Alghero
Alghero ist hinsichtlich der Einwohnerzahl (44.000) die fünftgrößte Stadt Sardiniens und erschließt dank des Flughafens von Fertilia den Zugang zur Insel. Sie ist auch aufgrund ihrer schönen Spazierwege an den Bastionen des Hafens, ihrer roten, zum Himmel emporragenden Dächer und der zauberhaften natürlichen Buchten am smaragdgrünen Meer ein besonders beliebtes Reiseziel. Ihre Küste ist ungefähr 90 km lang und trägt den Namen Korallenküste: hier lebt die größte Kolonie der erlesensten Korallen. Der berühmteste Strand ist Le Bombarde: kristallklares Wasser, sandiger, klarer Meeresgrund und beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern, junge Leute und Surfbegeisterte. Knapp einen Kilometer entfernt liegt Lazzaretto, zehn kleine Buchten mit hellem, feinen Sand. Etwas weiter weg, in der Bucht von Porto Conte, erstreckt sich der erholsame Strand von Mugoni, goldgelber Sand umspült von immer ruhigem, kristallklarem Meer, eine geschützte Oase des Friedens. Mitten in der Stadt hingegen liegt der traumhafte Lido di San Giovanni und etwas außerhalb des Ortsgebietes die von jahrhundertealten Wacholdersträuchern bedeckten Sanddünen von Maria Pia. Großteil der Küste ist durch das Meeresschutzgebiet Capo Caccia - Isola Piana geschützt, wo hunderte Schätze verborgen liegen, wie die Neptungrotte, die auf dem Landweg über die Escala del Cabirol und auf dem Meerweg mit den Schiffen vom Touristenhafen zu erreichen ist.
Der Naturpark von Porto Conte wird Sie mit seinen weiten Flächen mediterraner Macchia, sein üppiges Waldgebiet und die Calich Lagune bezaubern. Die Domus de Janas von Santu Perdu, die Nekropole von Anghelu Ruju und die Anlagen von Palmavera und Sant’Imbenia legen Zeugnis für die prähistorischen Wurzeln von Alghero ab, die bis in die Jungsteinzeit zurückreichen. Die Altstadt ist der reizvollste Teil der Stadt. Ein Labyrinth von Gässchen, das zu Plätzen mit lebendigem Treiben führt. Die gelben Stadtmauern und alten Häuser rufen die katalanischen Ursprünge der Stadt in Erinnerung. Ebenso auch die Sakralbauten: die Kathedrale Santa Maria (16.Jh.), die Kirchen del Carmelo (zweite Hälfte 17.Jh.) mit ihrem großen vergoldeten Retabel und San Michele mit der charakteristischen mit farbigen Steingutziegeln gedeckten Kuppel, und Sant’Anna (1735) im Spätrenaissancestil. Apropos Kultur, besuchen Sie die Casa Manno, ein Forschungszentrum mit einem reichen Bestand an Gemälden, Einrichtungsgegenständen, Büchern und Manuskripten. Alghero ist berühmt für seine Korallen, die in der handwerklichen lokalen Kunst mit Gold zu einem gelungenen künstlerischen Gesamtwerk verarbeitet werden. Absolut sehenswert ist das Korallenmuseum, in dem deren Geschichte und Formen illustriert werden. Das große Event des Jahres ist für Alghero der große Start des 100ten Giro d'Italia. Reizvoll ist auch der Jahreswechsel Cap d’Any de l’Alguer, der mit Vorstellungen in der Innenstadt gefeiert wird. Höhepunkt des Jahres ist die Karwoche, in der religiöse rituelle Feierlichkeiten nach spanischer Tradition begangen werden.
