Atzori aus Oristano realisierte Werke ausgestellt sind. Aber auch eine archäologische Abteilung zu diesem glänzenden, eleganten vulkanischen Gestein befindet sich in Vorbereitung. Vom Museum aus kann man außerdem einen Naturrundweg zum Monte Arci begehen, der bis vor nicht langer Zeit von einem Teppich aus schwarzem Obsidian bedeckt war, von welchem sich noch heute mit bloßem Auge Bruchstücke erkennen lassen. Das hervorstechende Kennzeichen des Ortes ist also der Obsidian, der auch auf dem Platz vor dem Rathausgebäude bewundert werden kann, wo eindrucksvolle Monolithen aus behauenem Stein aufragen: einer nahe des Eingangs, der andere in einem Brunnen, welcher sich durch eine vielfarbige Gestaltung auszeichnet. Auf einem kurzen Ausflug erreicht man "Sa Telluri", wo bei einem Rundgang mit herrlichen Aussichtspunkten Spuren der römischen Kultur zu besichtigen sind. Am 1. September begeht der Ort das Fest zu Ehren von Santa Prisca Martire.

Turri

Es liegt im Herzen des flachen Teils der Marmilla, zwischen der Giara di Gesturi und der Giara di Siddi. Von Turri aus bieten sich abwechslungsreiche Ausblicke: im Frühling das Grün der bewirtschafteten Felder, im Sommer intensive Erdtöne. Die Ortschaft teilt sich mit San Gavino Monreale die Vorrangstellung in der Produktion von Safran, dem roten Gold Sardiniens. Das Dorf mit seinen etwas mehr als 400 Einwohnern besteht aus einem alten Kern mit typischen, von hohen Mauern umgebenen Hofhäusern, mit großen Vorhöfen und kleinen Familiengärten dahinter. Die Häuser blicken in der Regel mit großen Portalen auf die Straßen, einige stammen aus dem 19. Jahrhundert, die meisten aber aus dem 20. Jahrhundert.

Man kann die Stadt in Etappen besichtigen, von der Kirche San Sebastiano aus dem 17. Jahrhundert aus, vor der sich ein Gebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts befindet, dem Sitz des Monte Granatico, eines historischen Getreidelagers. Der Bau hat ein herrschaftliches Erscheinungsbild mit palladianischen Verzierungen über dem Fenstersturz, die von der klassisch anmutenden Kunst des Autors zeugen. Auch der malerische Olivenpark und der Monumentalfriedhof Sant‘Elia sind einen Besuch wert. Im September findet ein ungewöhnliches Ereignis statt: die Vogelscheuchenausstellung.

Um das Stadtzentrum herum erstreckt sich ein Gebiet, das schon in prähistorischer Zeit bewohnt war, wie die zahlreichen Nuraghen in der Umgebung beweisen: die mit einem einzigen Turm Bruncu Monti Ari, Turriga, Sirissi und die beiden komplexen Nuraghen Cabonu und Su Senzu.

Narbolia

Narbolia liegt am Fuß der Berge von Santu Lussurgiu. Der Name scheint von lateinisch Nurapolis, Stadt der Nuraghen, herzurühren wegen der zahlreichen Nuraghen im Gemeindegebiet. Daneben findet man verschiedene Gigantengräber und Höhlengräber (domus de janas), aber auch die Überreste einer mittelalterlichen Burg und römische Thermen. Die Wirtschaft des Ortes, die einst auf der Kalkherstellung fußte, lebt jetzt von Viehzucht und Weinbau.

