La Cinta
La Cinta ist der berühmteste und beliebteste Strand von San Teodoro. Er befindet sich im Norden des Ortes und erstreckt sich bogenförmig über etwa 5 km. Ein schmaler Streifen Land, der mit niedriger Vegetation bewachsen ist, trennt den Strand von der Lagune. Die Landschaft mit ihren weißen Sanddünen und den jahrhundertealten Wacholderbäumen ist wahrhaft einzigartig. La Cinta ist der ideale Ort für lange Spaziergänge, auf denen man aus dem Staunen nicht herauskommt. Vor allem Freunde des Birdwatching werden begeistert sein. Sehr häufig kann man hier auch Flamingos durch das Wasser stelzen sehen. Blässhühner, Zwergseeschwalben, Purpurreiher und Stockenten leben ungestört in der Lagune.
Das seichte, kristallklare Wasser ist zum Baden einfach ideal, weshalb dieser Strand bei Familien und jungen Leuten sehr beliebt ist. Es gibt ein großes Serviceangebot mit Cafés, Parkplatz und Bootsverleih.
Museum der sardischen Volkstraditionen
Stellen Sie sich vor, „materielle und immaterielle“ Traditionen und moderne Geschichte eines Volkes an einem einzigen Ort erforschen zu können. Diesen Ort gibt es in Nuoro und es handelt sich dabei um einen Gebäudekomplex, in dem das Museo della Vita e delle Tradizioni popolari sarde untergebracht ist, das früher ISRE (Istituto superiore regionale etnografico) hieß und die größte Völkerkundesammlung der Insel ist. Es wurde in den 50er bis 60er - Jahren auf dem Hügel von Sant’Onofrio nach den Plänen des Architekten Antonio Simon Mossa errichtet und ist heute einer der meist besuchten Museumskomplexe der Insel, da hier geschickt kulturelle und handwerkliche Sehenswürdigkeiten der Insel beleuchtet werden.
Die Route führt durch drei in sechs Räume unterteilte Bereiche. „Live“ sind greifbar nah Spuren sardischer Kultur zu sehen: Alltags- wie auch Festtagskleidung von Beginn des 20.Jh., die auch anlässlich der Sagra del Redentore, dem wichtigsten Fest von Nuoro., getragen werden, mit tradtionellen Webstühlen hergestellte Textilartefakte, eine große Schmuck- und Amulettsammlung, Waffen und Hausrat, etwa 60 sardische Volksmusikinstrumente (darunter auch „Klangspielzeuge“) und Karnevalsmasken aus Holz, die mit archaischen heidnischen Riten verbunden sind, sowie Kuhglocken und Schaffelle. In Sonderräumen sind Masken, wie Thurpos und Eritaju aus Orotelli, Boes und Merdules aus Ottana sowie Mamuthones und Issohadores aus Mamoiada zu sehen. Im Museum sind auch kulinarische Spezialitäten aus alten Zeiten, wie über 600 traditionelle Brotarten ausgestellt, die zum Teil wahre Kunstwerke sind. Ein Saal mit Auditorium ist für Sonderausstellungen, Konzerte, Theatervorführungen und internationale Dokumentarfilmschauen vorgesehen. Besonders beeindruckend sind die ethnografischen Filme, die während der Kinobiennale des Filmarchivs gezeigt werden, und die Bilder aus dem Fotoarchiv der visuellen Anthropologie.
ISRE bedeutet auch „verbreitetes“ Musealsystem: Im Sitz in der am Stadtrand gelegenen Via Mereu, wird auch auf andere themenspezifische Museen in der Innenstadt verwiesen, die sich für eine Tour eignen, die Traditionen des gesamten Gebietes zu erforschen. Im historischen Stadtteil Seuna ist das Geburtshaus von Grazia Deledda, der wichtigsten Literaturstätte der Stadt, in der die Erinnerungen an jene Schriftstellerin bewahrt werden, die Sardinien auch über dessen Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Zudem kann man sich auch in die über 30.000 Werke der Ethnoanthropologischen, musealen Fachbibliothek vertiefen. Nuoro ist das sardische Athen, wo man einer reizvollen Kulturroute folgenden kann. Neben der Kathedrale Santa Maria della Neve, von wo aus man auch einen sehr schönen Ausblick hat, kann man den Ausstellungsraum Tribu und das Museum Ciusa besichtigen, in dem die Skulpturen von Francesco Ciusa ausgestellt sind, der bei der Biennale von Venedig (1907) gewonnen hat. Dieser Künstler, die Nobelpreisträgerin Deledda sowie die Literaten Salvatore und Sebastiano Satta machten die Stadt berühmt. Nahe davon ist das berühmte Kunstmuseum Man, das internationalen Sonder- und Dauerausstellungen sardischer Künstler des 20.Jh. gewidmet ist.