Montresta
Der kleine Ort Montresta liegt an einem Hang mit Korkeichenwäldern und Mittelmeermacchia, umgeben von Berggipfeln, und entstand im 18. Jahrhundert als Villa San Cristoforo, benannt nach einer kleinen Landkirche in der Nähe. Über ein Drittel des Gemeindegebiets ist waldbestanden. Einen besonderen Umweltwert besitzt die Silva Manna, die aus jahrhundertealten Korkeichen besteht. Das Gebiet war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt, wie zahlreiche Stätten nuraghischen und punischen Ursprungs belegen. Im Mittelalter gehörte das Suttamonte geheißene Dorf zum Verwaltungsbezirk der Planargia im Judikat Torres. Der eigentliche Ort entstand gegen 1750 in Folge eines Besiedlungsplans für das Gebiet: Griechisch-korsische Siedler wurden vom König von Sardinien Karl Emanuel III. eingeladen, sich in diesem Gebiet niederzulassen, um es zu bewirtschaften. Dem Experiment war indes kein Erfolg beschieden, und ein Großteil der Siedler zog wieder fort. Noch heute erinnern gewisse Elemente der lokalen Architektur und des traditionellen Handwerks, insbesondere die aus Affodill und Binsen geflochtenen Körbe, an die griechische Kunst. Später wurde Villa San Cristoforo in Montresta umbenannt, ein Ortsname, der das ganze Gebiet bezeichnete, in dem das Dorf lag. Er soll angeblich Kornberg bedeuten, denn der erste Teil des Namens steht für Berg (monte) und der zweite für Ähre, für die Granne (arista) des Korns.
Montresta hat dem Besucher Verschiedenes zu bieten: eine großartige Landschaft mit zahlreichen Wäldern, unter denen die Silva Manna mit ihren jahrhundertealten Korkeichen hervorragt. eine Geschichte, die unzählige Zeugnisse hinterlassen hat. ferner ein blühendes Kunsthandwerk, das an die griechische und an die sardische Tradition anknüpft. In der Nähe der Ortschaft findet man Siedlungsreste und Zeugnisse aus unterschiedlichen Epochen, darunter mehrere Höhlengräber (domus de janas), einige Nuraghen, z.B. den Nuraghen Badu de sa rughe, und den eckigen Turm, der Sa Turre oder Nuraghe Turre genannt wird und das einzige punische Zeugnis der Gegend darstellt. Vor allem letzterer ist sehr interessant. Es handelt sich um einen rechteckigen karthagischen Festungsbau, an dessen Basis Spuren von Mauerwerk sichtbar sind, das den Verteidigungsbau vervollständigte. Unter den Kirchen von Montresta sind die Kirche Sacro Cuore, die in den 60er Jahren auf den Ruinen eines mittelalterlichen Baues errichtet wurde, und vor allem San Cristoforo Martire zu erwähnen. Letztere ist eine kleine Landkirche, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts erbaut und ab 1750 von den griechisch-korsischen Priestern verwaltet wurde, die mit den neuen Siedlern ins Dorf gekommen waren. Den Namengebern dieser beiden Kirchen sind die wichtigsten Feste des Dorfes gewidmet. Am 28. April wird San Cristoforo mit einer religiösen Prozession, traditionellem Tanz und Gesang, Verkostung lokaler Erzeugnisse und Folkloreveranstaltungen gefeiert. Am zweiten Augustsonntag findet dagegen zur Feier des Sacro Cuore in der Örtlichkeit Su Casteddu, am Rand des Waldes S'Aspru das Schafsfest statt. Ein weiteres wichtiges Fest wird am 16. Januar zu Ehren von Sant'Antonio Abate mit dem kennzeichnenden, traditionellen Feuer begangen. Was das Handwerk anbelangt, ist Montresta für die Herstellung der typischen handgeflochtenen Körbe aus Affodill und Binsen und für die Herstellung von "bistoccu", dem typischen Brot der Gegend, bekannt.
Grottes de Neptune
Ein Ort, den man mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte, von bewundernswerter Schönheit und Faszination: Die Neptun-Grotten gehören zu den herrlichsten Meereshöhlen Italiens und zu den faszinierendsten Naturschauspielen des gesamten Mittelmeerraums. Ihre Bildung geht auf circa zwei Millionen Jahre zurück: im Inneren eröffnen sich dem Besucher beeindruckende Karstformen, ein strahlend weißer Sandstrand und ein riesiger unterirdischer See. Die coves de Neptú (Katalanisch) wurden von einem Fischer im 19. Jahrhundert entdeckt und wurden schon bald zu einer touristischen Attraktion. Sie erstrecken sich horizontal auf rund vier Kilometern auf einer Höhe mit dem Meeresspiegel. Sie liegen 24 Kilometer von Alghero entfernt und sind der ganze Stolz des Meeresschutzgebiets von Capo Caccia-Isola Piana, im Park von Porto Conte.