Im Februar findet im Zuge der Karnevalsfeierlichkeiten die bekannte Sagra delle zippole (Faschingsgebäck) statt.
Am 8. Oktober wird die Schutzpatronin Santa Reparata gefeiert. Die Feierlichkeiten bestehen in einer langen Prozession bis zum Pinienwald von Is Arenas, wo das Holz gesammelt wird, um im Ort einen großen Haufen vorzubereiten, der am Tag des Festes entfacht wird.
Am 8. Oktober findet zugleich das Festival der Folkloregruppen und .sänger mit Gitarrenwettbewerb statt.
Unbedingt zu empfehlen ist der Besuch von Is Arenas, einem wunderschönen langen Strand, dessen Dünengebiet das größte Sardiniens ist. Im gleichnamigen Pinienwald finden Golfbegeisterte eine 18-Loch-Anlage, die zu den zwanzig besten Golfplätzen Italiens zählt.
Im historischen Ortskern kann man die charakteristischen Wandmalereien (Murales) bewundern, die Szenen des Alltagslebens der Hirten und Bauern und des Zyklus der Jahreszeiten darstellen.

Gonnesa

Das Dorf liegt nicht weit von der Schlucht Gutturu Carboni und in der Nähe einer 3 km langen Sandküste. In der Umgebung von Gonnesa deuten Überreste von Bergbauvorkommen - die seit der Antike ausgebeutet werden - sowie Domus de Janas, Nuraghen und prähistorische Dörfer darauf hin, dass das gesamte Gebiet seit frühester Zeit besiedelt war. Außerdem belegen die zahlreichen archäologischen Funde, dass Phönizier, Karthager und auch Römer in diese Region kamen, weil sie von den reichen Zink-, Kupfer-, Blei- und Silbervorkommen angezogen wurden. Im Mittelalter gehörte das Dorf bis zu seinem Fall (1258) zum Judicat von Cagliari, bevor es zunächst in den Besitz der Familie Donoratico, dann der Pisaner und schließlich der Krone von Aragonien überging. Jahrhundert wurde der Bergbau wiederbelebt und dauerte bis nach dem Zweiten Weltkrieg an.

In Gonnesa ist die romanische Kirche Sant'Andrea Apostolo, die zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert erbaut wurde. Trotz mehrerer Restaurierungseingriffe ist der Stil an der Fassade noch deutlich zu erkennen: kleine Bögen über einem Portal mit Rundbogen. Das Dorf genießt eine interessante geografische Lage, die die Schönheiten der Küste mit der eindrucksvollen Archäologie verbindet. Die Archäologie des Dorfes Seruci mit einem Nuraghen, einer Vormauer, einem Dorf mit Hütten und einer tomba dei giganti (Felsengrab), aber auch Industriearchäologie mit den stillgelegten Bergwerken Monte Onixeddu, Seddas Moddizus und Monte San Giovanni. Nicht weit von hier ist die Grotte Santa Barbara, eine sehr alte Höhle mit einem kleinen See und herrlichen Konkretionen, die sich in ca. 500 Millionen Jahren gebildet haben, Stalaktiten, Stalagmiten und Arabesken aus Aragonit. Die Gegend ist bedeckt von der reichen typischen Mittelmeerflora wie Wildoliven, Rosmarin, Wacholder, Mastix, Myrte, Erika, Erdbeerbaum, Steineiche, Ginster, Lavendel, Asphodill und Brombeeren.

Nicht weit von Gonnesa liegt die Palude Sa Masa, ein interessantes Sumpfgebiet, in dem zahlreiche Arten Wasservögel leben. Zum langen Küstenstreifen, der sich in der Nähe des Dorfes erstreckt, gehört der herrliche Strand Porto Paglia mit einem kristallklaren Meer. Wissenschaftler und Liebhaber der Geologie und der Paläontologie kommen hier auf ihre Kosten. Im versteinerten Sandstein war zum Beispiel das seltene Exemplar eines Zwergelefanten erhalten, das heute in einem Museum in Basel ausgestellt ist. Festliche Momente erlebt das Dorf vom 20. bis 25. Mai bei den Gedenkfeiern an die Unruhen von 1906. Interessant ist das sommerliche Veranstaltungsprogramm Estate Gonnesina von Juli bis August mit Konzerten, Fimvorführungen, Ballett, gastronomischen Festen und verschiedenen Folkloreabenden. Im August findet die sagra del pane tradizionale (Volksfest des traditionellen Brotes) statt, und im selben Monat die Sportveranstaltung Gonnesa corre, wo bei einem internationalen Lauf auf Asphalt Athleten aus der ganzen Welt zusammenkommen. Am ersten Sonntag im Mai wird in aller religiösen Feierlichkeit in Nuraxi Figus das Fest Sant'Isidoro begangen.

