Wer sich für Architektur begeistert, sollte den alten Teil des Dorfes mit seinen städtebaulichen Besonderheiten besichtigen. Wer sich dagegen für die Natur interessiert, sollte das Gebiet der Aufforstung Su Filigosu und die Abhänge des Limbara besuchen, herrliche Beispiele unberührter Natur. In Su Filigosu kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad Rundwegen folgen, dabei Wildschweine, sardische Hirschen, Rehe und Mufflons beobachten und sich an zahlreichen Picknickstellen ausruhen.

In der Gegend wachsen auch zahlreiche Pilzsorten. Da das Gebiet seit der Antike bevölkert war, gibt es auch viele archäologische Reste: domus de janas (Höhlengräber), Dolmen, tombe dei giganti (Felsengräber) und etwa dreißig gut erhaltene Nuraghen, die auch leicht zu besichtigen sind. Fünf Kilometer vom Dorf ist die Kirche Nostra Signora di Castro (bis 1508 Bistumssitz). Die Kirche stammt von Ende des 12. Jahrhunderts und ist wegen ihres romanischen Stils mit lombardischem Einfluss kunsthistorisch bedeutend. Die Fassade ist aus rosa Trachyt mit einem Glockengiebel. Nicht weit von der Kirche sind in der Nähe des Sees die Ruinen der Burg di Castro, ein mittelalterliches Bauwerk.

Zeugnisse aus dem Mittelalter sind noch die Kirchen Nostra Signora di Othi, San Demetrio und San Pietro. Ende August organisiert die Gemeinde Oschiri zusammen mit den Herstellern das Volksfest der panada. Dieses typische Gericht besteht aus einer Teighülle, die mit Fleisch und natürlichen Aromen gefüllt ist. Es ist ein komplettes, proteinhaltiges Gericht von unvergleichbaren Geschmack.