Eines der charakteristischsten Bauwerke im Dorf ist die Pfarrkirche Sant'Andrea Apostolo mit einem schönen, gotisch-aragonischen Glockenturm, der als Torre Pisana bekannt ist. Im Innern sind Werke der Meister Delitala und Dessì. Schöne Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert sind in der Kirche del Rosario. Hauptanziehungspunkt des Dorfes ist ohne Zweifel das Museo Nivola mit einer Ausstellung von Werken des großen Künstlers aus Orani. Das Museum befindet sich am alten Waschplatz des Dorfes. Neben dem Dorf erhebt sich der eindrucksvolle Berg Gonara mit dem Wallfahrtsort Madonna di Gonare auf dem Gipfel. Die Madonna von Gonare gehört zu den bekanntesten und meist verehrten Sardiniens.

Man erzählt sich, dass Gonario, Richter aus Torres, sich auf Wallfahrt ins Heilige Land begeben habe und auf dem Rückweg nach Sardinien von einem Sturm überrascht worden sei. Da habe er der Jungfrau das Gelübde abgelegt, ihr einen Tempel an dem Streifen Land zu errichten, den er als ersten erblicken würde, wenn er dem Untergang entgehe. Das war eben der Berg von Gonare. Von der Wallfahrtskirche hat man einen herrlichen Ausblick. Zwei Veranstaltungen sind besonders bedeutend und popolär. Das traditionelle Fest der Madonna di Gonare, das zu drei verschiedenen Daten begangen wird, am 25. März, am letzten Sonntag im Mai und am 8. September.

Das Fest von Gonare wird in dem Roman Le vie del male von Grazia Deledda glanzvoll beschrieben. Der Berg Gonare ist außerdem Szenenbild für die große Modenschau, an der jedes Jahr die besten Stilisten der Insel teilnehmen. Im Oktober findet die Veranstaltung Cortes Apertas statt, bei der sich die alten Höfe und zahlreiche Kirchen öffnen, um das alte Handwerk und die Traditionen wieder zu entdecken. Man sieht die Maske von Orani Su Bundu und tanzt die balli degli antichi costumi (Tänze der alten Trachten).