Kunstmuseum Man
Das Museum stellt in Nuoro über 200 Werke angesehener sardischer Meister des 20. Jahrhunderts aus, darunter Antonio Ballero, Giuseppe Biasi, Francesco Ciusa, Giovanni Ciusa Romagna, Mario Delitala, Carmelo Floris und Costantino Nivola. Es enthält außerdem die einzige Sammlung der Zeichnungen und Keramiken von Salvatore Fancello und die Sammlung grafischer Werke von Giovanni Pintori.
Das Man organisiert jährlich mindestens vier historische und thematische Sonderausstellungen zu den größten Vertretern der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Die Inhalte werden bei dem Museumsrundgang sehr wirksam vermittelt. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an didaktischen Aktivitäten, etwa im Grafik- und Malworkshop, wo in Gruppenarbeit eine kleine Forschung zu Zeichen und Symbolen organisiert wird, die zur künstlerischen Äußerung anregt.
Calangianus
Das Dorf Calangianus liegt in einer Muschel, die an drei Seiten von teilweise bewaldeten Granitbergen geschützt wird: Monte Lu Casteddu, Gaspareddu, Casiddu und Lu Colbu. Im Mittelalter gehörte es zum Judicat de Gallura im Bezirk Gèmini Josso. Nach dem Zusammenbruch des Judicats ging es an die Arborea und die Aragonier über, bis es Ende des 17. Jahrhunderts Teil des Lehens von Fadriguez-Fernadez wurde. Die Altstadt besteht aus einem Netz von Straßen, deren Hauptstraßen mit Granit gepflastert sind, mit Steinhäusern, die sich um die Pfarrkirche gruppieren. Historisch interessant ist die Pfarrkirche Santa Giusta mit einer Granitfassade aus dem 14. Jahrhundert. Anfang des 20. Jahrhunderts kamen Fresken des Malers Dovera aus Sassari und Marmorarbeiten von Luigi Caprino hinzu. Besondere Beachtung verdient das Gemälde, das die Himmelfahrt darstellt. es stammt von dem Maler Andrea Lusso und ist aus dem 16. Jahrhundert. Kulturell interessant ist das Diözesan-Museum Santa Giusta, das Teil des Museo della Diocesi di Tempio-Ampurias ist, zu dem auch die von Castelsardo, La Maddalena, Martis, Nulvi und Perfugas zählen.
Die Ausstellungsräume sind im Oratorium Nostra Signora del Rosario, Sitz der gleichnamigen Bruderschaft, neben der Pfarrkirche Santa Giusta. Im Museum ist eine reiche Sammlung wertvoller Stücke aus dem 16. und 18. Jahrhundert. Überwiegend sind es Gegenstände aus der Lithurgie wie heilige Paramente, Statuen, Gegenstände aus Silber, antike Bücher aus dem 17. Jahrhundert. Der älteste Teil des Dorfes erstreckt sich um die kleine Kirche Sant'Anna von 1688. In der Peripherie ist die Kirche Santa Maria degli Angeli mit den Ruinen eines Klosters, eines Brunnens und verschiedenen anderen Räumlichkeiten. Am Rand des Dorfes befindet sich auf einem Hügel die Quelle Sigara, ein ideales Ziel für Spaziergänge zwischen Wäldern und herrlichen Aussichtspunkten. Nicht weit vom Dorf liegt der Park Stazzana, ein Wald mit jahrhundertealten Steineichen. Richtung Westen stößt man auf die tomba dei giganti (Felsengrab) Badumela. Weiter südlich erstreckt sich das üppige Tal des Rio S. Paulu mit Korkeichenwäldern an den Abhängen des Monte Limbara. An der kleinen Kirche Madonna delle Grazie schlängelt sich ein Weg vorbei, über den man zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu wunderschönen Stellen kommt, von denen man einen herrlichen Ausblick über das Tal des Rio Razzucciu bis zu den Hängen der Berge Bianchi, Li Conchi und Maratta genießt. Der Blick reicht sogar bis zu den Inseln Soffi, Mortorio und Tavolara.
Nicht weit von Calangianus befinden sich in einem Korkeichenwald an den nördlichen Hängen des Monte di Deu im Innern der Gallura die tombe dei giganti Pascareddha. Zu den Veranstaltungen von Calangianus zählt im September die Ausstellung des Korks und das Fest Sant' Isidoro mit einer Prozession, die von einer Musikkapelle begleitet wird. Am 24. Juni organisiert man das Fest San Giovanni auf dem Land.
