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Monte Albo

Wenn man auf der Bundesstraße 131 von Nuoro nach Olbia fährt, beeindrucken deren weiße Pracht und steilen Felsen. Der Berg Albo, dessen Namen auf die helle Farbe des Kalkgesteins zurückgeht, ist ein langgestreckter, etwa zwanzig Kilometer langer Bergrücken, der die Baronìe beherrscht. Das Massiv, das hauptsächlich zu den Gebieten von Lula und Siniscola und teilweise zu denen von Galtellì, Irgoli, Loculi und Lodè gehört, ist so reich an Schluchten und Grotten, senkrechten Wänden und tiefen Abgründen, dass es den Beinamen „sardischer Dolomit“ verdient hat. Seine Höhlen wurden oft als Unterschlupf genutzt. In der Höhle von Bona Fraule, die in der Antike vielleicht als Kultstätte diente, wurden Schwerte und Eisendolche entdeckt. Viele der Gipfel der Kalksteinbastion sind höher als 1.000 m: Die höchsten sind Punta Turuddò und Punta Catirina, wo sich die 200 m lange Höhle Janna Manna befindet. Die beiden „Zwillingsgipfel“ liegen einander gegenüber und sind beide 1127 m hoch. Zwischen ihnen liegt das Schluckloch von Sa Tumba 'e Nurai.

Der Berg verfügt über gut markierte Wanderwege: Entlang der Bergkämme und über die Pässe bieten sich eindrucksvolle Aussichten. Es gibt nur wenige Waldstücke und überall mediterrane Macchia sowie endemische Pflanzen. Nicht umsonst hat die Botanische Gesellschaft den Monte Albo als Ort von nationaler Bedeutung eingestuft. Die raue Landschaft ist stark bewohnt: Hier kann man Wildschweine und Mufflons auf den Felsen oder Marder und Wildkatzen erspähen, die über jahrhundertealte Kiefern klettern. Über den verschneiten Gipfeln fliegen Steinadler, Habichte, Kolkraben und Alpenkrähen. Im nördlichen Teil, dort wo die Vegetation lichter wird, tauchen Felsen auf. Sie muten wie eine „Mondlandschaft“ an, vor allem die besonders weiße Punta sos Aspros. Ringsum tauchen Granitfelsen und kleine Basaltplateaus, die so genannten Gollei auf.

Mindestens seit dem Neolithikum ist der Berg von Menschen bewohnt, wie die Domu de Janas con Mannue Gruris belegt. Auf den Gipfeln gibt es zahlreiche nuragische Zeugnisse, wie z. B. Littu Ertiches. Aus der römischen Zeit ist eine kleine Bronzestatue des Gottes Äskulap erhalten. An den Wegen finden sich auch Spuren, die der Mensch in jüngerer Zeit hinterlassen hat, vor allem die Stein- und Holzhütten Pinnettos, die jahrhundertelang Behausungen der Hirten waren.

Stintino

Vom äußersten nord-westlichen Zipfel Sardiniens aus erstreckt sich Stintino in Richtung Asinara Nationalpark. Unmittelbar an der Nahtstelle entfaltet der Ort seine Meisterwerk, La Pelosa: kristallklares, Dutzende Meter weit seichtes Wasser, strahlend weißer, feinster Sand, strahlendes, ruhiges Meer in sämtlichen Blautönen. Neben der großen Schwester liegt der kleinere Pelosetta Strand, dessen Abschluss eine Insel mit einem hoch empor ragenden Aragonenturm (1578) bildet, der zugleich auch das Wahrzeichen der Pelosa darstellt. Von einer ‘Terrasse’ über dem ‘tropischen’ Strand eröffnet sich in 200 Metern Höhe ein einmaliges Panorama auf die Insel Piana und den unberührten, wilden Asinara Nationalpark: Stintino ist die nächstgelegene Bootsanlegestelle.

