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Olbia

Die Griechen hatten ihm den Namen olbìa, „glücklich“, gegeben; es ist der Eingangspol der Insel und wirtschaftlicher Antrieb der Gallura. An mehreren Ecken der Stadt stößt man auf Spuren der Vergangenheit. Viele Funde, die in den Ausgrabungsstätten ans Tageslicht gekommen sind, darunter auch ein Schatz von fast 900 Goldmünzen, werden im Archäologischen Museum auf der kleinen Insel Peddone aufbewahrt. Die punisch-römische (und danach christliche) Nekropole umfasst 450 Gräber und wurde in das Nekropolenmuseum übersiedelt, das sich am Fuße des Altars der schönen Basilika San Simplicio befindet. Sie wurde zwischen dem Ende des 11.Jh. und Anfang des 12.Jh. errichtet und ist die bedeutendste Kultstätte des Nordostens und das älteste christliche Zeugnis der Insel. Der Schutzpatron wird Mitte Mai mit dem mitreißenden San Simplicio-Fest, einem Trachtenumzug und einer Prozession gefeiert. Zu diesen Feierlichkeiten gehört auch der Reiterwettstreit Palio della Stella. Beeindruckend ist auch die barocke Kirche San Paolo mit ihrer bunt schillernden Steingutziegelkuppel.

Die ersten Zeugnisse menschlichen Lebens, wie Dolmen, Menhire und Megalithkreise gehen auf die Zeit zwischen 4000 und 3500 v.Chr. zurück: Aus der Bronzezeit hingegen stammen ungefähr 50 Nuraghensiedlungen, darunter auch das Riesengrab von Su Monte de s’Aba, die Nuraghe Riu Mulinu, das Dorf von Belveghile und das Brunnenheiligtum Sa Testa. Ab dem 7.Jh.v.Chr. verkehrten hier zunächst die Phönikier und später die Griechen. Die erste Siedlung war punisch (5.-4.Jh.v.Chr.). Die Karthager befestigten den Ort mit Türmen und Stadtmauern, die zum Teil noch in der Via Torino zu sehen sind. Unter römischer Herrschaft stieg die Stadt zum wichtigsten Zentrum der Ostküste auf. Das römische Olbia hatte gepflasterte Straßen, Thermen, ein Forum, von denen noch Reste nahe des Palazzo Comunale übrig sind und ein Aquädukt, in der Ortschaft Tilibbas (1.-2. Jh.n.Chr.). Auch gibt es noch die Ruinen der Villa s’Imbalconadu aus dem 1.Jh.v.Chr. 1999 kamen im alten Hafen 24 Relikte von Schiffen ans Tageslicht, die zum Teil bei einer Belagerung der Vandalen versenkt worden waren.

Die Stadt liegt an einem spektakulären Golf, der das Meeresschutzgebiet von Tavolara schützt, über das man zur exklusiven Costa Smeralda gelangt. An der grenzenlosen Küste von Olbia hat man unter den unzähligen türkisblauen kleinen Buchten die Qual der Wahl: an erster Stelle stehen die vier wunderschönen Einbuchtungen von Porto Istana, die zum Schutzgebiet gehören, und der Lido von Pittulongu, insbesondere La Playa, der Lieblingsstrand der Einwohner von Olbia. Nach einander folgen die Strände Squalo, Pellicano und weiter im Norden Mare und Rocce sowie Bados (an der Grenze zum Golfo Aranci). Im Norden erstreckt sich ein weiterer langer Küstenstreifen: weißen Sand (oder kleine Kieselsteine) und kristallklares Meer gibt es in Porto Rotondo, Marina di Cugnana und Portisco, hier vor allem am Strand von Sa Rena Bianca. Im Süden hingegen in Richtung San Teodoro liegen die ockergelben Sandstrände Lido del Sole, Le Saline, Bunthe, Li Cuncheddi und Punta Corallina. Der Genuss von Meer und Archäologie könnte mit kulinarischen Gaumenfreuden abgerundet werden. Ein absolutes Muss sind die Venusmuscheln von Olbia mit einem Gläschen Vermentino.

