Einige Kilometer von Oliena entfernt liegt am Hang des Supramonte und am rechten Ufer des Cedrino, die Karstquelle Su Gologone. Hier entspringt das an Spurenelementen reiche und glasklare Wasser, das sich im Laufe der Jahre seinen Weg durch die Bergfelsen geebnet hat. Die Besucher stehen hier einem einzigartigen Naturerlebnis gegenüber: gewaltige Wassermassen tosen aus einer breiten und vielgestaltigen Kalkschlucht und werden bei Hochwasser zu einem reißenden Strom, der nach einer kurzen Wegstrecke in den Cedrino mündet, für den er im Sommer die einzige Wasserzufuhr darstellt. Diese im Sommer angenehm frische, im Winter reißende und eisige Quelle (mit einer durchschnittliche Wassermenge von 300 Liter pro Sekunde, die Größte auf ganz Sardiniens) liegt inmitten eines grünen und angenehm kühlen Eukalyptuswäldchens, in dem man im Schutz vor der Hitze picknicken kann.

Zur Erkundung der tiefen unterirdischen Grotten, die seit Jahren unter Wasser stehen, stiegen Gruppen von Höhlenforschern jedes Mal tiefer in das ständig unter Wasser stehende Innere hinab. Der berühmteste Abstieg ist der des Franzosen Olivier Isler, der eine Rekordtiefe von 108 m erreichte, ohne jedoch auf Grund zu stoßen. Nicht weit von der Gegend von Su Gologone befindet sich die herrliche Villa Lanaittu, die 1993 zusammen mit dem gesamten Supramonte von der Gemeinde Oliena in den Besitz der Staatlichen Forstbehörde überging.