Den Eingang erreicht man über die Escala del cabirol (Katalanisch), die sogenannte „Rehtreppe“: 654 Stufen winden sich am westlichen Ausläufer der Landzunge von Capo Caccia bis zur Mündung. Bequemer erreicht man den Eingang über das Meer, täglich verkehren Boote vom Freizeithafen der katalanischen Stadt oder vom Steg der Cala Dragunara in Porto Conte, wobei man gleichzeitig in den Genuss der steil aus dem Meer ragenden Felswände kommt. Während der Fahrt werden Sie von den unzähligen herrlichen Ausblicken auf Riviera del Corallo begeistert sein.
Der Besucherundweg führt etwa einen Kilometer lang durch die Grotten. Der Eingang ist ein mit Pflanzenablagerungen bedeckter Durchgang voller Stalaktiten und Stalagmiten. Ein neun Meter langer Säulengang führt zum kristallklaren Salzwassersee La Marmora, der bis zu hundert Meter lang und bis zu neun Meter tief ist. Von hier aus erhascht man erste Blicke auf den herrlichen Sandstrand, der früher vollkommen mit Kies bedeckt war. In der Mitte erhebt sich das sogenannte Weihwasserbecken, ein monumentaler Stalagmit mit mehreren kleinen Becken an der Oberseite, die in der Nähe nistende Vögel als Tränke nutzen. Zwischen großen Kanälen und Kalkgirlanden erhebt sich am Boden des Sees ein besonders geformter Stalagmit, der sogenannte ‘Weihnachtsbaum’. Über einen kurzen, leicht absteigenden Pfad gelangt man zur Sala delle rovine, dann zur majestätischen Sala della Reggia, in der sich ein besonders beeindruckendes Schauspiel bietet: eine 18 m hohe Säule reicht bis zum Gewölbe und formt zwei spektakuläre Bögen, welche die Decke zu stützen scheinen. Weiter geht es durch die Sala Smith (bzw. Sala dell´Organo), die nach einem ihrer ersten Erforscher benannt wurde (20. Jahrhundert). In der Mitte des Saals steht die große Orgel, der größte Tropfstein der Höhle, der an Orgelpfeifen erinnert. Schließlich gelangt man zur Sala delle Trine e dei Merletti (Schnürsenkel- und Spitzen-Saal), den unzählige, fadenförmige Tropfsteine schmücken. Den Abschluss bildet der Besuch der Tribuna della Musica (Musik-Tribüne), ein Balkon, von dem aus man auf ‘Reggia’, See und Strand blickt.
Neben den rund 150.000 Besuchern jährlich zieht es auch zahlreiche Höhlenforscher in die Grotten, denen der Zugang zu den tieferen, geheimen Felsräumen vorbehalten ist. Auf sie warten der Lago dei Funghi und durch die Galleria Metrò gelangen sie zu einem riesigen Saal mit einem 70 m langen und über 50 m tiefen, halbmondförmigen See. Die Tropfsteinhöhle war auch Schauplatz für einen Kinofilm: 1978 wurde dort die ‘Insel der neuen Monster’ nach Erzählungen von Jules Verne verfilmt.
In den Felsen bei Capo Caccia, einem bei Kletterern und Tauchern gleichermaßen beliebten Ziel, findet man weitere, faszinierende Höhlen. In der Nähe befinden sich des Weiteren die Grotta dei Pizzi e Ricami sowie die bekannte, riesige Grotta Verde, auch Altarhöhle genannt. Ihre Felswände können nur von erfahrenen Höhlentauchern erforscht werden. Ein kleiner unterirdischer See taucht alles in ein grünes Licht. Die Räume waren früher trocken und wurden vom 6. Jahrtausend v. Chr. bis ins Mittelalter als Kult- und Begräbnisstätte genutzt. In Bezug auf das weitläufige Unterwasser-Karstsystem ist vor allem die Grotta di Nereo zu nennen, die größte Unterwasserhöhle Europas, die Schauplatz für unvergessliche Tauchgänge ist. Vor Capo Caccia liegt die Insel Foradada (Forata), deren Name von einem Tunnel stammt, der die Insel von einem Ende zum anderen durchzieht, die sogenannte Grotta dei Palombi.