Die Stintino Gegend ist ein Landstreifen zwischen zwei Meeren. Im Westen das suggestive ‘äußere Meer’, mit hoher, zerklüfteter Küste sowie kleinen Sand- und Kiesbuchten: sie erstreckt sich vom unberührten Capo Falcone, an dem der höchste spanische Turm der Nurra steht und über dem Wander- und Königsfalken kreisen, über die Valle della Luna und Coscia di donna bis zur Cala del Vapore. Im Osten, innerhalb des Golfs, das ‘innere Meer: flache, geschützt liegende Küste, die sich vom Pelosa Strand über Ancora und die Klippen von Punta Negra bis hin zu den runden, weißen Kieseln von Le Saline und Ezzi Mannu erstreckt. Inmitten einer Naturoase mit Seen (Cesaraccio, Pilo), wo der rote Fischreiher, der Silberreiher sowie der Eisvogel beheimatet sind.

Ursprünglich war ein Fischerdorf, ähnlich wie Cala dOliva an der Asinara, das 1885 von den 45 ligurischen Familien gegründet wurde, als das Königreich Italien auf der Insel Lazarett und Strafkolonie ansiedelte und die Einwohner „umgesiedelt“ wurden. Das 1988 zur Gemeinde ernannte Dorf liegt an einer Landzunge zwischen zwei Buchten - isthintìni bedeutet ‘intestini’ (Eingeweide) - dem alten und dem neuen Hafen. Hier liegen unzählige Holzboote, sogenannte gozzi mit lateinischem Segel, deren ‘Hauptstadt’ Stintino ist. Seit 1983 wird hier eine berühmte Regatta ausgetragen. Die Geschichte des Ortes ist eng verknüpft mit der Fischerei und der Verarbeitung von Thunfisch: lebendig wird diese Geschichte im Museo delle Tonnare in der Thunfischfangstation ‘Saline’, die bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts in Betrieb war. Was früher die wirtschaftliche Lebensgrundlage des Ortes bildete, erzählt seit 2016 den modus vivendi von Stintino bei einem Rundgang durch Kammern (die auch die Thunfischnetze bilden), in denen es Geräte und Bilder im Original zu entdecken gibt. Nach dem Thunfischfang jetzt der Tourismus. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Ort beliebtes Ziel illustrer Familien aus Sassari wie Berlinguer und Segni. In den Sechziger Jahren stellte sich dann ein regelrechter Boom ein, in Zuge dessen an der Küste unzählige Touristenunterkünfte und Hotels entstanden. Zählt der Ort im Winter 1600 Einwohner, wird er im Sommer von Zehntausenden Touristen bevölkert. Fisch bildet die Basis der kulinarischen Tradition: Tintenfisch in Knoblauch und alla stintinese, Langustensuppe, Bottarga di Tonno (Thunfischrogen), Meeresfrüchte und fangfrischer Fisch werden überall in den Restaurants der kleinen Gassen des Orts zubereitet.

Burg von Burgos

Dutzende von Festungen wurden von den Richtern, den Pisanern, den Genuesen, den Aragoniern, den Malaspina und den Doria zur Verteidigung ihrer Herrschaftsgebiete auf der Insel errichtet, doch die Burg von Burgos hat das reichste Angebot an Geschichte und Legenden zu bieten. Ihr Name geht auf das hübsche Dorf, das sich an ihrem Fuße erhebt, zurück, aber sie ist auch als Burg von Goceano bekannt, dem historischen Gebiet, das die Festung aus einer Höhe von 650 Metern überragt. Auf einem Felsen an den Hängen des Monte Rasu, komplett abgeschieden und weithin sichtbar, praktisch uneinnehmbar, beherrschte sie einst das Gebiet und strahlt auch heute noch den Reiz aus, der mit dem Mittelalter Sardiniens, dem Hofleben, den Schlachten, den Mördern und Verrätern, den Adligen und Herrschern, den bezaubernden Frauen und den skrupellosen Banditen verbunden ist.

