Der Monte Limbara ist ein Höhenzug aus Granit und befindet sich im Herzen der Gallura. Richtung Norden blickt er auf das Plateau von Tempio, im Südwesten wird er vom Fluss Coghinas und im Südosten von der Senke von Monti, Oschiri, Padrogiano und Olbia begrenzt. Auch wenn er nicht besonders hoch ist (knapp über 1300 m), ist er doch imposant und beeindruckend durch seine charakteristischen felsigen Gipfel, denen Wind und Wetter im Laufe der Jahrtausende seltsame und bizarre Formen verliehen haben. Der höchste Gipfel ist die Punta Balistreri, die 1359 m erreicht. Auf dem Berg gibt es zwei Forstbetriebe: einen auf dem Nordhang, einen auf dem Südhang. Der Erste, auf dem Gebiet der Gemeinde von Tempio Pausania, gehört zu den GGB (Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung der EU). Das Gebiet ist von üppiger mediterraner Macchia bedeckt, die zu den Gipfeln hin steppenartiger Heide und rauen Felsformationen weicht. Der südliche Monte Limbara gehört dagegen zur Gemeinde Berchidda. Die Landschaft wird von großen Felsbrocken beherrscht, die gleichsam in einem prekären Gleichgewicht zu schweben scheinen und so verwittert sind, dass sie seltsame Formen aufweisen, die von Grotten und Hohlräumen durchbrochen sind. In dem Gebiet leben der Steinadler und der Habichtsadler, der über dichten, üppigen Wäldern segelt, die von Wildkatzen und Mardern bewohnt werden. In Littu Siccu, im Herzen des Waldes, gibt es Überreste antiker Siedlungen bei Pedru Fadda und Fighizzola. Die Vegetation besteht aus Erika und Erdbeerbaum. in den kühleren Tälern treten zur Steineiche auch die Manna-Esche und die Stechpalme. Sowohl auf dem Nord- als auch auf dem Südhang entspringen zahlreiche Quellen mit Wasser, das einen hervorragend niedrigen Mineralgehalt aufweist. Am Limbara findet das Musikfestival „Time in Jazz” statt, dessen künstlerische Rhythmen sich wunderbar in die Landschaft von Felsen und Wäldern einfügen. Ferner gibt es dort das Öko-Museum von Kunst und Natur „Semida”, was auf Sardisch „Weg” bedeutet. Hier begleiten spektakuläre Installationen von Künstlern wie Giovanni Campus, Clara Bonfiglio, Erik Chevalier, Paola Dessy, Bruno Petretto, Pinuccio Sciola, Giovanna Secchi und Monica Solinas den Besucher bei der Entdeckung einer Natur, in die sich regelrechte Kunstwerke einfügen, die durch die Land Art, eine Kunstrichtung aus den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts, eine beeindruckende und überraschende Ästhetik entfalten.