Archäologisches Museum von Teti

Im Museum von Teti sind zum Großteil archäologische Fundstücke aus dem Heiligtum von Abini, einer großen Hüttensiedlung mit abgegrenztem Versammlungsbereich, Brunnentempel und kleinen Bronzefiguren untergebracht. Die Exponate sind Kopien der im Archäologischen Nationalmuseum von Cagliari aufbewahrten Originalfundstücke. Im Original werden unter anderem kleine Dolche und Votivschwerter vorgestellt.

Töpferware und Steinwerkzeuge stammen aus der Ausgrabungsstätte von S'Urbale, einer etwa fünfzig Hütten umfassenden Siedlung, die auf einen Zeitraum zwischen Beginn des mittleren Bronzezeitalters und Anfang der Eisenzeit datiert wird. Eine der Hütten von S'Urbale wurde in Originalgröße aus lokalen Baustoffen und Lehm der Nuraghenbaugrube nachgestaltet. In der Mitte der kreisförmigen Hütte befinden sich eine Feuerstelle, eine mit behauenen Steinquadern abgegrenzte Kammer und Tonschüsseln für verschiedene Zwecke. Der Ausgrabungsbezirk ist unter anderem durch Fundstücke der kupfersteinzeitlichen Monte Claro-Kultur aus Biru 'e Concas dokumentiert, sowie durch Funde aus Stein und Ton aus der Nuraghe von Talei, beide in der Gegend von Sorgono.

Um die Urgeschichte dieses Gebiets weiter zu vertiefen, wird eine Führung empfohlen. Hauptattraktion des Museums ist die Nachgestaltung der Hütte von S'Urbale.

Sennariolo

Das Dorf ist wegen seiner florierenden Geflügelzucht sehr bekannt. Auch die Qualität der in dieser Gegend erzeugten Öle ist ein wichtiger Faktor für Fremdenverkehr und Handel, d.h. für all jene Personen, die unbelassene Naturprodukte aus Sardinien schätzen. Das Dorf zeichnet sich außerdem durch die Produktion seines hervorragenden Käses aus.

Von historischer Bedeutung ist die Landkirche der kleinen Ortschaft. Wegen seiner landschaftlich schönen Lage kommen viele Besucher nach Sennariolo oder machen gern eine Fahrradtour durch diese Gegend. Nicht weit vom Dorf entfernt fließen viele Wasserläufe, die dank eines kontinuierlichen Auffrischens in den vergangenen Jahren sehr reiche Forellen- und Aalbestände haben. Empfehlenswert ist die Teilnahme an dem lokalen Fest zu Ehren des Hl. Andrea, das am 30. September gefeiert wird.

Neoneli

Es liegt auf grünen Hügeln im Herzen der Insel, nur wenige Schritte von der Landschaft des Omodeo-Sees entfernt, einem der größten künstlichen Stauseen Europas: Umwelt, Natur, Kultur und Traditionen haben es zu einem authentischen italienischen Dorf gemacht. Neoneli ist ein kleines Zentrum mit etwa 700 Einwohnern im historischen Gebiet von Barigadu, das im späten Mittelalter als Villa Leunelli (Neunelli) bezeugt ist und heute einen Teil seines Ruhmes dem Chor von Neoneli verdankt, einem polyphonen Quartett, das den archaischen Tenorgesang interpretiert und auch für seine künstlerische Zusammenarbeit mit dem Liedermacher Francesco Guccini und der Gruppe Elio e le Storie Tese bekannt ist. Ein weiterer Prestigegewinn für die Stadt ist die Naturoase von Assai, ein fast tausend Hektar großes Gebiet an den Hängen des Berges Santa Vittoria, das mit dichten Wäldern aus jahrhundertealten Steineichen und Korkeichen bewachsen ist und von Dam- und Rotwild bewohnt wird. Im Inneren des Parks befindet sich das Museum der Oase, in dem verschiedene Säugetier- und Raubvogelarten, darunter ein prächtiges Exemplar eines Steinadlers, ausgestopft ausgestellt sind.

