Ein Besuch in Nughedu, mit seinem zentralen Dorfplatz und den eleganten kleinen Häusern, die dem Ort seinen Charme verleihen, ist empfehlenswert. Interessant sind auch mehrere Gebäude am Ortseingang im Tal. sie wurden im Anschluss an einen Durchbruch in den Felsen gebaut, besitzen an ihrer Vorderseite Wände aus Steinquadern und wirken dadurch sehr eindrucksvoll. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit in Nughedu ist vermutlich die Nekropole, bekannt als Höhlengrab (domus de janas) von Sos Furrighesos. Diese Grabanlage gehört eigentlich zum Gemeindegebiet des benachbarten Ortes Anela.

Sie erstreckt sich auf einer weiten Fläche und besteht aus insgesamt 18 Gräbern, die zwischen dem Ende der Jungsteinzeit und dem ersten Abschnitt der Bronzezeit entstanden sind. Die meisten Gräber, oder domus zeichnen sich durch reiche Dekorationen an den Innenwänden aus, darunter sieht man Stier-Protomen als Reliefdarstellungen, sowie verschiedene Zeichnungen und Wandmalereien. Eines der Gräber besitzt auch ein kleines Eingangstor, das, ähnlich wie bei den Gigantengräbern, von einer Stele umgeben, doch direkt in den Stein gemeißelt ist. Anlässlich der Heiligenfeiern der Apostel Petrus und Paulus, die Ende Juni stattfinden, wird ein großes offenes Feuer entzündet.

Gleichzeitig findet das Fest der Sas Panafittas statt, einem „armen” Gericht mit Brot. Das Brot, die spianata (in den Dörfern werden z. T. unterschiedliche Brotsorten verwendet) wird in kleinen Stücken wenige Minuten lang in heiße Brühe (Schafs- oder Rinderbrühe) getaucht. anschließend lässt man das Brot abtropfen und serviert es mit einer Tomaten-Fleischsauce und frischem sowie mit Hartkäse.