Wald von Monte Pisanu
Wie die Forest'Anela und der Wald von Fiorentini ist auch der von Monte Pisanu durch einen Königlichen Erlass seit 1886 geschützt. Das Waldgebiet erstreckt sich 1994 Hektar weit über die Gemeinden von Bono und Bottidda, in der Gegend Goceano. Eine häufige Baumart ist die Flaumeiche, die bis auf Höhen von über 1000 Metern wächst. In tieferen Lagen dagegen gibt es hauptsächlich Kork- und Steineichen. In der Gegend Pedra Rujas steht eine monumentale Korkeiche. Im Gebiet von Sos Nibberos befindet sich die vielleicht wichtigste Attraktion des Waldes, ein Biotop tausendjähriger Eiben, das 1994 zum Naturdenkmal erklärt wurde. einige der Bäume sind 10 Meter hoch und haben Stammdurchmesser von einem Meter. Auf dem höchsten Punkt des Gebietes, dem Gipfel des Monte Rasu, gibt es keine Bäume. Hier tritt der blanke Fels an die Oberfläche und es wachsen Kümmelthymian, Strohblume und Zistrose.
Den Wald von Monte erreicht man über die Provinzstraße 45 Ittireddu . Bono und die Provinzstraße 101 Bono . Foresta Burgos, die ihn vollständig durchqueren.
Sa Bovida
In Aritzo führt eine schmale Treppe zu einem alten, massigen Bau aus dem 17. Jahrhundert, der bis in die vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts als Hochsicherheitsgefängnis diente. 1793 wurden hier einige französische Offiziere gefangen gehalten, die bei einem Landungsversuch Napoleons ergriffen worden waren.
Das Gebäude ist aus Schiefer, Lehm und Kastanienholz gebaut und zeichnet sich durch einen spitzbogigen Tunnel aus spanischer Zeit aus, der "sa bovida" (der Bogen) genannt wird. Das heute komplett restaurierte Innere besteht aus vier Räumlichkeiten, die einst als Wachraum und als Frauen- und Männerzellen benutzt wurden.
Einer dieser Räume hatte überhaupt keine Wandöffnung, so dass in jüngerer Zeit eine Tür eingebaut wurde, die seine Nutzung ermöglicht. Im Innenhof befindet sich eine alte Sonnenuhr.
Der Ausstellungsrundgang führt durch die verschiedenen Räume und schließt eine Dauerausstellung mit dem Titel "Bruxas" zur Magie und Hexerei auf Sardinien zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert ein. Eingehende historische Forschungen haben nahegelegt, rituelle Gegenstände religiöser und magischer Art, die den Besucher emotional involvieren und in die Welt des Volksglaubens und furchtbarer Verfluchungen einführen, in den Mittelpunkt der Ausstellung zu rücken.
Ein Teil derselben ist der Inquisition gewidmet und enthält eine Sammlung von Folterwerkzeugen, welche jahrhundertelang an tausende von Unschuldigen angelegt wurden, die man der Hexerei und Wahrsagerei bezichtigte.
Die beeindruckenden Räumlichkeiten des alten spanischen Gefängnisses führen die dramatischen Bedingungen der Eingekerkerten zu Zeiten vor Augen, in denen Gefangene keinerlei Menschenrechte genossen. Die Ausstellung führt den Besucher in die zauberhafte, geheimnisvolle Welt der alten Geschichte und Erzählungen von Teufeln und Hexen ein.
Lodè
Wenn man in Lodè ankommt, hat man ein spektakuläres Panorma vor sich: die Gipfel des Monte Albo mit seinen blauen rauen Kalkwänden, die von einer reichen vielfältigen Vegetation bedeckt sind, unter der sich für Trekking-Liebhaber Wege ausbreiten, die durch einzigartige Landschaften führen. Eine dieser Wanderungen führt zu Punta Cupetti, wo man über den gesamten Bergrücken und die karstige Hochebene S'Ena 'e Cupetti dominiert.