Oschiri
Oschiri liegt in Logudoro, an der Grenze zur Gallura. Es liegt in der Ebene des Limbara-Lerno-Tals auf einer Höhe von 280 Metern. Man erreicht es über die Nationalstraße SS 199, die Olbia mit Sassari verbindet (bekannt als die Direkte), oder mit dem Zug. Auf seinem Gebiet befindet sich das künstlich angelegte Coghinas-Becken, in dem zahlreiche Tierarten, darunter Flamingos, anzutreffen sind. Archäologische Funde in der Nähe des Dorfes lassen vermuten, dass das Gebiet bereits in der Nuraghenzeit besiedelt war. Der Ortsname könnte vom griechischen oschos (Weinrebe) stammen, mit einem möglichen Bezug auf den Gott Bacchus.
Der Ortskern ist eines der besten Beispiele für ländliche Architektur mit engen, teilweise mit Steinplatten ausgelegten Gassen, die von niedrigen und sehr großen Häusern gesäumt sind.
Wer sich für Architektur begeistert, sollte den alten Teil des Dorfes mit seinen städtebaulichen Besonderheiten besichtigen. Wer sich dagegen für die Natur interessiert, sollte das Gebiet der Aufforstung Su Filigosu und die Abhänge des Limbara besuchen, herrliche Beispiele unberührter Natur. In Su Filigosu kann man zu Fuß oder mit dem Fahrrad Rundwegen folgen, dabei Wildschweine, sardische Hirschen, Rehe und Mufflons beobachten und sich an zahlreichen Picknickstellen ausruhen.
In der Gegend wachsen auch zahlreiche Pilzsorten. Da das Gebiet seit der Antike bevölkert war, gibt es auch viele archäologische Reste: domus de janas (Höhlengräber), Dolmen, tombe dei giganti (Felsengräber) und etwa dreißig gut erhaltene Nuraghen, die auch leicht zu besichtigen sind. Fünf Kilometer vom Dorf ist die Kirche Nostra Signora di Castro (bis 1508 Bistumssitz). Die Kirche stammt von Ende des 12. Jahrhunderts und ist wegen ihres romanischen Stils mit lombardischem Einfluss kunsthistorisch bedeutend. Die Fassade ist aus rosa Trachyt mit einem Glockengiebel. Nicht weit von der Kirche sind in der Nähe des Sees die Ruinen der Burg di Castro, ein mittelalterliches Bauwerk.
Zeugnisse aus dem Mittelalter sind noch die Kirchen Nostra Signora di Othi, San Demetrio und San Pietro. Ende August organisiert die Gemeinde Oschiri zusammen mit den Herstellern das Volksfest der panada. Dieses typische Gericht besteht aus einer Teighülle, die mit Fleisch und natürlichen Aromen gefüllt ist. Es ist ein komplettes, proteinhaltiges Gericht von unvergleichbaren Geschmack.
Bortigiadas
Bortigiadas Land wächst eine reiche Vegetation. Besonders schön ist der Gipfel des Monte Salici mit seiner üppigen Vegetation und herrlichen Aussichtpunkten. Die Vegetation besteht vor allem aus Macchia und dichten Kork- und Steineichenwäldern. Der starke Mistralwind, der von Nordwesten weht, hat durch die Jahrhunderte hindurch die Felsen in wunderbare Steinskulpturen verwandelt. An klaren Tagen reicht der Blick vom Meer bis zum See von Oschiri. Charakteristisch für das Dorf sind die engen Gassen, an denen Orangen- und Mandarinenbäume wachsen.
Die Pfarrkirche ist San Nicola von Bari geweiht. Zu den Hauptfesten zählt das Fest San Pancrazio am 24. September. Die Kirche San Pancrazio ist außerhalb des Dorfes in den Bergen. Ein profanes Fest ist das Bierfestival, das jedes Jahr am 13. August stattfindet. Interessant ist im Dorf das museo mineralogico, wo eine Vielfalt einzigartiger Mineralien aus Sardinien ausgestellt sind. Das Museum entstand aus einer Schenkung des Sammlers Giuseppe Tanca an die Gemeinde und zählt heute mehr als siebenhunderte Exponate.