Ost

Tortolì

Tortolì ist das Tor von Ogliastra und leitet in ein vielfältiges, faszinierendes Gebiet über: rund um die Stadt, die 11.000 Einwohner zählt und im Sommer von zehntausenden Besuchern belebt wird, prägen tropische Strände, Wälder und mediterrane Macchia, fruchtbare Ebenen und Lagunenseen, landwirtschaftlich bebaute sanfte Hügel und ein einzigartiger roter Pophyrstreifen das Bild, der parallel zur Küste verläuft. Die Rocce Rosse (roten Felsen) sind ein absolut spektakuläres Beispiel dafür. Dieses Naturdenkmal im Ortsteil Arbatax ragt aus dem smaragdgrünen Meer empor und bietet einen zauberhaften Farbkontrast: Das ist die Kulisse für das Musikfestival Rocce Rosse Blues. Daneben liegt der Hafen, an dem die Touristen ankommen und von dem die Schiffe zu den wunderschönen Buchten der Ogliastra abfahren. Das Meer von Tortolì ist eine Augenweide und der am meisten mit der „Blauen Flagge “ ausgezeichnete Küstenstreifen der Insel. Hinter den Rocce Rosse erhebt sich die Cala Moresca eine „städtische“ Perle mit Granitfelsen und goldgelbem Sand. Nur etwas weiter südlich bezaubern die Blautöne von Porto Frailis und der lange Lido di Orrì: 16 km verborgene Buchten und kleine Strände, darunter die wunderschöne Cala Ginepro mit ihrem feinen Sand, den geschliffenen Steinchen und dem Wacholderwald sowie San Gemiliano. Die roten Felsen ragen auch im Paradies von Cea empor, ein 4 km langer weißer, weicher Sandstrand. Dieses Naturschauspiel wird von einladenden Grünflächen, wie dem Stadtpark La Sughereta und dem Batteria-Park auf der Spitze eines Hügels mit Aussicht über den gesamten Golf, abgerundet.

Aus der Nuraghenzeit sind in diesem Gebiet über 200 Monument geblieben, wie die Fundstätte S’Ortali ‘e su Monti belegt: Auf 7 Hektar sind eine Nuraghenanlage, ein Riesengrab, zwei Menhire, Hütten, eine Domus de Janas, eine Mauer und Überreste einer weiteren Nuraghe verteilt. Mit der Ankunft der Phönikiern im 7.Jh.v.Chr. und Punier in diesem Gebiet entstand Sulci Tirrenica, ein strategischer Hafen für die alten Seeleute. Spuren der Punier findet man auch im Lagunensee von Tortolì, während die Schiffsrelikte auf dem Meeresgrund des Golfes an die Zeit der römischen Herrschaft erinnern. Aus der spanischen Zeit wiederum sind die Wachtürme, darunter der Torre di San Miguel. In der Stadt sind das Museum für moderne Kunst Su Logu de s’Iscultura und die ehemalige Kathedrale Sant’Andrea, die Ende des 18.Jh. im klassizistischen Stil auf einer älteren Kirche errichtet wurde, von der noch zwei Kapellen übrig sind. In einer davon wurde die Statue der Hl. Elisabeth von Ungarn gefunden. In der Kirche befindet sich ein prächtiger Altar aus mehrfarbigem Marmor. Das beliebteste Fest von Tortolì ist das der Stella Maris Ende Juli in der kleinen Kirche von Arbatax mit anschließender Meeresprozession.

In den örtlichen Restaurants kann man Culurgiones, „ährenartig “ geschlossene Teigtaschen, Suppen, Spanferkel, Lammbraten und gekochtes Schaffleisch kosten. Dazu passt ein Gläschen Cannonau, der bei einer Reise in die Ogliastra nicht fehlen darf.

Ost

Cardedu

Cardedu ist ein kleines Dorf an der mittleren Ostküste Sardiniens, nur wenige Minuten von einem klaren Meer und einer sandigen und felsigen Küste entfernt. Es ist die jüngste der Gemeinden in der Provinz Ogliastra. Ab dem 17. Jahrhundert wurde das Gebiet der heutigen Gemeinde mehr oder weniger dauerhaft von den Familien des Dorfes Gairo bewohnt.