Ein wunderbares, fast unberührtes Gebiet, wo sich hohe Klippen, Felsvorsprünge, Grotten und Schluchten mit einer duftenden, üppigen Macchia und Wäldern mit Steineichen und roten Baumerdbeeren vereinen. Hier leben noch die Alpendohlen, ein seltener Rabenvogel mit leuchtend roten Beinen und Schnabel, und der Molch des Monte Albo In der Altstadt von Lodè ist die Pfarrkirche Sant'Antonio da Padova aus neuerer Zeit. Im Innern befindet sich ein schöner Altar von 1850, ein Weihwasserbecken von 1667 und ein spanisches Kreuz aus dem 17. Jahrhundert, das aus einem einzigen Stück Nussbaumholz geschnitzt ist. Hier befinden sich auch die Kirchen della Purissima und del Rimedio, die vor dem 18. Jahrhundert erbaut wurden.
Eine weitere interessante Kirche, die ursprünglich auf dem Land war, heute aber im Dorf steht, ist San Giovanni Battista aus dem Mittelalter. Wahrscheinlich wurde sie von dem Orden der Ospedalieri di San Giovanni di Dio aus Barcellona errichtet. Auf dem Gebiet von Lodè liegen auch zahlreiche archäologische Bauwerke, Zeugnis dafür, dass hier schon sehr früh Menschen verkehrten. Sehr interessant ist der Nuraghe Sa Mela, auf dem Monte Parma, den A. Taramelli 1933 als „den besten Nuraghen der Gemeindeチh bezeichnet. Von diesem Nuraghen ist heute leider nur noch ein Raum übrig, in dem man aber noch die Perfektion der Tholos-Bedeckung bewundern kann. Hier befinden sich auch einige, leider sehr beschädigte tombe dei giganti (Felsengräber) und mehrere domus de janas (Höhlengräber), die im Dorf sas calas 'e sos naneddos (kleine Grotten der Zwerge) genannt werden. Im Westen der Dorfes liegen die Grundmauern der antiken Dörfer Sos Lothos, Oriannele und Thilameddu.
Seit einigen Jahren lassen die jungen Leute im Dorf den antiken Karneval von Lodè mit den eleganten masceras nettas (reinen Masken) wieder erstehen. Das besondere dieser Masken ist, dass sie nur von Männern getragen werden können, auch wenn es sich in Wirklichkeit um halb männliche, halb weibliche Masken handelte. Zu dieser Maske gehören sa camisa, sas calzas biancas und sa berritta (das Hemd, die weißen Strümpfe und die Kopfbedeckung) der traditionellen männlichen Tracht und su curitu, su zacru und su muccatore (das Korsett und das Kopftuch) der weiblichen. Sas mascheras nettas (die reinen Masken) gingen von den marrazzaju (Klingeln der Kuhglocken) begleitet paarweise durch das Dorf. Ihr Ziel war es die Mädchen in den Straßen festzuhalten, die sich nur wieder befreien konnten, wenn sie ihnen Wein und Gebäck anboten. Weitere wichtige Fest sind San Giuseppe am 19. März, Sant'Antonio da Padova vom 13. bis 16. Juni, San Giovanni Battista am 24. Juni (zur Erinnerung an die mythischen caddos irdes (grünen Pferde), die zu dem Pferderennen zu Ehren des Heilige ins Dorf kamen), Sant'Anna vom 26. bis 29. Juli mit einem Mahl für alle Teilnehmer und Santa Lucia am ersten Sonntag im September.
Oniferi
Im Zentrum des Dorfes ist die Pfarrkirche San Gavino aus dem 15. Jahrhundert, wo das Fest des Patrons am 25. Oktober gefeiert wird. Die bedeutenden Attraktivitäten von Oniferi sind die archäologischen Stätten, die im ganzen Gebiet verstreut sind. In Sos Settiles finden sich Spuren einer Nekropole mit mehreren Menhiren, die um die wichtigste Grabstätte herum stehen.
Zu den zahlreichen Nuraghen zählen Soloai, Maddorocco, Murtas, Istorito, Ola und Predosu. Unter dem Nuraghen Brodu an den Hängen eines Hügels ist in einem Trachytfelsen eine weitere jungsteinzeitliche Nekropolis gehauen. Zu dieser Anlage gehören vier nicht besonders ausgearbeitete Grabstätten. Die interessanteste ist wahrscheinlich die so genannte Tomba IV mit der Darstellung symbolischer Element an den Wänden: Vier Stierhörner sind ineinander verschlungen am Rahmen des Eingangs zur Hauptkammer.
An den Wänden sind auch Spuren von roter Farbe, dem Symbol des Blutes, also des Lebens. Außer zum Pfarrfest versammeln sich die Einwohner von Oniferi um die großen Lagerfeuer zum Fest S. Antonio in der Nacht des 16. Januars. Bei dieser Gelegenheit werden typisches Gebäck und Wein angeboten.