Piscina Rei
Der Strand von Piscina Rei besticht durch den weißen, feinen Sand und die Felsen, die im Meer kleine natürliche Poolbecken bilden. Der sanft ins Meer abfallende Meeresgrund ist ideal für im Wasser spielende Kinder. Hinter dem Strand gibt es niedrige Sanddünen und einen Strandsee, der von Schilf eingerahmt wird.
Piscina Rei befindet sich in der Ortschaft Costa Rei auf dem Gebiet der Gemeinde Muravera. Man erreicht Piscina Rei entlang der Panoramastraße, wobei die Zugänge zu den Stränden jeweils ausgeschildert sind.
Der Strand verfügt über ein großes Dienstleistungsangebot: Es gibt einen behindertengerechten Zugang, einen kleinen Parkplatz, einen Campingplatz, Hotels, Cafés, Restaurants und Nachtlokale. Außerdem können Sonnenschirme, Liegen und Tretboote gemietet werden. Dieser stark den Winden ausgesetzte Strand ist ein Mekka für Surfer und auch bei Freunden der Unterwasserjagd, Tauchern und Schnorchlern sehr beliebt.
Nughedu San Nicolò
Ein Besuch in Nughedu, mit seinem zentralen Dorfplatz und den eleganten kleinen Häusern, die dem Ort seinen Charme verleihen, ist empfehlenswert. Interessant sind auch mehrere Gebäude am Ortseingang im Tal. sie wurden im Anschluss an einen Durchbruch in den Felsen gebaut, besitzen an ihrer Vorderseite Wände aus Steinquadern und wirken dadurch sehr eindrucksvoll. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit in Nughedu ist vermutlich die Nekropole, bekannt als Höhlengrab (domus de janas) von Sos Furrighesos. Diese Grabanlage gehört eigentlich zum Gemeindegebiet des benachbarten Ortes Anela.
Sie erstreckt sich auf einer weiten Fläche und besteht aus insgesamt 18 Gräbern, die zwischen dem Ende der Jungsteinzeit und dem ersten Abschnitt der Bronzezeit entstanden sind. Die meisten Gräber, oder domus zeichnen sich durch reiche Dekorationen an den Innenwänden aus, darunter sieht man Stier-Protomen als Reliefdarstellungen, sowie verschiedene Zeichnungen und Wandmalereien. Eines der Gräber besitzt auch ein kleines Eingangstor, das, ähnlich wie bei den Gigantengräbern, von einer Stele umgeben, doch direkt in den Stein gemeißelt ist. Anlässlich der Heiligenfeiern der Apostel Petrus und Paulus, die Ende Juni stattfinden, wird ein großes offenes Feuer entzündet.
Gleichzeitig findet das Fest der Sas Panafittas statt, einem „armen” Gericht mit Brot. Das Brot, die spianata (in den Dörfern werden z. T. unterschiedliche Brotsorten verwendet) wird in kleinen Stücken wenige Minuten lang in heiße Brühe (Schafs- oder Rinderbrühe) getaucht. anschließend lässt man das Brot abtropfen und serviert es mit einer Tomaten-Fleischsauce und frischem sowie mit Hartkäse.
Campionna
Campionna befindet sich in der gleichnamigen Ortschaft auf dem Gebiet der Gemeinde Teulada. Diese Art der Küste wird auch als "Ria" bezeichnet und ist von einer besonderen landschaftlichen Vielfalt gekennzeichnet, gelangt man hier doch von Abschnitten mit weißem Sand zu Abschnitten mit Klippen aus Tonstein und Granit. Der Strand von Campionna zeichnet sich durch Kies und Felsen aus. Der Name geht auf das kleine Inselchen zurück, das direkt vor dem Strand liegt und mit der typischen Macchia des Mittelmeerraums bedeckt und über das Meer zu erreichen ist. Der Strand verfügt über keine Serviceleistungen. Das Meer fällt schroff ab und aus diesem Grund ist der Strand bei Freunden der Unterwasserjagd sehr beliebt.