Das eigentliche Dorf entstand Mitte des 20. Jahrhunderts, als eine heftige Flut das Dorf Gairo Vecchio vollständig zerstörte und die Bewohner flussabwärts zogen. Dort, wo bereits einige verstreute Häuser existierten, wurden die Kirche, die Schule und die Kaserne gebaut, wodurch das Dorf entstand. Der Ortsname Cardedu scheint sich auf die Kardenpflanzen zu beziehen, die hier reichlich vorhanden waren. Dass die Region seit sehr fernen Zeiten besucht wurde, belegen die zahlreichen archäologischen Fundstätten. Die Domus de Janas von Monte Arista sowie die Menhire von Cosa Iba sind der Jungsteinzeit zuzuordnen. Die Nuraghenzeit ist am stärksten vertreten: Zu den wichtigsten Denkmälern gehören die Nuraghen Tronconi, Musciu, Perd'e Pera, Genn'e Masoni und der Brunnentempel von Su Presoneddu.

Cardedu gibt verschiedene Naturschönheiten in der Gegend. Das Territorium ist sehr abwechslungsreich mit weiten Ebenen, sanften Hügeln, Bergen und weiten Küstenstreifen. Von den Bergen genießt man ein wunderbares Panorama, das sich gegen den Horizont abhebt und im blauen Meer versinkt. Im Gebiet des Monte Ferru sind zahlreiche Arten von Tieren und Pflanzen, die viele Besucher anziehen, um dort Wanderungen zu machen. An der Küste findet man sowohl Sandstrände als auch felsige Buchten. Die sandige Küste erstreckt sich über 4,5 km mit mehreren Stränden wie Foddini, Tramalitza, Museddu und Perd'e Pera. Von hier beginnt die felsige Küste über eine Länge von ca. 1 km. Sie ist zerklüftet, hat eine eigenartige rötliche Farbe und es wächst niedrige Macchia.

Im äußersten Süden der Felsenküste liegt der bekannte Strand Sa Spiaggetta mit glatten Steinen beachtlichen Ausmaßes. Der kleine Ort ist sehr jung, aber seine Bewohner bewahren ein tausendjähriges kulturelles Vermögen, das seine Wurzeln im alten Dorf Gairo Vecchio hat. Dieser Schatz findet seinen Ausdruck in der lokalen Gewandtheit, im Bereich der Volkstraditionen und bei religiösen Ereignissen. Das Kunsthandwerk war einst ein Teil des Lebensunterhalts und wird heute als Teil der eigenen Kultur neu entdeckt, dazu gehören die Herstellung von Messern und Korbwaren.

Arzachena

Atemberaubende Landschaften, unvergleichlich schöne Strände, mit Weingärten und archäologischen Schätzen übersäte Hügel. Ein riesiges, in seiner Art einmaliges Gebiet prägt Arzachena, eine kleine Stadt der Gallura, 25 Kilometer von Olbia entfernt mit 14.000 Einwohnern im Winter. Ebenso viele Betten gibt es in den Beherbergungsbetrieben eines Orts in laufendem demographischem und wirtschaftlichem Wandel, einem berühmten Fremdenverkehrsort an der Costa Smeralda, Symbol für den Elitetourismus ist, der in den 60er Jahren des 20. Jahrhundert eingesetzt hat. Zum Florieren tragen des Weiteren die Schifffahrt, der Abbau von Granit, welcher der Architektur der historischen Altstadt ihr typisches Gesicht verleiht, sowie die renommierten Kellereien bei, die den Vermentino di Gallura erzeugen. Bis ins 17. Jahrhundert handelte es sich bei Arzachena lediglich um ein paar vereinzelte Häuser rund um die Kirche Santa Maria. Heute ist der Ort eine wahre Farbenpracht: Plätze und Fassaden aus rosa Granit und weißem Stein, mit Blumen geschmückt und Grünflächen, um die sich Boutiquen, Spezialitätenläden und Kunsthandwerk reihen. Um die Stadt herum die typischen Stazzi, sowie viele Ortsteile einer „jungen“, 1922 eingerichteten Kommune. Darunter Abbiadori, Baja Sardinia, Cannigione, sowie Poltu Quatu, eine moderne Marina an einer fjordartigen Bucht. Und schließlich Porto Cervo, ein architektonisches, in die Landschaft eingebettetes ‘Juwel’, der exklusivste Urlaubsort Sardiniens, der im Sommer herrliche Yachten anlockt, durch den berühmte Persönlichkeiten flanieren, schillerndem Nachtleben, Luxusvillen und Luxushotels, exklusiven Restaurants, glamourösen Lokalen, Segelregatten und Golfturnieren.

