Die Pfarrkirche San Giovanni Battista wurde in der Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einem bereits bestehenden Gebäude (wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert) völlig neu erbaut. Im Innern befindet sich ein wahrscheinlich mittelalterliches Kreuz, das vermutlich aus Silisé stammt, und eine künstlerisch wertvolle Monstranz aus dem 17. Jahrhundert, die dem Meister Antioco Canavera aus Cagliari zugeschrieben wird. In der Gegend gibt es auch zahlreiche archäologische Stätten: die Nekropole mit domus de janas (Höhlengräber) von Perdixi und die Nuraghenanlagen Unturgiadore, Sa 'e Cortocce, Sa Tanca und Ruinas.

In den Tälern des Flumendosa liegen uralte Wälder und im Wald von Tedderieddu stehen die drei ältesten Eiben Europas, die schon der Dichter Mario Rigoni Stern lobpries. In diesem unberührten Habitat leben Mufflons, Wildschweine und Hirschen ungestört unter Wacholder, Ginster, Erlen, Zistrosen und Steineichen. Schön sind auch die Bergquelle Funtana Orrubia und der Wasserfall Pirincani, der durch eine enge Schlucht zieht. Wie die anderen Dörfer der Ogliastra hat auch Arzana einige Leckerbissen zu bieten.

Die culurgionis, leckere Ravioli mit Käse, werden hier ohne die sonst übliche Minze zubereitet. Sie werden mit Tomatensoße angerichtet oder auch nur leicht auf einer schwachen Glut gegrillt. Im Herbst zeigt sich Arzana von seiner besten Seite, wenn zahlreiche, verschiedenartige Pilze hervorsprießen. Jedes Jahr wird im November das Fest des goldenen Steinpilzes organisiert, das Tausende von Besuchern anzieht. Das Dorf kann man auch mit dem trenino verde erreichen, einer Eisenbahnlinie, die von Cagliari durch eine unbeschreiblich schöne Landschaft nach Arbatax führt.