Das majestätische Bauwerk wurde um 1134 auf Wunsch von Gonario I. von Torres errichtet. Es besteht aus einer dreifachen U-förmigen Mauer aus Granit- und Steinblöcken, die mit Ziegeln bedeckt und mit Mörtel verdichtet wurden. In der Mitte des Hofes erhebt sich der zweistöckige, quadratische, massive Hauptturm mit einer Höhe von 16 Metern. Er weist weder Zinnen noch Kraggesimse auf. Im Hof befindet sich der Eingang zu einer unterirdischen Kammer, einer großen, verputzten Regenwasserzisterne mit Tonnengewölbe. Nördlich des Turms sind die Überreste einer Reihe von Räumen zu sehen, wahrscheinlich Räume für Truppen und Bedienstete.

Die Burg galt stets als eines der am besten geschützten Herrenhäuser. Sie war so sicher, dass 1194, während der Rivalitäten zwischen den Richtern Guglielmo von Cagliari und Costantino von Torres, letzterer dort seine Frau Prunisenda unterbrachte und ihr nur eine kleine Armee als Garnison überließ. Guglielmo überraschte mit einem Großteil seiner Kavallerie die spärlichen Truppen in der Nähe der Thermen von Benetutti und griff sie an. Er nahm die Burg ein und die Königin gefangen, die er vergewaltigte und in eine andere Festung brachte, wo sie starb. Alten Erzählungen zufolge streift Wilhelms Seele nachts in den Ruinen der Festung umher, die von Vogelschwärmen verfolgt wird und die Königin um Vergebung bittet. Im Jahr 1233 war die Festung Schauplatz eines weiteren Verbrechens. Dorthin hatte sich Barisone von Torres zurückgezogen, den Ubaldo Visconti, der das Judikat begehrte, durch Meuchelmörder töten ließ. Seine Witwe Adelasia, eine Frau von seltener Schönheit, heiratete Enzo, Sohn von Kaiser Friedrich II, um den Titel des Königs von Sardinien zu erhalten. Adelasia, die von ihrem neuen Ehemann, der in Gefangenschaft geraten war, verlassen wurde, zog sich freiwillig in die Burg zurück, wo sie 1259 starb. Sie war die letzte Richterin von Torres, und es wird erzählt, dass sie in mondhellen Nächten auf den Türmen umherstreift und die Ländereien bewundert, die sie auf ihrem Pferd, gemeinsam mit Ubaldo, durchstreift.

Die letzte Geschichte geht auf das Jahr 1478 zurück: Antaldo d'Alagon und der Vicomte von Sanluri suchten dort zweimal Zuflucht, zuerst nach der Niederlage in der Schlacht von Mores, dann nach der noch schwereren Niederlage bei Macomer. Bevor sie sich vollständig ergaben, widerstanden sie der aragonesischen Belagerung in der Festung über ein Jahr lang. Bald darauf wurde die Burg aufgegeben, und obwohl sie 1516 noch als gut erhalten beschrieben wurde, holte sie der Zahn der Zeit ein: 1901 ist in den Quellen die Rede von einer Ruine. Heute, wenn sich in der Morgen- und Abenddämmerung ein goldener Staubschleier um die Mauern legt, werden Ruhm und Legenden wieder lebendig.

 

Pozzomaggiore

Ein Besuch im Pferdemuseum (museo del cavallo) ist empfehlenswert. In der Umgebung des Ortes befinden sich auch zahlreiche prähistorische Fundstätten und Relikte, darunter Menhire, Dolmen und Höhlengräber (domus de Janas), von denen manche eine Zelle, andere wiederum komplexere Strukturen aufweisen, wie die Grabanlage Sa 'Olta 'e sa Ide, die aus ingesamt 14 Gräbern besteht. In der Nähe des Ortes kann man auch einige Höhlensiedlungen in Grotten besichtigen, wie in den Grotten Su Guanu und Sa Rocca Boida.