In unmittelbarer Nähe wilde Landschaften wie Capo Ferro und die unzähligen smaragdgrünen Strände. Besonders hervorzuheben Cala Granu und der weiße, weiche halbmondförmige Sandstrand Grande Pevero. Dahinter erstrecken sich den Li Nibani Inseln gegenüber die gepflegten Grünflächen des Pevero Golf Club. Die Vips tummeln sich gerne am Piccolo Pevero, der etwa halb so lang ist wie sein „großer Bruder“. Nicht zu vergessen die entzückenden kleinen Buchten der Baia di Romazzino. Poltu di li Cogghj war der Lieblingsstrand des Aga Khan: er ist heute als Fürstenstrand bekannt, aus feinstem Sand und rosa Felsen. Der gegenüberliegende Felsvorsprung besticht durch La Celvia mit Quarzsand und Muschelresten, direkt an der Cala di Volpe, einem kleinen Hafen, in dem Szenen aus den James Bond Film ‘Der Spion, der mich liebte’ gedreht wurden. Etwas weiter südlich befindet sich Cala Capriccioli, der herrlichste Strand der Costa Smeralda. Das Panorama wird abgerundet durch den Inselpark der Maddalena mit den Inseln: Soffi, delle Camere und Mortorio. In der Ferne erblickt man die Küste von Liscia Ruja: Buchten, in denen die weißen Segel der Boote gleißen. Der größte Strand ist zu Mariä Himmelfahrt Schauplatz eines großen Festes. Den Abschluss der Küste bildet die suggestive, einsame La Suareddha. Die 90 Kilometer lange Küste von Arzachena ist gespickt mit weiteren Meisterwerken, darunter der „Seidenstrand“von Tanca Manna und die herrliche Ea Bianca. Hinter La Sciumara befindet sich Padula Saloni, ein bei Birdwatchern beliebtes Binnengewässer, an dem der rote Fischreiher, der Stelzenläufer und der Moorfalke beheimatet sind. Neben Meer und High Society hat Arzachena auch eine faszinierende Vergangenheit zu bieten, der man Schritt auf Tritt begegnet. In der historischen Altstadt befindet sich der monti incappiddhatu (Berg mit Hut), ein auch als il Fungo (Pilz) bekannter Fels, dem der Zahn der Zeit eine originelle Form verliehen hat und der seit der Neusteinzeit genutzt wurde. Bei einem Spaziergang durch das Land entdeckt man einen weitläufigen archäologischen Park. Die älteste und zugleich berühmteste Stätte ist die Nekropole Li Muri, auch Nekropole der Rundgräber genannt. Ein nennenswertes Zeugnis aus der Bronzezeit sind die Nuraghen Albucciu, ein in einem Olivenhain verborgener, korridorartiger Bau. Um die Stätte herum befinden sich die Überreste eines Dorfes und 80 m weiter das Moru Grab, eine Allée Couverte, die in ein Riesengrab umgewandelt wurde. In der Nähe befindet sich außerdem der Tempel Malchittu, in dem rituelle Zeremonien abgehalten wurden. Ein Muss ist die Prisgiona im Tal von Capichera, bestehend aus dreilappigen Nuraghen und einer Siedlung mit rund hundert Hütten. Den Abschluss des archäologischen Rundgangs bilden zwei Riesengräber, die in mehreren Phasen zwischen der frühen und mittleren Bronzezeit gebaut wurden. Das Grab Coddu vecchiu mit einer 4 Meter hohen Stele, und das berühmte Grantigrab Li Lolghi.