Der Strand ist über die panoramareiche Küstenstraße "Costa del Sud" erreichbar, auf der es zahlreiche Ausfahrten zu den verschiedenen Stränden der Gegend gibt. Zum Strand Campionna folgt man der Beschilderung.
Der Strand ist wenig besucht und bietet Ruhe und Entspannung. Er ist der ideale Ausgangsort für Tauchausflüge zur nahegelegenen gleichnamigen Insel, die nur wenige Kilometer vom Strand entfernt liegt.
Quartu Sant'Elena
Quartu Sant'Elena liegt in der Campidano-Ebene, am Fuße der imposanten Bergkette der Sette Fratelli und ganz in der Nähe der Salinen und des Molentargius-Teichs. Letzterer ist eine wahre Naturoase, die übrigens von der Europäischen Gemeinschaft geschützt wird, da man hier Kolonien von Flamingos bewundern kann, diesen Wasservögeln, die nur im Süden der Insel und in Frankreich nisten.
Die Küste, die in Poetto beginnt, besteht aus hohen Klippen, die das Meer überragen, und wunderschönen Stränden mit feinem weißen Sand oder kleinen Kieselsteinen wie Cala Regina, Is Mortorius und Mari Pintau, was wegen der wunderschönen Farben des kristallklaren Wassers "gemaltes Meer" bedeutet.
In der Stadt beherbergt die alte Basilika von Sant'Elena Imperatrice, der Schutzheiligen der Stadt, wunderschöne Fresken sowie eine Holzstatue der Heiligen, die am 13. September in einer Prozession getragen wird.
Außerdem ist das Casa Museo Sa Dom'e Farra (das Mehlhaus) ein für Campidano typisches Herrenhaus, in dem alte landwirtschaftliche Geräte ausgestellt sind. Im ethnografischen Museum der Stadt schließlich kann der Besucher in der Ausstellung mit dem Titel ' Il ciclo della vita ' (Der Lebenszyklus) ebenfalls Alltagsgegenstände aus vergangenen Zeiten betrachten, die mit den sardischen Traditionen verbunden sind.
Florinas
In der Nähe von Florinas bietet sich ein Besuch im Archäologie-Park an, wo viele archäologische Funde und Relikte aus unterschiedlichen Zeitepochen präsentiert werden: Nuraghen und Höhlengräber aus dem jüngeren Neolithikum und aus der Bronzezeit, römische Nekropolen aus der späten Kaiserzeit. Die beachtenswerten Funde sind vor allem für jene Besucher aufschlussreich, die sich für Archäologie interessieren.
Das historische Zentrum von Florinas ist sehr reizvoll und bietet die Gelegenheit, vier Kirchen zu besichtigen, die Kirchen Santa Maria dell'Assunta, die Kirche Santa Croce, die Kirche San Francesco und die Kirche San Rosario. Die Pfarrkirche der Assunta aus dem 18. Jahrhundert ist besonders sehenswert. von allen Sakralbauten hat sie vermutlich den ältesten Grundriss. In Florinas finden drei traditionelle religiöse Feiern statt. das Fest zu Ehren der Madonna di Pompei (im Mai), das Fest zu Ehren des Heiligen Antonius di Sant'Antonio (Juni) und das Fest zu Ehren des Heiligen Franz von Assisi (im Oktober).
Giave
Wie zahlreiche archäologische Fundstätten bezeugen, war diese Gegend schon zu Urzeiten von Menschen besiedelt. In der Nähe von Figuini und dem Riu Mulinu sind einige Höhlengräber, die sogenannten Domus de Janas, zu besichtigen. Die kleinen, in den Felsen gehauenen Zellen dienten als Grabstätten. An mehreren Orten liegen auch Reste von Nuraghenbauten, darunter die Nuraghen Oes, Cagules, Santu Ainzu, Badde Pedrosa, Figus, Silanos, Accas und Manigas.