Bados
Der Strand befindet sich in der Ortschaft Bados und zählt zur Gemeinde Olbia. Er zeichnet sich durch einen hellen, leicht grauen und feinen Sand aus mit einigen aus dem Wasser ragenden Felsen. Dieser bedeutendste Strand der Gemeinde Olbia hat eine Länge von ca. 300 Metern, die teilweise von einer öffentlichen Badeanstalt eingenommen werden. Der Strand fällt sanft ins Meer ab, weshalb er auch für spielende Kinder bestens geeignet ist.
Man erreicht ihn über die Provinzstraße 82 zwischen Golfo Aranci und Olbia in der Ortschaft Bados. Dort biegt man in Richtung Meer ab und gelangt nach wenigen Hundert Metern zum Strand.
Das Serviceangebot umfasst: behindertengerechte Einrichtungen, einen weitläufigen Parkplatz, Cafés und Restaurants. Man kann Sonnenschirme, Liegen, Tretboote und Boote mieten. Dieser Ort ist vor allem bei Windsurfern beliebt.
Isola Piana und Isola dei Cavalli
Klares Wasser mit unendlichen Blau-, Smaragdgrün- und Türkisschattierungen bietet sich dem Auge dar. Um wahre Naturparadiese zu erleben, kann man an paradiesischen Plätzchen an Land gehen und im Meer schwimmen, wo Landstriche von seltener Schönheit, wie die Inseln Piana und dei Cavalli, zu sehen sind, die zum Meeresschutzgebiet Tavolara - Punta Coda Cavallo gehören. Auf der kleinen Isola dei Cavalli, die, den Hinweisschildern im Park folgend, über das Meer erreichbar ist, stößt man auf einen Strand mit feinem, hellem und kompaktem Sand, der inmitten üppiger mediterraner Macchia versinkt. Rundherum bieten sich kristallklares Meer und flacher Meeresgrund. Weiter draußen auf dem Meer kennzeichnen Felsen die Routen der Boote. In der Ferne, vor Porto San Paolo und östlich der „kleinen Schwester“, liegt die größere Insel Piana. Hier gibt es mehrere kleine Strände mit feinem Sand, deren Grautöne rosa- und ockerfarbene Reflexe aufweisen. Am Horizont zeichnen sich im seichten Wasser glatte Felsen mit rosafarbenen und gelblichen Farbtönen ab, die typisch für die Küste der Gallura sind.
Zusammen mit den beiden kleinen Inseln kann man das gesamte Meeresschutzgebiet, das sich von Capo Ceraso bis zur Insel Ruia südlich von Capo Coda Cavallo erstreckt, mit Privatbooten oder organisierten Ausflügen besuchen: 76 km Küste in den Gebieten von Loiri Porto San Paolo, Olbia sowie San Teodoro und 15.000 ha Meer. Beeindruckt werden Sie von der Granitpracht von Tavolara und den roten Porphyrfelsen von Molara sein. Vorbei an mit mediterraner Macchia bedeckten Landstrichen stößt man auf die Inseln Porri, dei Topi, del Drago und die kleine Insel Rosso. Zwischen den Anlegepausen kann man vom Boot aus ins kristallklare Wasser springen und den wunderbaren Meeresboden erkunden. Atemberaubende Tauchgänge erwarten Sie, um eine Live-Action-Dokumentation in Punta del Papa, in den Untiefen von Punta Arresto und im nordöstlichen Riff von Molarotto zu erleben. Man kann an Orten tauchen, die eine Vielfalt an Fischen zu bieten haben und an denen sich auch Wale und Delfine zeigen. Hier sind auch oft Überreste von Schiffen und Booten aus allen Epochen zu finden, darunter das geheimnisvolle Wrack der Molara, das in einer Tiefe von etwa 40 Metern liegt. Es handelt sich um ein Motorsegelschiff aus dem späten 19. Jahrhundert mit einer Länge von 70 Metern und über 2.000 Registertonnen (schon damals ein wunderschönes „altes Stück“), das von Syrien aus nach Marseille unterwegs war und von einem britischen U-Boot versenkt wurde, das in diesem Teil des Tyrrhenischen Meeres, möglicherweise während des Zweiten Weltkriegs, stationiert war.