Die Siedlung ist geprägt von Häusern aus rotem Trachyt, einem weit verbreiteten lokalen Stein, mit Fenstern im aragonesischen Stil und Basaltverzierungen. Sie werden von Werkstätten flankiert, in denen noch immer Gegenstände nach alten Techniken hergestellt werden: Korkschnitzer, Lederer und Schmiede stellen Kunstgegenstände her, darunter die sos Corriolos, Masken, die bei den alten Riten des berühmten Karnevals von Neonelese getragen werden: Auf dem zentralen Platz wird ein Lagerfeuer entzündet, um das Versöhnungstänze aufgeführt werden. Im Zentrum befindet sich die Pfarrkirche St. Peter aus dem Jahr 1611. Die Fassade ist aus rosa Trachyt. Das Innere beherbergt eine wertvolle Silbermonstranz aus dem 15. Jahrhundert und zwei Holzstatuen. Die Feste in der Landkirche Sant'Angelo (s'Angelu), die im August gefeiert werden, und das Fest des Heiligen Antiochus des Märtyrers, das zwei Wochen nach Ostern stattfindet, ragen aus dem reichen Veranstaltungskalender heraus.

Die religiösen Prozessionen werden durch Folklorevorführungen, Marktausstellungen und die berühmten Lieder a cuncordu oder a sa neunelesa ergänzt. Unter den dörflichen Festen sollte man das Fest sa festa de sa fregula istuvada e de sa cassola Anfang Oktober nicht verpassen. Die in Brühe gekochte und mit mehreren Schichten Pecorino-Käse und Schmalz gewürzte Fregola ist das Aushängeschild der lokalen Küche mit bäuerlicher Tradition, die aus einfachen Gerichten mit intensiven Aromen besteht. Es gibt zahlreiche typische Desserts, die oft mit Festen verbunden sind: Tzipulas, für den Karneval, Amarettus, Seadas, Seufzer, weiche Mandelpaste Pralinen, für Hochzeiten und feierliche Zeremonien. Ende September sollte man sich Licanias nicht entgehen lassen, "Kultur und Aromen" ländlicher Landschaften, die seit dem Neolithikum bewohnt sind, wie die Domus de Janas von Puleu, Pranu-Sasa und su Angiu zeigen. Die Ruinen der Nuraghen von Nocurreli, Olisetzo und Pruna stammen aus der Bronzezeit.

Museum der Barbareneinfälle auf Sardinien "Turcus e Morus"

Das Museum ist in Gonnostramatza im alten Monte Granatico untergebracht, der unter Bewahrung der originalen Bauelemente restauriert wurde. Wie der Name besagt, dokumentiert es die Einfälle von Türken und Mohren, anhand der Darstellung von Ereignissen, historischen Persönlichkeiten, Legenden und Schlachtszenen, die eine lange, blutige Periode der Geschichte Sardiniens gekennzeichnet haben. Eine historische Erinnerung an jene Ereignisse findet sich in einer Gedenktafel in der nahen Landkirche San Paolo, auf der man von der Zerstörung des Nachbarortes Uras durch die Sarazenen im Jahr 1515 erfährt. Das Museum ist einzig in seiner Art. Die Inhalte werden dem Besucher nahe gebracht durch didaktische Tafeln, die auch die Wege der arabischen Streifzüge angeben, Turmmodelle, menschliche Figuren in Lebensgröße, die von Kunsthandwerkern angefertigt wurden, und Sammlungen arabischer, spanischer und sardischer Waffen aus elf Jahrhunderten, die vom 8. bis zum 18. Jahrhundert Verwendung fanden.

