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Domusnovas

Domusnovas liegt am Fuße des Monte Marganai im Cixerri-Tal. Das Dorf ist seit Urzeiten bewohnt und beherbergt Reste von Nuraghen wie Sa Domu e S'Orku, eine der größten auf der Insel.

Sicher interessiert sich der Besucher für das Mineralien-und Fossilienmuseum Bachis und das Blei- und Zinkbergwerk Arenas, das sich in dem historischen Tal Oridda befindet und von Domusnovas aus über die Grotte San Giovanni zu erreichen ist. Die Grotte San Giovanni verdankt ihren Namen einer Höhle, die in antiken Zeiten als eine dem Heiligen gewidmete Felsenkapelle genutzt wurde. Die vollständig beleuchtete Grotte liegt in der Nähe von Domusnovas und hat sich in Folge des Absinkens einer enormen Kalkmasse gebildet.

Das Besondere an dieser Grotte ist eine befahrbare Straße, die durch die gesamte Länge des gewundenen, kurvigen Tunnels geht. Das ist einzigartig in Italien und sehr selten auf der Welt. Es sind nur drei weitere Beispiele bekannt. Charakteristisch im Zentrum von Domusnovas ist die Altstadt mit mehreren Kirchen und historischen Gebäuden. In der heutigen Ortschaft sind die Pfarrkirchen Santa Maria Assunta und Sant'Ignazio, während San Giuliano und Santa Vittoria auf dem Land liegen. Zu den traditionellen Festen zählen Sant'Ignazio am letzten Sonntag im Mai, San Giovanni Battista am 24. Juni und Maria Himmelfahrt am 15. August.

Is Zuddas

Eine zauberhafte Umgebung aus Felsen und Fantasie, die das Kind in uns wecken. Die Höhlen von Is Zuddas offenbaren sich 236 m unter dem Meeresspiegel im 530 Millionen Jahre alten kambrischen Kalkstein des Monte Meana. Sie erstrecken sich über eine Gesamtlänge von 1.650 m, und die zu besichtigende Besucherroute ist einen halben Kilometer lang.

Jeder der Räume unterscheidet sich durch die Größe und Vielfalt der Konkretionen, die die Hohlräume und Wände bedecken: Von Stalaktiten bis zu Stalagmiten, über Tropfsteine und Röhrchen bis hin zu den Aragoniten, dem Symbol der Höhlen, deren Entstehung noch immer Gegenstand von Studien und geheimnisumwoben ist.

Unmittelbar nach dem Eingang sollte man den Blick auf das Gewölbe richten, wo Spuren des Prolagus Sardus zu sehen sind, eines heute ausgestorbenen Nagetiers, das nur auf Sardinien und Korsika vorkam. Einer der eindrucksvollsten Räume ist der der Orgel. Der Name leitet sich von einer Säule aus Stalaktiten und Stalagmiten ab, die an eine mit vielgestaltigen Formationen verzierte Orgelpfeife erinnert. Nach einem kurzen Tunnel gelangt man in den imposanten

Theatersaal, dem Auftakt zum Saal der Excentriques, der mit exzentrischen Aragoniten geschmückt ist, fadenförmigen, weltweit einzigartigen Gebilden, die sich entgegen der Schwerkraft in alle Richtungen entwickelt haben und oft bizarre Formen annehmen. Daneben gibt es die nadelförmigen Aragonite: große Büschel nadelartiger Kristalle, die als „Höhlenblumen“ bekannt sind.

Ein weiteres Erlebnis ist der Besuch zur Weihnachtszeit: Im Orgelsaal ist eine beeindruckende Krippe zu sehen, die durch Trachyt-Skulpturen von Giovanni Salidu bereichert wird. In der Nähe gibt es weitere eindrucksvolle Grotten: Pirosu, in der ein nuragisches Heiligtum gefunden wurde, sowie die Grotten von Campanaccio und Capra.