Museum Nivola
Die Liebe zu seinem Land, das er nie vergessen hat, gefiltert durch die Suggestionen der Welt: das ist ein charakteristisches Merkmal der Kunst von Costantino Nivola, der 1911 in Orani geboren wurde. Seine Werke kommen im schlichten, ihm 1995, sieben Jahre nach seinem Tod, gewidmeten Museum im alten (und restaurierten) Waschraum des Dorfes an einem aussichtsreichen Berghang zum Ausdruck. Hier wird die bedeutendste Sammlung des Künstlers aufbewahrt, der im Mittelpunkt des Modernismus des 20. Jahrhunderts stand: Mehr als 200 ausgestellte Werke legen Beweis für die Originalität und das künstlerische Können eines Künstlers ab, der die Werte, die Geschichte und die Traditionen seiner Heimat mit kreativen Inspirationen verband, die durch die Begegnungen mit seinen Zeitgenossen in Europa und Amerika gereift waren. Nachdem er als junger Mann Sardinien verlassen hatte, machte er in den Vereinigten Staaten seine Ausbildung und bekleidete Positionen in angesehenen Unternehmen, die verschiedene Werke bei ihm in Auftrag gaben.
Die anfängliche Ausstellungswahl der Witwe des Künstlers, Ruth Guggenheim, begünstigte die letzte Phase seiner Karriere, die Rückkehr zu Statuen, mit der Serie der „Mütter“ und „Witwen“, und zur herkömmlichen Bildhauerei. Es folgen kleine Terrakottaarbeiten aus den 1960er und 1970er Jahren (Betten, Strände, Schwimmbäder), frühere Arbeiten aus geschnittenem und modelliertem Blech, eine Auswahl von Gemälden und Modellen für öffentliche Aufträge (Sandgussreliefs und dreidimensionale Modelle für Denkmäler) sowie eine Sammlung grafischer Arbeiten. Die Wechselausstellungen befassen sich hingegen mit der Beziehung zwischen Kunst, Architektur und Landschaft, wobei der Schwerpunkt auf Künstlern liegt, die Nivola nahe standen, darunter Le Corbusier, Pollock und Steinberg. Ursprünglich bestand das Museum nur aus dem ehemaligen Waschraum mit Sparrendach und Lichtöffnungen. 2004 wurde ein Pavillon gebaut, der den Außenbereich mit Arkaden verband, die das Innere dreiteilten. 2012 kam ein drittes Gebäude hinzu, das am Hang des Hügels eingebettet wurde. Ein Platz, der von einem kleinen Wasserkanal durchquert wird, der von der Quelle Su Càntaru kommt, und ein 2009 eröffneter Park umgeben das Museum, verbinden über Terrassen die Pavillons auf verschiedenen Ebenen und beherbergen einige Skulpturen.
Orani war auch der Geburtsort anderer großer Künstler, wie des Malers Mario Delitala, des Schriftstellers Salvatore Niffoi und des Modedesigners Paolo Modolo. Das Dorf ist von grünen Hügeln umgeben und um die Pfarrkirche Sant'Andrea Apostolo angelegt. In seinem Gebiet liegt der eindrucksvolle Monte Gonare, auf dessen Gipfel die Wallfahrtskirche Madonna di Gonare thront, die „höchste“ Kirche Sardiniens, die von der Nobelpreisträgerin Grazia Deledda in ihrem Roman „La via del male“ (Der Weg des Bösen) beschrieben wird. In den Wäldern des Ortes stechen auch archäologische Funde hervor, insbesondere die Nuraghe Nurdole
San Pietro
Die Strände entlang der Küste der Gemeinde Valledoria zählen zu den beliebtesten überhaupt. Die Ebene von Valledoria bildet einen Küstenabschnitt, der ca. 7 km lang ist und bis nach Badesi reicht. Abschnitte mit goldenem Sandstrand wechseln sich mit weißen Stränden ab und werden nur durch die Mündung des Rio Coghinas unterbrochen. Dieser mündet im Strand von San Pietro, der ca. 3 km breit ist. Es bietet sich hier ein wahrhaft einzigartiger Anblick, nicht zuletzt auch aufgrund der Farbkontraste zwischen dem blütenweißen Sand und der doppelten azurblauen Wasserfläche des Flusses und des Meers. Der sanft ins Wasser abfallende, sandige Strand ist geradezu ideal für spielende Kinder, während der Meeresgrund bei Tauchern sehr beliebt ist, aber auch Surfer kommen hier keineswegs zu kurz.