Der alte Ortsteil von Pozzomaggiore ist wegen seiner typischen Gebäude aus einfachem Baumaterial von kunsthistorischem Interesse und ebenfalls einen Abstecher wert. Anlässlich des Festes der Madonna della Salute, das in der letzten Septemberwoche gefeiert wird, finden zahlreiche religiöse und kulturelle Veranstaltungen statt. Am 6. und 7. Juli veranstalten die Einwohner von Pozzomaggiore ein Pferderennen, die Ardia. Das Fest wird bei der Kirche auf dem Land organisiert. sie wurde 1923 zu Ehren von San Costantino Imperatore etwas außerhalb des Ortes erbaut. Bei dem Fest treffen sich christliche und heidnische Riten, und während des Pferderennens stellen die Teilnehmer bei gewagten Vorführungen zu Pferde ihren Mut und ihre großen Fähigkeiten als Reiter unter Beweis.

Sorso

Das Dorf liegt nur wenige Minuten vom Meer entfernt. Die Küste ist sandig mit vielen Dünen und einer dichten Vegetation aus Pinien, Wacholder und Zwergpalmen. Hier befindet sich auch der Teich von Platamona, der von zahlreichen Vogelarten besucht wird. Der Jachthafen von Sorso mit seinen langen weißen Stränden ist sehr beliebt. Sorso hat antike Ursprünge: In der Jungsteinzeit und in der Nuraghenzeit war das Gebiet sicherlich bewohnt, wie die vielen wichtigen archäologischen Stätten belegen, zu denen die Ruinen mehrerer Nuraghen und der heilige Brunnen von Serra Niedda gehören. Die römische Villa Santa Filiddiga, die nahe am Meer liegt, war auch in der vandalischen und byzantinischen Zeit bewohnt. Während der Zeit der Judicats gehörte das Dorf zum Judicat de Torres. Das Zentrum von Sorso hat einen mittelalterlichen Grundriss. Es wird Bicocca genannt und besteht aus Hofhäusern mit einfacher Architektur, die aus Kalkstein aus den örtlichen Steinbrüchen erbaut wurden. Am Ende der Hauptstraße, dem Corso Vittorio Emanuele, befindet sich die Pfarrkirche San Pantaleo, die nach dem Schutzpatron des Dorfes benannt ist und 1836 erbaut wurde.

Ein besonderes Kennzeichen Sorsos ist die lokale Sprache. Die Einwohner des Ortes sprechen nämlich im Gegensatz zu anderen Ortschaften in der Umgebung einen eigenen Dialekt, dessen Struktur vom Logudoresischen abstammt und mit nicht-sardischen Elementen und korsischen Einflüssen vermischt ist. Es handelt sich um eine Mischung aus Sardisch mit toskanischem sowie Genueser Dialekt. Unter den lokalen Erzeugnissen gibt es zahlreiche Spezialitäten und besondere Weine, vom Vermentino bis zum Moscato, aber auch Olivenöle und traditionelles süßes Gebäck wie Papassini und Li cozzuli di Saba. In Sorso wurde der bekannte Schriftsteller Salvatore Farina geboren, der zu den Mitbegründern der überregionalen italienischen Tageszeitung 'il Corriere della Sera' gehörte.

Dualchi

Dichte Wälder und grüne Wege auf dem Land bieten dem Besucher eine angenehme Ruhe mitten in der Natur mit warmen, eindrucksvollen Farben. Zwischen den weiten Tälern kann man verschiedene archäologische Stätten besichtigen. Sehenswert sind der Nuraghe Ponte, einer der wichtigsten wegen seiner Bautechnik, und der Nuraghe Cubas.

