Der Berg Ortobene erhebt sich vor der Stadt Nuoro. Von dort erreicht man ihn leicht über die Viale Ciusa im Osten des Ortes. Das Relief aus Granit ist mit Türmen und Zinnen gespickt, die zum Teil eine ungewöhnliche Form haben und an Menschen oder Tiere erinnern. Es wird vom Rio Marreri im Norden und dem Cedrino im Süden, von den Tälern von Isporisile und Maria Fruenza im Westen und von den Tälern des Rio Lovuli und von Funtana 'e Lidone im Osten eingerahmt. Der Punkt mit der schönsten Aussicht ist sicherlich der Cuccuru Nigheddu, von dem aus der Blick vom Monte Albo bis zur Hochebene von Orune reicht. Auf dem Berg befindet sich die kleine Kirche Della Solitudine („der Einsamkeit'), die in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts anstelle einer älteren Kirche aus dem 17. Jahrhundert errichtet wurde. Die Schriftstellerin Grazia Deledda schätzte diesen Ort sehr, und ihre Aschenurne war hier von 1959 bis 2007 bestattet. Gewaltige Felsblöcke aus Granit, die mitunter von dichter mediterraner Macchia bedeckt sind, und Nadelgewächse aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts bilden die Szenerie, die man auf dem Weg nach oben auf einer bequemen Panoramastraße genießen kann. Zu den wichtigsten Parks zählt derjenige von Sedda Ortai, der sich in 740 ü. d. M. befindet. Zwischen Pinien und Steineichen gibt es einen Fahrradweg und eine Laufbahn für Rollschuhe. Interessant ist auch der Park von Farcana und Solotti unweit des Bistumshauses, das allgemein als Casa del Vescovo („Haus des Bischofs') bekannt ist, wo geistliche Tagungen und Exerzitien veranstaltet werden. Auf dem Gipfel befindet sich die Statue des Erlösers, die vom Bildhauer Vincenzo Jerace 1901 stammt und die das Zentrum des gleichnamigen Festes bildet, das von sardischer Folklore belebt wird.

Es gibt Rastplätze mit Tischen und Stühlen für die Besucher.