Dieser Strand ist wie ein blütenweißer Teppich und zieht zahlreiche Badegäste an, nicht zuletzt auch aufgrund der Möglichkeit, hier zu campen und Liegen und Sonnenschirme zu mieten. Man kann hier Tretboote mieten und diesen Küstenabschnitt beim Schaukeln der Wellen entdecken.
Foresta di Uatzo
Der Wald von Uatzo befindet sich im Gebiet von Tonara, Belvì und Sorgono. Die Vegetation besteht vorwiegend aus Wäldern von Steineichen, Korkeichen, Flaumeichen, Kastanien und Abschnitten mediterraner Macchia. Geologisch besteht das Gebiet aus Porphyr und Schiefersubstrat, darüber eine Felsdecke aus Schiefer und Tonschiefer aus dem Paläozoikum. Die Geländebeschaffenheit ist vorwiegend hügelig und bergig. Zu den wichtigsten Gipfeln gehören Conca Giuanni Fais mit 1495 m, Brunci Istiddì mit 997 m und S'Arcu Sa Trucca mit 982 m. Der Wald, ein Reiseziel für Touristen, wird von der Eisenbahnlinie Trenino Verde („Grüner Zug”) von Mandas nach Arbatax durchquert: Der Abschnitt am nördlichen Punkt beschreibt eine Panoramakurve und bietet zahlreiche Ausblicke auf die Landschaft von den steilen Tälern innerhalb des Waldgebietes und ein aufregendes Farbenspiel der Nadelbäume und Flaumeichen, das im Herbst besonders reizvoll ist. Das Waldgebiet erreicht man, wenn man für etwa 15 Minuten einer unbefestigten Straße folgt, die die Staatsstraße SS 295 auf dem Abschnitt zwischen Belvì und Tonara kreuzt. Auf dem Abschnitt der parallel verlaufenden Straße am Riu Is Putzos gibt es Parkplätze, die neben Informationen auch Tische und Bänke bieten. Sie bilden einen idealen Ausgangspunkt für eigens ausgeschilderte Fußwanderungen. Auf den Spaziergängen kann man am Himmel den Flug des Steinadlers, des Habichtsadlers und des Wanderfalken beobachten. Der Wald wird von mehreren Wasserläufen durchzogen. Sie haben alle Sturzbachcharakter bis auf den Rio Is Putzos, der im Übrigen den Hauptfluss des Waldes bildet.
Den Wald von Uatzo erreicht man über die Staatsstraße SS 295 von Belvì nach Tonara auf der Höhe des Bahnhofes Desulo-Tonara. Man folgt einer unbefestigten Straße für etwa 2 km, bevor man in das Waldgebiet einfährt, und für etwa 5 km bis zum Besucherzentrum.
Dienststellenleiter: Lucio Demelas, Telefon 320 4331145. Im Wald befinden sich ein Parkplatz und ein Info-Punkt.
Lodine
Der Besucher von Lodine genießt im Sommer wie im Winter eine bezaubernde Natur. Man kann Ausflüge zu Fuß oder mit dem Fahrrad am Stausee Gusana machen, wo auch jegliche Art von Wassersport betrieben werden kann. Ein weiteres Ziel für Wander- und Trekkingfreunde sind die Berge des Gennargentu. In der Nähe des Dorfes gibt es einen Wanderweg durch die dichten Sommereichenwälder, die das Gemeindegebiet von Lodine überziehen und wo man zu jeder Jahreszeit einige sehr seltene Tierarten, wie den sardischen Hirschen, beobachten kann. Interessant sind auch die Kirche San Giorgio aus dem 16.
Jahrhundert und der Nuraghe Sas Trintas Battaglia etwas oberhalb des Dorfes. Diese zwei Baudenkmäler sind das Symbol der Seele der Barbagia: Auf der einen Seite eine tief religiöse Seele, auf der anderen Seite die stolze, unabhängige Seele, die jeder Art von Kontrolle und Beherrschung Widerstand leistet. Am 17. Januar kann man in Lodine am Sant'Antonio Feuer teilnehmen, ein wichtiges, religiöses Fest, zu dem ein großes Feuer entzündet und den Teilnehmern einige typische Gerichte angeboten werden.