Aus kunsthistorischer Sicht sind mehrere Kirchen im Gebiet von Dualchi intertessant: die Kirche Beata Vergine d'Itria aus dem 15. Jahrhundert, die Pfarrkirche San Leonardo Abate aus dem 16. Jahrhundert, die auf den Ruinen einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert steht, die Kirche Sant'Antonio Abate aus dem 16. Jahrhundert und die Kirche San Pietro Apostolo im gotisch-aragonischem Stil aus dem 16. Jahrundert etwas außerhalb des Dorfes mit einer schönen Rosette und den cumbessias, den alten Unterkünften für die Pilger. Verschiedene Veranstaltungen im Dorf ziehen zahlreiche Touristen an und wecken bei den Bewohnern ein starkes Gefühl der Identität und Zugehörigkeit.

Am zweiten Samstag im September findet das Fest dieser stacheligen aber leckeren Frucht statt und man kann Gebäck, das mit der Kaktusfrucht zubereitet wird, kosten. Im November wird die Veranstaltung Dualchi Produce organisiert, wo lokale Erzeugnisse ausgestellt und zum Probieren angeboten werden.

Isola dei Gabbiani (Isuledda)

Der Strand befindet sich in der Ortschaft Porto Puddu und zählt zur Gemeinde Palau. Der Sand ist recht grob und cremefarben. Eine lange Sandzunge, die etwa 50 Meter breit ist und von der Mündung des Flusses Liscia gebildet wurde, verbindet die Isola dei Gabbiani (auch Isuledda genannt) mit dem Festland. Direkt vor dem Strand hat man einen wundervollen Blick auf die kleine Insel Cavalli und in der Ferne auf die Inseln Spargi, Spargiotto und Budelli sowie auf die korsische Küste. Dieser Strand wird auf der einen Seite eingerahmt vom Strand Arenaria, am Ende des Strands Liscia und auf der anderen Seite von Porto Puddu. Der Strand ist goldfarben und wird von einem türkisfarbenen, kristallklaren Meer eingerahmt.

Dieser Strand ist fast das ganze Jahr über dem Wind ausgesetzt. Der Strand der Isola dei Gabbiani ist deshalb der ideale Ort für Windsurfer: Anfänger aber auch Profis kommen hier voll auf ihre Kosten, da es sowohl ruhigere Abschnitte im Westen als auch sehr windreiche Gebiete im Osten gibt. Neben dem Segelsport ist dieser Ort auch bei Freunden des Fun-Boards und des Kitesurfens sehr beliebt und er zieht Sportler aus zahlreichen Ortschaften Europas an. Der sanft abfallende, nicht sehr tiefe Meeresgrund und die besonderen Merkmale dieses Strands führen dazu, dass er besonders für spielende Kinder geeignet ist. Es bestehen ein weitläufiger Parkplatz, der auch für Wohnmobile geeignet ist sowie ein Campingplatz. Außerdem gibt es behindertengerechte Einrichtungen. Man findet hier Cafés und Restaurants und kann Sonnenschirme, Liegen, Tretboote und Boote mieten. Der abwechslungsreiche und interessante Meeresgrund ist ideal für Taucher und Schnorchler.

Forest'Anela

In den Gemeinden Anela, Bono und Bultei liegt der Forest'Anela, der 1886 durch einen königlichen Erlass eingerichtet und im Lauf der Jahre vergrößert wurde. Sein höchster Punkt ist die Punta Masiedda (1158 m), während der größte Teil des Gebietes sich über eine weite Hochebene in 1000 Metern Höhe erstreckt. dort entspringen die meisten Wasserläufe, die dann die wichtigsten Zuflüsse der Flüsse Coghinas und Tirso bilden. Fast das gesamte Gebiet ist von dichtem Steineichenwald bedeckt, in dem man hie und da auch auf Stechpalmen stößt. auf einigen aufgeforsteten Waldparzellen stehen Bäume, die nicht zur einheimischen Flora zählen, wie Buche, Kastanie, Atlaszeder, Schwarzkiefer und Tanne, die hier auf Sardinien ein Stück Apenninenwald schaffen. Besonders mächtig sind die Zedern auf den Wiesen um die Ortschaft Masiemmera, die im Frühling von tausendfarbigen Blumen übersäht sind.

