In der Nähe von Chiaramonti sieht man die Reste eines Schlosses, das einst der Familie Doria gehörte. Das Bauwerk war Teil einer Verteidigungslinie, die die Ligurer geschaffen hatten, um ihre Besitztümer in der Anglona zu verteidigen. Das Schloss beherrscht das gesamte Tal und man genießt von hier aus einen wunderschönen Blick über den Ort. An Tagen mit klarer Sicht sieht man sogar die Küste der benachbarten Insel Korsika. Chiaramonti ist aufgrund des beachtenswerten archäologischen Erbes ein bedeutender Anziehungspunkt für den Fremdenverkehr.

Zahlreiche Nuraghen, Höhlengräber oder domus de janas sowie Felsengräber bieten sich zur Besichtigung an. Zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten gehören auch die Dorfkirchen, darunter die Kirche del Carmelo aus dem 16. Jahrhundert, die mitten im alten Teil des Ortes steht. In ihrem Inneren befinden sich ein großer Holzaltar und ein Gemälde aus dem 18. Jahrhundert. In der Pfarrkirche San Matteo, die 1888 erbaut wurde, ist ein Gemälde aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert, das Santa Lucia darstellt. Sehenswert ist auch die Kirche Santa Maria Maddalena. Das Dorf ist auch einen Abstecher wert, weil man hier viele traditionelle handwerkliche Erzeugnisse erwerben kann.

Zu den bekanntesten Handarbeiten gehören Teppiche, die nach einer besondere Verarbeitungstechnik, a pipiones, d.h. mit eingewebten Reliefs, aus sardischer Schafswolle hergestellt werden. Zu den lokalen Feiern gehören im Juli das Heiligenfest der Santa Maria Maddalena sowie im August das Fest der Madonna della Strada. Am 16. und 17. September feiert man den Heiligen Matthäus. an den beiden Tagen finden verschiedene religiöse und kulturelle Veranstaltungen zu Ehren des Dorfpatrons statt, bei denen sich folkloristische Darbietungen wie Tänze und Musikvorführungen mit der Degustation typischer lokaler Erzeugnisse aus Küche und Weinkeller abwechseln.