Ost

Villagrande Strisaili

Es gibt zahlreiche Gründe Villagrande zu besuchen, vor allem lädt seine glückliche Lage in einer noch unberührten Bergwelt mit ihren jahrhundertalten Kork-, Sommer- und Steineichen ein. Besonders interessant ist der Park Santa Barbara, ein wahrer Tempel von Wald, in dem sich auch eine tomba dei giganti (Felsengrab) befindet, eine unverwechselbare Spur der Nuraghenkultur. Aus archäologischer Sicht gibt es viel Interessantes in Villagrande. Im Komplex S'Arcu 'e Is Forros in der Nähe des Stausees Alto Flumendosa befindet sich neben einem dreilappigen Nuraghen und einigen Wohnhäusers ein großer Megarontempel aus großen Granit- und Schieferblöcken.

In Troculu liegt in der Nähe von zwei Nuraghen und einem Dorf eine tomba dei giganti, die vom ursprünglichen Ort wegen des Baus der Schnellstraße Nuoro-Lanusei versetzt wurde. Vier tombe dei giganti in der Nähe eines seltenen Antentempels und ein Nuraghendorf bilden die archäologische Stätte Sa Carcaredda an dem Ort Funtana 'e Binu. Die eigentliche Anziehungskraft von Villagrande Strisaili liegt in seinen Traditionen, die seit antiken Zeiten fast unverändert erhalten sind. Wie in vielen anderen Dörfern im Innern Sardiniens ist eines der bedeutendsten Feste S. Antonio Abate am 16. Januar, bei dem in jedem Viertel des Dorfes große Lagerfeuer angezündet werden. Einige Tage später, am 20. Januar, feiert man S. Sebastiano, bei dem die mit Zweigen und Früchten des Orangenbaums geschmückt Heiligenstatue in einer Prozession durch das Dorf getragen wird. Das Fest des Patron S. Gabriele feiert man am 1. August. Eines der wichtigsten Feste ist S. Barbara am 9. Juli. Das Fest findet auf dem Land im gleichnamigen Park statt, wo auch die Kirche S. Barbara steht. Am Abend vor dem Fest wird die Statue der Heiligen in einer Prozession getragen und von den Gläubigen mit sardischen Tänzen empfangen.

Am nächsten Tag bringen is cumandaos, besonders Beauftragte, als Zeichen eines guten Wunsches die Silberkrone vom Haupt der Heiligen und einen Turm in Miniatur zur Erinnerung an den Ort ihrer Gefangenschaft in die Häuser der Gläubigen. Traditionell ist auch die Gastronomie von Villagrande und überliefert Geschmack und Duft alter Zeiten. Die culurgiones sind die typischen Ravioli der Ogliastra, sie werden mit Kartoffeln, Schafs- und Ziegenkäse, Basilikum und Schmalz zubereitet. Paniscedda dagegen ist eine einzigartige Süßspeise aus Brot mit Honig, Trauben und Mandeln, die man sonst nirgends findet. Ein ausgezeichnetes Erzeugnis von Villagrande est der Schinken, der nur vom Fleisch der Schweine hergestellt wird, die frei auf den Bergen des Dorfes herumlaufen.

Cala Greca

Dieser Strand befindet sich im Gebiet Capo Figari und zählt zur Gemeinde Golfo Aranci. Er besteht aus rosa Kieselsteinen und Felsen und wird von einem kristallklaren Meer umspült. Dieser abgeschiedene Strand von Capo Figari mit den wunderschönen Kalksteinformationen und den Grotten befindet sich nicht weit entfernt von dem "Mamma Chiatta" genannten Felsen, der - wie der Name im Italienischen schon verrät - an die Umrisse einer dicken, alten Frau erinnert. In der Nähe von Cala Greca befindet sich der Friedhof der Besatzung dreier Schiffe, die 1887 hier untergingen. Der Besatzung zu Ehren wird hier jedes Jahr eine Messe abgehalten.

Der Strand ist von Cala Moresca aus über einen Weg zu Fuß erreichbar.