Forest'Anela erreicht man über die Provinzstraße 36 Ozieri . Nughedu . Bultei oder die Provinzstraße 45 Ittireddu . Bono. man erreicht eine Holzhütte, bei der man auf eine gepflasterte Straße abbiegt, die zu der Forstmeisterei führt.

Bonnanaro

Das Dorf bietet wichtige touristische Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler, darunter Nuraghen und Kirchen. Ein Abstecher nach Bonnanaro lohnt sich auch wegen der lokalen Feste und religiösen Feiern. Das Hypogäum Corona Moltana, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts freigelegt wurde, ist sehenswert. Es liegt auf einem Felsabschnitt am Fuße des Hochplateaus in der Nähe der Nationalstraße SS 131. Hier wurde wichtiges Material entdeckt, das später auch in anderen Grabanlagen auf Sardinien gefunden wurde. Aufgrund der Besonderheiten der Tongefäße, des Baustils und der Art , wie die Verstorbenen bestattet wurden, wurde diese Kultur als Bonnanaro-Kultur bezeichnet und in die Altbronzezeit (zwischen 1800 und 1600 v. Chr.) datiert. Zur Fundstätte Corona Moltana gehören insgesamt fünf unterirdische Grabräume mit je zwei Grabzellen, die teilweise miteinander verbunden waren. Im Inneren der Gräber wurden neben zahlreichen Keramikresten und Grabbeigaben auch Teile menschlicher Skelette gefunden, die heute im Museum Sanna in Sassari ausgestellt sind.

Im Gemeindegebiet stehen Reste mehrerer Nuraghenbauten, darunter Maria Deriu, Penternu, Faeddas, Nieddu und Ziu Marras. Ebenfalls empfehlenswert ist die Besichtigung der verschiedenen Kirchen, die sich im Ort und in der Umgebung befinden. In der Pfarrkirche San Giorgio, die zu Beginn des 16. Jahrhundert erbaut und im 19. Jahrhundert im neoklassischen Stil restauriert wurde, werden wertvolle Kunstgegenstände aufbewahrt. am Eingang befinden sich Gemälde der Madonna del Carmelo, sowie der Heiligen Sant'Antonio und San Gregorio Magno. im Presbyterium steht eine Statue von San Giorgio auf einem Pferd. In der westlichen Umgebung von Bonnanaro, am Fuße des Monte Pelao, gelangt man über einen kleinen Mautierpfad zur Kirche Santa Maria. Das einschiffige Gebäude stammt aus dem Jahre 1682 und ist ein Rohziegelbau, den ein Portal mit Tympanon mit dem eingemeißelten Baudatum der Kirche kennzeichnet. Etwas außerhalb des Ortszentrums befindet sich auf dem Monte Arana der Wallfahrtsort der Madonna delle Grazie. Das Gebäude gehörte den adligen Familien und wurde in den 1960er Jahren umgebaut. das Dach mit seinen Originalbalken aus Wacholderholz blieb erhalten. Vom Heiligtum aus hat man einen traumhaften und ausdehnten Blick über den gesamten Meilogu und den Logudoro. Rings um das Gebäude stehen die Pilgerunterkünfte, die sos muristenes.

Hier können die Gläubigen während der Novene wohnen, die vor Beginn des Festes der Madonna am 8. September stattfindet. Eines der wichtigsten Feste in Bonnanaro ist das Kirschen-Fest (Sagra delle ciliegie), das am zweiten Junisonntag stattfindet und der heimischen Kirschsorte gewidmet ist. Im Programm der Veranstaltung gibt es neben Dialekt-Wettbewerben mit bedeutenden Dichtern auch Stände mit Kirschen, Wein, süßen Leckereien und lokalen Speisen.