Casa Farci
Seui, ein Dorf der Barbagia, beeindruckt mit der geschichtlichen und kulturellen Vielfalt eines traditionsreichen Gebiets. Der historische Ortskern ist durch Häuser aus Schiefer charakterisiert, welche die gewundenen Gassen des Ortes säumen und dem Ort sein besonderes Gepräge verleihen. Auf der zentralen Via Roma gelangt man zur Casa Farci, dem Geburtshaus des Schriftstellers und bekannten Politikers Filiberto Farci, einem Mitgründer der Sardischen Aktionspartei und engen Freund von Emilio Lussu. Man kann sein Arbeitszimmer mit Bibliothek besichtigen, wo seine Bücher und die anderer großer Persönlichkeiten wie Grazia Deledda und Antioco Casula, genannt Montanaru, aufbewahrt sind.
In den verschiedenen Zimmern sind die Geräte und Werkzeuge der repräsentativsten Tätigkeiten der Dorfgemeinschaft untergebracht, die der Gemeinde in tausenden von Exemplaren von der Bevölkerung geschenkt wurden und von den Arbeiten und dem Lebenssystem der Vergangenheit Zeugnis ablegen.
Die Sammlung der Gegenstände war vom Erwerb wertvoller Dokumente aus früheren Jahrhunderten und von fotografischem und audiovisuellem Material begleitet. Für die Anordnung der Exponate im Museum wurde ein thematisches und berufsbezogenes Kritierium gewählt, denn das ausgestellte Material veranschaulicht die traditionellen Tätigkeiten in Seui. So finden wir die Werkzeuge des Bauern (su massaiu), des Maurers (su maistu de muru), des Tischlers (su maistu de linna), des Hirten (su erbegargiu-crabargiu) und des Schmiedes (su ferreri), samt der Nachbildung einer Schmiede aus den zwanziger Jahren. Eine weitere aufschlussreiche Dokumentation stammt von den Familien von Auswanderern, welche die ungewöhnliche Abteilung zur Emigration ins Leben gerufen haben. Erwähnenswert ist ein Dokument der Brüder Bissiri, die in den Vereinigten Staaten ein Gerät erfanden, das als Vorläufer der Bildröhre bezeichnet werden kann.
Das Museum besitzt einen Bestand von rund siebentausend Objekten, aber nur etwa tausend haben einen geeigneten Platz gefunden. 1987 wurde ein Teil des Materials in Mailand bei der "Triennale del mondo del lavoro" (Triennale der Arbeitswelt) ausgestellt und rief großes Besucherinteresse hervor. Die ausgestellten Stücke bilden das historische, künstlerische und kulturelle Erbe, das die Dorfgemeinschaft im Verlauf der Jahrhunderte hervorgebracht hat und das die Führung vertiefend beschreibt. Die Ausstellung, deren Exponate vorwiegend auf dem Boden aufgestellt bzw. an Wänden aufgehängt sind, enthält einige sehr wertvolle Objekte, insbesondere die Holzkeltern von Ende des 17. Jahrhunderts, die nach einem Vorbild des 14. Jahrhunderts gebaut wurden, und zwei Eselsmühlen, eine mit einem Becken aus Trachyt, die andere aus Holz. Es wird eine Führung für das Museumssystem angeboten, das die Palazzina liberty, das Spanische Gefängnis und die Gemeindegalerie umfasst. Es können Ausflüge in die Naturoase Montarbu unternommen werden.
Porto Pollo
Porto Puddu oder Porto Pollo zwischen Palau und Santa Teresa Gallura ist eine weitläufige Bucht mit weißem Sand, die von der typischen Macchia des Mittelmeerraums eingerahmt wird und in der Nähe der Mündung des Flusses Liscia und der Isola dei Gabbiani liegt, die mit dem Festland über einen schmalen Streifen Sand verbunden ist. Die Strände aus feinstem Sand, die geschützten felsigen Buchten, das smaragdfarbene, kristallklare Wasser, die Farben und der Duft der Macchia des Mittelmeerraums, die reich an Mastixsträuchern und Zistrosen ist, sind die Besonderheiten dieses Abschnittes der Nordküste Sardiniens. Dank der guten Windverhältnisse dieses Strands - wie übrigens des gesamten Küstenabschnitts - zieht dieser zahlreiche Windsurfer und Segler an. Die in der Nähe des Strands gelegene Segelschule bietet auch die Möglichkeit zu interessanten Ausflügen zu den nahegelegenen Inseln an. Das Übernachtungsangebot in dieser wunderschönen Landschaft stellt eine kostengünstige Alternative zu den berühmten Hotels der Costa Smeralda dar.