Der Strand ist sehr abgeschieden und wird vor allem von Tauchern und Schnorchlern besucht. Es gibt hier auch ein gut ausgestattetes Tauchzentrum.

Archäologisches Gemeindemuseum - Ozieri

Das Museum hat seinen Sitz im ehemaligen Klarissenkloster in Ozieri und ist der Archäologie des Gemeindegebietes gewidmet.

Wie jüngst erworbene Steinwerkzeuge belegen, war das Gebiet bereits im Paläolithikum besiedelt. Auf die spätere Kupfersteinzeit gehen unter anderem die bedeutenden Funde aus der Grotta di San Michele bei Ozieri zurück, die der auf ganz Sardinien verbreiteten neusteinzeitlichen Kultur ihren Namen gab. Für das Nuraghenzeitalter sind das kleine Nuraghenmodell aus Cardianu, die Bronzewerkzeuge aus Baldosa, die Bleigewichte, einen Oxhide-Barren aus Bisarcio und die Bronze des "Faustkämpfers" aus San Luca zu erwähnen.

Die Keramiken und Stelen aus Cuzi, die Votivgaben und Grabbeigaben aus Suelzu und Bisarcio und die Meilensteine geben bedeutenden Aufschluss über die römische Zeit. Dem Mittelalter und späteren Jahrhunderten ist eine kleine Abteilung gewidmet, in der Krüge mit Stempelverzierung aus dem 5. und 8. Jahrhundert zu sehen sind, aber auch hörnerne Gabeln und Haarnadeln aus einem Haus des 16. Jahrhunderts, wo sie der Abwendung des bösen Blicks dienten.

Zudem kann eine reiche Münzsammlung bewundert werden.

Gleichzeitig hängt in dem Museum die Kreuzabnahme Christi ("Discendimento"), ein Tafelbild des Maestro di Ozieri aus dem 16. Jahrhundert.

Neben der sehenswerten Sammlung bietet das Museum die Möglichkeit zur Besichtigung des Klosters, ein komplett renovierter schöner Bau aus dem 18. Jahrhundert.

Porto Rafael

Ein kleiner Erholungsort, genau gegenüber dem dem Nationalpark der Maddalena Inselgruppe. Die dominierenden Farben in Porto Rafael sind das Azurblau des Meeres im Kontrast zu den weißen Wohnhäusern des Dorfes, das an der Nordspitze der Insel liegt, im Einzugsgebiet vom wenige Kilometer entfernten Palau, und vonPorto Cervo, dem Herzen der Costa Smeralda.

Kennzeichen dieses Fremdenverkehrsorts, der in den Sechziger Jahren von dem spanischen Grafen Rafael Neville de Berlanga del Duero gegründet wurde, ist die Piazzetta, die direkt an der auch ‘der Pool von Porto Rafael’ genannten Cala Inglese liegt, sowie die weißen Häuser inmitten farbenprächtiger Gärten. Es handelt sich um ein beliebtes Ziel für den Sommerurlaub, der Persönlichkeiten aus dem internationalen Show Business ebenso anzieht wie Familien und Freunde des entspannten, mondänen Lebens. Das Zentrum ist mit sämtlichen Serviceleistungen ausgestattet, im Sommer finden hier bekannte, internationale Segelveranstaltungen statt. Absolut sehenswert am 11. August ist eine Veranstaltung der besonderen Art: alle, mit einer weißen Tunika gekleideten Teilnehmer, tanzen auf der Piazzetta zu Ehren des Grafen und Gründers der Ortschaft.

Die kleine Marina von Porto Rafael ist der ideale Anlegeort für kleine und große Boote sowie Ausgangspunkt für Exkursionen zu den bezaubernden Inseln des Archipels. Ganz in der Nähe der Ortschaft findet man entlang der gesamten Küste von Palau kleine Strände mit grobkörnigem rosa Sand und kleinen Klippen, die authentische Naturpools bilden.