Die Führung beschreibt den Zusammenprall zwischen zwei Welten, zwei Kulturen und Religionen, der manchmal auch zur Begegnung wurde.

Sini

Zwischen den gewundenen Hügeln der Marmilla, am Fuße des Hochplateaus der Giara di Gesturi, liegt das kleine Dorf Sini mit seiner herrlichen Landschaft aus grünen Hügeln, die mit Mandelbäumen, Weinreben, jahrhundertealten Olivenbäumen und Getreidefeldern bedeckt sind. Sein Name leitet sich von Sinu ab, das später zu Sini wurde, dem Namen der Muschel, in der sich das Dorf befindet. Im Mittelalter gehörte es zum Judicat d'Arborea, dann wurde es unter der Herrschaft der Aragonier Besitz des Barons von Tuili und später des Marquis von Laconi. Unter der Herrschaft der Savoyer wurde das Dorf 1859 Teil des Gerichtsbezirks Lunamatrona in der Gerichtsbarkeit von Isili.

Sini liegt in einer wunderschönen Landschaft inmitten einer unberührten, reinen Natur. Von großem Interesse ist der Gemeindepark Cracchera mit dem faszinierenden Wasserfall Su Strumpu, der in wasserreichen Zeiten mit dem Wasser der Gebirgsbäche des Plateaus Giara gespeist wird.

In der Umgebung befinden sich zahlreiche Nuraghen und Grabstätten. die hier ebenfalls entdeckten Keramiken und Münzen bezeugen dagegen die Besiedlung des Ortes Sini während des römischen Imperiums. Im April erlebt Sini das Fest des Heiligen Georg (Festa di San Giorgio), bei dem religiöse aber auch kulturelle Feierlichkeiten veranstaltet werden. Außerdem findet das Volksfest Su Pani e Saba mit dem feinen, sehr beliebten Gebäck aus dieser Gegend statt. Am 12. August feiert man mit religiösen und kulturellen Zeremonien das Fest der Dorfpatronin.

Menhir Museum - Archäologisches Gemeindemuseum der Statuenmenhire

Das Museum befindet sich in Laconi im Erdgeschoss des Rathauses aus dem 19. Jahrhundert und ist den archäologischen Zeugnissen aus der Gegend gewidmet. Es beherbergt eine in ihrer Art einmalige Sammlung: vierzig teilweise riesige Monolithe, welche die Entwicklungen der sardischen anthropomorphen Plastik der Vorzeit dokumentieren, die im Sarcidano bedeutende Spuren hinterlassen hat.

Es sind präanthropomorphe, geschlechtslose anthropomorphe, männliche und weibliche Menhire zu sehen, alle aus dem braunen Vulkanit der Gegend. Die Menhire mit männlichen Konturen weisen die symbolischen Motive des Auf-dem-Kopf-Stehens und des Doppeldolchs auf, die weiblichen zeigen kleine kegelförmige oder flache Brüste. Die Ausstellung bringt die Ausdruckskraft dieser Skulpturen, die Symbole neuer religiöser und sozialer Vorstellungswelten sind, aber noch in der Tradition der steinzeitlichen Kultur des Mittelmeerraums stehen, voll zur Geltung.

Der Rundgang wird durch Keramiken, Obsidianwerkzeuge und Metallobjekte aus einer Zeit zwischen dem älteren Neolithikum und der älteren Bronzezeit ergänzt, die aus verschiedenen Fundstätten des Gebietes stammen. Erwähnenswert sind darunter das Galeriegrab Corte Noa und das megalithische Kreisgrab Masone Perdu.

Erklärungstafeln und multimediale Hilfsmittel mit nützlichen Informationen bereichern die Ausstellung.

Das Museum ist in seiner Art in Italien einmalig, weil es die Möglichkeit bietet, die Menhire, die andernorts schwer erreichbar sind, aus der Nähe zu betrachten.