Der Strand ist gut besucht. Es gibt hier einen weitläufigen Parkplatz, der auch für Wohnmobile geeignet ist. Der sanft ins Meer abfallende Strand ist auch für spielende Kinder geeignet. Es besteht ein behindertengerechter Zugang. Außerdem können Sonnenschirme und Tretboote gemietet werden. In dieser Gegend besteht ein großes Serviceangebot mit Cafés, Restaurants, Hotels und Campingplatz.
Palau Vecchio
Der Strand grenzt an eine lange Promenade und einen tiefgrünen Pinienwald, der an heißen Sommertagen kühlen Schatten spendet. Von hier aus kann man in den "Trenino Verde" steigen, den grünen Zug, der die Urlauber in das unbekannte Hinterland Sardiniens entführt auf einer Strecke, die bis nach Nulvi oder nach Tempio Pausania inmitten durch grüne Eichenwälder führt und den Urlaubern das künstlerische und historische Erbe dieser Insel, aber auch die Berg- und Seenlandschaft näherbringt und teilweise auch einen herrlichen Blick auf die vielförmige Küste bietet.
Palau Vecchio zählt zur Ortschaft Palau. Der Sand ist mittelfein und ockerfarben. Er ist von der Straße aus zu erkennen. Man erreicht in vom Norden der Ortschaft Palau aus, indem man die Gleise überquert und dann zum Parkplatz gelangt.
Der Meeresgrund ist recht flach und die Merkmale des Strandes sorgen dafür, dass dieser Strand besonders für spielende Kinder geeignet ist. Zum Serviceangebot zählen ein weitläufiger Parkplatz, eine behindertengerechte Ausstattung, Hotels und Cafés.
Spanisches Gefängnis von Seui
Der charakteristische Weg, der in Seui die Palazzina Liberty (Jugendstilhaus) mit dem Spanischen Gefängnis verbindet, führt durch einen alten Durchgang, genannt su Porci, der aus Steinhäusern mit kleinen schmiedeeisernen Balkonen und Holztüren mit Schnitzwerk besteht.
Das in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstandene Gefängnis ist von Wohnhäusern umgeben, deren Höhe die Außenansicht behindert. Der quadratische Bau umschließt zwei Stockwerke, jedes mit einem Eingang, und einen Hängeboden, der su staulu farzu heißt.
Dreihundert Jahre lang, bis zum Jahr 1975, war das Gefängnis ein Bezugspunkt der Justizverwaltung.
Das Gebäude beherbergt verschiedene Einrichtungen aus dem 19. Jahrhundert, die in der Wächterwohnung, der Küche und den drei Zellen, der Frauen-, der Männer- und der Strafzelle, zu sehen sind. In der Küche, die mit allen Gerätschaften der Zeit ausgestattet ist, befindet sich ein Kamin, der 1910 gebaut wurde und mit seinen beiden Steinherdplatten die su fogili genannte Feuerstelle in der Mitte des Raums ablöste, die keinen Rauchabzug hatte. Der Boden der Frauenzelle ist aus Kastanienholzbalken und .brettern gebaut, welche die Decke für den darunter liegenden Raum abgaben, in dem die Strafzelle, sa cella de su pei in tipu, untergebracht war. Es handelte sich um einen wenige Quadratmeter großen fensterlosen Korridor mit einem Boden aus gestampfter Erde, wo die Gefangenen gefoltert wurden. Der Besucherrundgang wird durch einen Bereich abgerundet, in dem Dokumente zum Transport der Gefangenen aus dem Gefängnis von Seui in andere Strafanstalten ausgestellt sind. Manchmal fand er auf Karren statt, die von mehreren Pferden gezogen wurden, selten mit dem Omnibus, meistens indes unter bewaffnetem Geleit zu Fuß. Viele Überführungen wurden mit der Eisenbahn bewerkstelligt, nachdem die Bahn im April 1894 in Seui Einzug hielt.
Das Museum ist in seiner Art besonders, weil es die dramatischen Lebensbedingungen der Gefangenen in einer Zeit schildert, in der das Polizei- und Justizsystem auf der Insel von den Feudalherren angewandt wurde. Erhellend sind zudem die Forschungsergebnisse zu den ärztlichen Leistungen für die Gefangenen und zu den Heil- und Wundmitteln, die der Apotheker im Auftrag der Gemeinde präparierte.
Die Liste der Kräuter und Pflanzen ist von erheblichem Interesse und gibt einen Einblick nicht nur in das Gefängnisleben, sondern in das der ganzen Gemeinschaft, denn die Präparate wurden allen verabreicht, die Bedarf daran hatten. Die Gemeinde bezahlte sowohl für Notleidende wie für die Gefängnisinsassen.