Tuili ist ein kleines Dorf auf Sardinien, das am Fuß der Hochebene der Giara in der Marmilla liegt. Das Gemeindegebiet von Tuili war bereits in vornuraghischer Zeit besiedelt. Die Anwesenheit des Menschen ist durch viele Funde am Rand der Hochebene und in der Umgebung belegt, die heute im Archäologischen Museum in Cagliari aufbewahrt werden. In Santa Elisa existierte zudem eine Werkstatt zur Bearbeitung des Obsidians. Auf der Giara, im Gebiet Nuridda, wurden auch Siedlungsreste aus phönizisch-punischer Zeit entdeckt, während in Santa Elisabetta Ruinen einer römischen Siedlung zu sehen sind. Im Unterschied zu den Nachbarsorten lässt sich in Tuili ein deutlicher Unterschied zwischen den Häusern der reichen Grundbesitzer, dem Haus mit Hof und dem bescheidenen Bauernhaus feststellen. Die Herrenhäuser, die häufig altspanischen Adelsfamilien gehörten, weisen zwar typische Baumerkmale der Gegend auf, sind aber im Detail auf eine Weise gepflegt, die den sozialen Status der Einwohner hervorhebt.

Zu besichtigen sind die im spanischen Stil errichtete Kirche Sant'Antonio, die von einer großen Mauereinfassung umgeben ist, die Pfarrkirche S.Pietro und die eleganten klassizistischen Gebäude wie die von Gaetano Cima entworfene Villa Pitzalis und die Villa Asquer. In der Pfarrkirche San Pietro Apostolo ist das bekannte Retabel des Meisters von Castalsardo zu bewundern. Vom Ort aus werden Führungen im Park der Giara di Gesturi angeboten. Nicht zuletzt ist in Tuili der interessante Themenpark Sardegna in miniatura (Sardinien im Kleinformat) zu sehen