In der Umgebung von Giave kann man einen Ausflug zum Felsen Rocca Pedra Mendarza machen. Er befindet sich in der Ebene, die im Nordosten Valle dei Nuraghi und im Südwesten Campu Giavesu heißt. Der Felsen Pedra Mendalza ist ein einzigartiges Beispiel für einen Vulkanstutzen einer Vukankette, der infolge von Erosionserscheinungen entstanden ist. Der vulkanische Monolith ist 100 m hoch und an seinen Hängen nisten Krähen und Habichte. Den vulkanischen Stutzen ist auch von der Ortschaft S.Giusta zwischen Semestene und Bonorva zu sehen.
Das Zentrum Giaves mit der Pfarrkirche Sant'Andrea ist sehenswert, das Ortsbild weist noch viele Züge eines mittelalterlichen Dorfes auf. Der Ort ist vor allem wegen seiner charakteristischen Steinhütten, der sogenannten pinnettas bekannt. auch heute noch werden sie von den Hirten als Unterstände genutzt. Sie haben einen runden Grundriss aus Trockenmauern, der an Nuraghenbauten erinnert und ein kegelförmiges Dach aus Zweigen oder Steinen.
Baccu Mandara
Ein Meer wie aus dem Bilderbuch, ein ausgestatteter und zugänglicher Strand, überraschende Landschaften rundherum. Der Strand von Baccu Mandara befindet sich am östlichen Rand der Küste von Geremeas, in dem Teil der Ortschaft, der zur Gemeinde Maracalagonis gehört. Es handelt sich um eine drei Kilometer lange Sandzunge, die teilweise von der Mündung eines Wildbachs unterbrochen wird, der vor allem im Winter seine Strömung verstärkt und wenige Schritte vom Ufer entfernt einen kleinen See bildet. Das kleine Gewässer trennt den Baccu Mandara vom Strand Marongiu und gleichzeitig das Gebiet von 'Mara' von dem von Quartu Sant'Elena. Auf der gegenüberliegenden Seite ist die Grenze jedoch eine kleine Landzunge, die den Strand mit einem felsigen Bogen abschließt.
Das Meer ist klar, mit himmlischen Farben und einem sandigen Meeresboden, der nach einigen Metern schnell abfällt. Der Sand ist hell und mittelgrob bis grobkörnig. Dahinter umgibt eine dichte Vegetation den gesamten Strand, aus dem auch einige kleine Dünen herausragen. Dank seiner besonderen Windausrichtung ist Baccu Mandara ein ideales Ziel für Segler, Wind- und Kitesurfer, während Schnorchler die Felsen am Fuße des Vorgebirges erkunden können. Der Strand bietet alle Serviceleistungen: Parkplätze, Erfrischungsmöglichkeiten, Verleih von Badeausrüstungen und Booten (Tretboote und Kanus), einen Bootslagerplatz und einen behindertengerechten Zugang. Während Sie sich am Strand entspannen, werden Sie vielleicht feststellen, dass Sie Gesellschaft haben: Entengruppen lassen sich oft im Teich an der Flussmündung nieder. Verlassen Sie den Ort nicht vor Sonnenuntergang, wenn die Sonne hinter dem Horizont untergeht und den Strand in ein fantastisches Farbenspiel taucht, das die Küste rosa und den Sand golden färbt. Eine weitere Überraschung erwartet Sie, wenn Sie die Steilküste um den Felsen auf der linken Seite herum passieren: Dahinter befindet sich eine "versteckte", sichelförmige Bucht, die vor dem Wind geschützt ist und einen flacheren Meeresgrund aufweist, in dem sich Sand mit kleinen und mittelgroßen Felsen abwechselt. Sie erreichen den Strand Baccu Mandara, indem Sie auf der Panoramastraße von Cagliari nach Villasimius fahren und die ausgeschilderte Ausfahrt nehmen. Die beiden vorangegangenen Abstecher führen zu den Stränden von Geremeas, die sich dieselbe Küstenlinie teilen, nämlich Kala 'e Moru und Marongiu. Der erste, von Felsen umgebene Strand besteht aus feinem, goldfarbenem Sand, Wasser mit wechselnden Farbtönen und einem flachen Meeresgrund; bei Marongiu wechseln sich weiße und goldene Körner ab, und das Meer nimmt hier Farbtöne zwischen Grün und Türkis an. In einem Dünenabschnitt des Strandes wurde 2006 zum ersten Mal auf Sardinien die Eiablage einer Unechten Karettschildkröte beobachtet.