Cala Sabina - Golfo Aranci

Mit dem Zug, entlang einer kleinen Bahnlinie, die von Golfo Aranci entlang der Nordküste des Vorgebirges Capo Figari führt, gelangt man direkt zu einem der schönsten und charakteristischsten Strände der Gallura-Küste. Ein breiter Sandstrand von etwa 300 Metern Länge mit feinem weißen Sand, umgeben von Wacholder und mediterraner Macchia: das ist Cala Sabina, wenige Kilometer von der Stadt Golfo Aranci, zu der sie gehört, und etwa zwanzig Kilometer von Olbia entfernt. Eine ihrer Besonderheiten ist die Geschichte ihres Namens, der auf eine Verwechslung der botanischen Herkunft zurückzuführen ist: Der phönizische Wacholder, der hier gedeiht, wurde mit dem Sabiner Wacholder verwechselt. Ein weiteres charakteristisches Element ist die Eisenbahnlinie, die in den 1960er Jahren eigens gebaut wurde, um die Stadt mit dem Badeort zu verbinden, der bis dahin nur auf dem Seeweg zu erreichen war.

Geschützt durch zwei kleine Landzungen, die das Meer überragen, ist die Bucht sehr geschützt und verfügt über smaragdgrünes Wasser mit seichtem Wasser, das für Familien geeignet ist und sich mit Kieselsteinen und Felsen abwechselt. Der Strand besteht aus einem freien und einem teilweise ausgestatteten Teil mit Bade- und Essensmöglichkeiten dank Bars, Restaurants und touristischen Dienstleistungen für Ausflüge. Sie können sich aufmachen, um das geschützte Meeresgebiet von Tavolara - Capo Coda Cavallo zu erkunden.

Auf den Klippen an den Seiten des Sandstrandes kann man in Unterwasserinspektionen" tauchen, während sich an der östlichen Seite kleine Buchten befinden, von denen aus man auf Naturpfade gehen kann. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, das Vorgebirge von Capo Figari zu besuchen, das auch für die technologischen Experimente von Guglielmo Marconi bekannt ist, und eine weitere Perle des Golfo Aranci zu erreichen, Cala Moresca.

Badesi

Die kleine Gemeinde Badesi, die an der Grenze zwischen Anglona und Gallura liegt, ist relativ neu. Jahrhundert wurde das Gebiet, auf dem sie liegt, bewohnt, wahrscheinlich von einer Familie, die sich der Schafzucht widmete, bevor sich der Ortskern entwickelte. Auf den Anhöhen um Badesi befinden sich vier Dörfer.

Die Pfarrkirche Sacro Cuore im Zentrum des Dorfes wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut. Von atemberaubender Schönheit sind die Strände an der Küste Badesi Mare.

Ein breiter, langer Strand erstreckt sich über Kilometer und wird von der Mündung des Flusses Coghinas, eines der wichtigsten Sardinies, durchquert. Die Dünen aus feinstem Sand sind von Wacholder bedeckt und am Horizonte erblickt man in der Ferne die Insel Asinara. Da er dem Mistralwind ausgesetzt ist, sind das ganze Jahr über begeisterte Windsurfer am herrlichen Strand von Badesi. Aufgrund der reichen Flora und der besonderen Fauna, vor allem Vögel, die im Schilf am Fluss des Coghinas oder auf den kleinen Flussinseln nisten, wurde die Küste von Badesi vor kurzem zu einem Ort gemeinschaftlichen Interesses erklärt. Auch das übrige Gemeindegebiet ist sehr abwechslungsreich mit Hügeln, auf denen eine dichte Vegetation wächst, und sandigen Ebenen mit üppigen Weinplantagen, aus denen der mehrfach ausgezeichnete Vermentino di Gallura stammt. Im Mai findet in Badesi die Veranstaltung Trofeo Magrini di surfcasting, statt, ein internationaler Wettbewerb des Fischens vom Ufer aus. Vom 3.-5. Juni feiert man das Fest Sacro Cuore.

Im Sommer finden die meisten Veranstaltungen statt, Feste und Volksfeste, die im Progamm Estate Badesana zusammengefasst sind. Zu erwähnen sind der Sommerkarneval mit einem Umzug in der Nacht des 13. August und das gastronomische Fest am 8. August mit typischen Gerichten und Spezialitäten aus der Gallura, das immer mehr Touristen anzieht.