In den letzten Jahren zieht es immer mehr Touristen in das Dorf, die das herrliche Panorama von den umliegenden Bergen, die archäologischen Stätten und das traditionelle Handwerk schätzen. Domus de janas (Höhlengräber) in Su Ferrighesu e Muros und einige Nuraghen sind Zeugen einer sehr frühen Besiedelung des Gebietes. In einem kleinen Wald am Ortseingang und in der Nähe der Kirche San Michele hat man Gegenstände und Keramik aus dem Mittelalter gefunden.

Hauptanziehungspunkt dieses Dorfes ist die überwältigende Natur: Hohe Berge einzigartiger Schönheit, Gipfel, auf denen majestätische Vögel, wie Mäusebussard, Kolkraben und Habichte nisten, eine Berghütte und ein Park in Zuncos, wo man ruhige Stunden in dieser Traumlandschaft verbringen kann, Wanderwege für lange Spaziergänge in der frischen Luft. Bekannt ist auch das Handwerk, vor allem die Weberei. Hier werden Teppiche mit den warmen Farben des Nordens von Sardinien hergestellt und die Wolle wird noch nach antiken Traditionen zubereitet. Ein reichhaltiges Angebot kommt aus den Backstuben mit leckeren pirichittos, amarettos, pabassinas, sebadas, sospiros und casadinas und knusprigem Brot wie carasau und su zicchi. Zwischen April und Mai feiert Lei seine Heiligen.

Am 24. und 25. April findet das Fest des Schutzpatrons San Marco Evanglista statt. In einer Prozession wird die Heiligenstatue zur ihm geweihten Kirche auf dem Land geleitet. Bei dieser Gelegenheit segnet man auch das typische Brot (sa cogone 'e santu Marcu), das die Frauen im Dorf in verschiedensten Formen zubereiten und mit kleinen Blumen, Vögeln und Girlanden aus Brotteig verzieren. Mitte Mai zieht eine lange Schlange von Autos in die Berge, wo vor einer Nische, die Sant'Isidoro geweiht ist, eine Messe gefeiert und die Felder gesegnet werden.