Lodè

Wenn man in Lodè ankommt, hat man ein spektakuläres Panorma vor sich: die Gipfel des Monte Albo mit seinen blauen rauen Kalkwänden, die von einer reichen vielfältigen Vegetation bedeckt sind, unter der sich für Trekking-Liebhaber Wege ausbreiten, die durch einzigartige Landschaften führen. Eine dieser Wanderungen führt zu Punta Cupetti, wo man über den gesamten Bergrücken und die karstige Hochebene S'Ena 'e Cupetti dominiert.

Ein wunderbares, fast unberührtes Gebiet, wo sich hohe Klippen, Felsvorsprünge, Grotten und Schluchten mit einer duftenden, üppigen Macchia und Wäldern mit Steineichen und roten Baumerdbeeren vereinen. Hier leben noch die Alpendohlen, ein seltener Rabenvogel mit leuchtend roten Beinen und Schnabel, und der Molch des Monte Albo In der Altstadt von Lodè ist die Pfarrkirche Sant'Antonio da Padova aus neuerer Zeit. Im Innern befindet sich ein schöner Altar von 1850, ein Weihwasserbecken von 1667 und ein spanisches Kreuz aus dem 17. Jahrhundert, das aus einem einzigen Stück Nussbaumholz geschnitzt ist. Hier befinden sich auch die Kirchen della Purissima und del Rimedio, die vor dem 18. Jahrhundert erbaut wurden.

Eine weitere interessante Kirche, die ursprünglich auf dem Land war, heute aber im Dorf steht, ist San Giovanni Battista aus dem Mittelalter. Wahrscheinlich wurde sie von dem Orden der Ospedalieri di San Giovanni di Dio aus Barcellona errichtet. Auf dem Gebiet von Lodè liegen auch zahlreiche archäologische Bauwerke, Zeugnis dafür, dass hier schon sehr früh Menschen verkehrten. Sehr interessant ist der Nuraghe Sa Mela, auf dem Monte Parma, den A. Taramelli 1933 als „den besten Nuraghen der Gemeindeチh bezeichnet. Von diesem Nuraghen ist heute leider nur noch ein Raum übrig, in dem man aber noch die Perfektion der Tholos-Bedeckung bewundern kann. Hier befinden sich auch einige, leider sehr beschädigte tombe dei giganti (Felsengräber) und mehrere domus de janas (Höhlengräber), die im Dorf sas calas 'e sos naneddos (kleine Grotten der Zwerge) genannt werden. Im Westen der Dorfes liegen die Grundmauern der antiken Dörfer Sos Lothos, Oriannele und Thilameddu.

Seit einigen Jahren lassen die jungen Leute im Dorf den antiken Karneval von Lodè mit den eleganten masceras nettas (reinen Masken) wieder erstehen. Das besondere dieser Masken ist, dass sie nur von Männern getragen werden können, auch wenn es sich in Wirklichkeit um halb männliche, halb weibliche Masken handelte. Zu dieser Maske gehören sa camisa, sas calzas biancas und sa berritta (das Hemd, die weißen Strümpfe und die Kopfbedeckung) der traditionellen männlichen Tracht und su curitu, su zacru und su muccatore (das Korsett und das Kopftuch) der weiblichen. Sas mascheras nettas (die reinen Masken) gingen von den marrazzaju (Klingeln der Kuhglocken) begleitet paarweise durch das Dorf. Ihr Ziel war es die Mädchen in den Straßen festzuhalten, die sich nur wieder befreien konnten, wenn sie ihnen Wein und Gebäck anboten. Weitere wichtige Fest sind San Giuseppe am 19. März, Sant'Antonio da Padova vom 13. bis 16. Juni, San Giovanni Battista am 24. Juni (zur Erinnerung an die mythischen caddos irdes (grünen Pferde), die zu dem Pferderennen zu Ehren des Heilige ins Dorf kamen), Sant'Anna vom 26. bis 29. Juli mit einem Mahl für alle Teilnehmer und Santa Lucia am ersten Sonntag im September.