Im Dorf befinden sich einige Kirchen von architektonischem Wert. Auf dem Hauptplatz im Zentrum des Dorfes sind die Pfarrkirche und die Kirche Madonna del Rosario. Die Pfarrkirche S. Maria degli Angeli stammt von 1548. Der Innenraum ist von hohen Spitzbögen in fünf Teile unterteilt. An den Seiten befinden sich jeweils vier Kapellen. Das ganze Gebäude ist aus lokalem Trachyt von rötlichem Rosa gebaut. Im Innern sind auch vier Tafeln des zerteilten Retabels von Bortigali, ein Werk des Meisters aus Ozieri und seiner Werkstatt. Aus dem 17. Jahrhundert stammen die Kirchen Madonna del Rosario, San Giuseppe und Santa Croce. Letztere wurde 1613 gebaut und an der ziemlich einfachen Fassade ist ein eher klassisches Portal mit dem Gründungsdatum am Sturz zu sehen.

Die Kirche S. Antonio ist in einer Grotte und bewahrt im Innern eine Holzstatue von S. Barnaba aus dem 13. Jahrhundert. Sehenswert sind im Dorf von Bortigali zahlreiche spätgotische Portale aus der Zeit der Herrschaft der Aragonier. Sie sind aus dem typischen lokalen Trachyt und schmücken die Wohnhäuser in den Hauptstraßen des Zentrums. Das wichtigste Fest ist wohl das Fest S. Maria Sauccu, das vom 7. bis 17. September bei der gleichnamigen Kirche auf dem Land stattfindet. Die Kirche ist von mehr als 50 muristenes umgeben, kleinen Häusern, die die Pilger und Gläubigen während des Festes aufnehmen. Die Anlage fällt eigentlich in das Territorium von Bolotana, in der Nähe von Badde 'e Salighes, gehört aber historisch zu Bortigali, deren Bewohner zu Fuß in einer langen Prozession hierher kommen. Der Ort liegt in 900 m Höhe mitten im Grünen. In der Umgebung des Dorfes gibt es weitere Attraktivitäten. Der Monte S. Padre bietet mit seinen 1030 m Höhe viele Naturschönheiten und man kann ihn auf zahlreichen Wanderwegen durchforsten. Beträchtlich ist die Zahl der historischen Zeugnisse in dieser doch sehr zentralen Gegend. Domus de janas (Höhlengräber) zeugen von Menschen schon in der Jungsteinzeit. Zahlreiche Nuraghen sind über das Gemeindegebiet verstreut.

Der best erhaltene ist der Nuraghe Orolo mit einem Hauptturm mit zwei übereinanderliegenden Räumen und zwei weiteren Bauten vom Typ tholos, die später an den Hauptbau angegliedert wurden. Mit Hilfe eines komplizierten Kanalsystems wurde das Wasser von einer nahen Quelle zum Nuraghen geleitet. Ein weiterer wichtiger Nuraghenkomplex ist Carrarzu Iddia mit einem Korridornuraghen, einem kleinen Dorf, einem tholos-Bau, einem Brunnen wahrscheinlich für Kultzwecke und schließlich nicht weit entfernt eine Grabstätte. Der Ortsteil Mulargia erinnert mit seinem Namen noch an die römische Molaria, die Poststation auf der Straße nach Turre Karalis. Früher war dieser Ort auch bekannt für die Herstellung von Mühlsteinen für Weizen und Salz, die noch heute in vielen Höfen zu sehen sind.