Pula

Wenn das ganze Jahr über das Meer genießen möchten, im Sommer zum Schwimmen und Sonnenbaden, im Herbst und im Winter die poetische Atmosphäre, ist Pula Ihr ideales Urlaubsziel. Die mehr als siebentausend Einwohner zählende Ortschaft liegt 35 km von der Hauptstadt Cagliari entfernt und bietet archäologische, Natur- und Kunstschätze, die auf der Insel ihresgleichen suchen. Neben dem sommerlichen Nachtleben in Pula mit Veranstaltungen und Aperitifs auf den Plätzen haben Sie auch Gelegenheit zu Ausflügen und zu sportlichen Aktivitäten. Sie können zum Beispiel ​entlang der Alleen ​joggen, die zum archäologischen Park von Nora führen, wo Sie die Ursprünge von Pula kennen lernen können. Nur einen Katzensprung von der Ortschaft entfernt finden Sie sich in einer der bekanntesten Ausgrabungsstätten Sardiniens wieder: Sie schließt am Capo Pula die Ruinen einer antiken Stadt ein, der ersten phönizischen Stadt in Sardinen (8. Jh. v. Chr.), die später eine blühende punische Siedlung war und nach der Eroberung durch die Römer im 1. Jahrhundert n. Chr. zum Municipium wurde. In den beiden folgenden Jahrhunderten gelangte es als Caput viae aller Straßen Sardiniens zu seinem größten Glanz. Sie gehen zwischen den Überresten aus drei Jahrtausenden umher und bewundern ein phönizisch-punisches Tophet, die Überreste punischer und römischer Tempel, des Forums, herrschaftlicher Wohnhäuser, mit Mosaiken geschmückter Thermalbäder und eines Amphitheaters, das in der römischen Kaiserzeit tausend Sitzplätze zählte und in dem heute das Festival La Notte dei Poeti veranstaltet wird. Im Museum Giovanni Patroni in Pula und im Archäologischen Museum in Cagliari können Sie die Funde der Ausgrabungen bewundern. Nach dem Ausflug in die Vergangenheit machen Sie vielleicht einen Spaziergang am Strand von Nora: Ein goldfarbener Sandstrand, der vom kristallklaren Meer bespült und vom Vorgebirge mit dem Torre del Coltellazzo begrenzt wird. Die Bucht ist auch reich an Geschichte und Traditionen. Hier steht die Kirche Sant’Efisio, Ort des Martyriums des Kriegers und Heiligen Ephysius, dem die Einwohner von Pula außerordentlich ergeben sind und zu dessen Gedenken jährlich am 3. Mai die Festa di Sant’Efisio stattfindet. Hinter der Bucht dürfen Sie sich bei Sonnenuntergang - vor einem Teller „Spaghetti allo scoglio“ und Feigen mit Schinken - die Lagune von Nora, die von seltenen Vogelarten bevölkert wird, nicht entgehen lassen. Östlich von Nora liegt der Strand su Guventeddu, der von Kite- und Windsurfern auch in den Wintermonaten geschätzt wird. Im Westen finden Sie den langen Küstenstreifen von Santa Margherita di Pula, der aus einer Reihe von Buchten mit feinem, weißem Sand und ab und zu rosafarbenem Granitfelsen besteht, die auf das klare Wasser blicken: Cala Marina, Cala Bernardini, Cala d’Ostia, Cala Verde, weitere, kleinere Buchten und die Strände der Resorts. Ein Reich der Entspannung und dahinter ein unendlicher Pinienwald, der sich bis zum herrlichen Chia (Domus de Maria) erstreckt. Natur pur finden Sie auch in den Wäldern Is Cannoneris und Pixinamanna, einem Wanderparadies mit Steineichen, Nadelbäumen und mediterraner Macchia. Gekennzeichnete Trekkingwege führen durch eine dichte Vegetation mit seltenen Pflanzenarten, von der Zeit geformten Felsformationen, Wasserläufen und Zeugnissen prähistorischer Kulturen. Der Waldkomplex ist ein Wildschutzgebiet, das wieder mit Rothirschen ​und Damhirschen​ besetzt wurde

Cala di Budoni

Cala di Budoni besticht durch den feinen hellen Strand, der in der Sonne leuchtet. Die Bucht erstreckt sich über vier Kilometer zwischen Punta Li Cucutti und Punta Porto Ainu und wird je nach Gebiet unterschiedlich bezeichnet: Li Salineddi, Salamaghe, Lido del Sole und Sa Capannizza. In dieser spektakulären Landschaft gibt es zahlreiche Dünen, Strandseen und Pinienwälder, die reich an Wasservögeln sind. Der Strand fällt sanft ab, weshalb er zum Baden ideal ist und weshalb auch kleine Baderatten hier gefahrlos schwimmen können.

Er verfügt über ein großes Servicenangebot, einen behindertengerechten Zugang und einen weitläufigen Parkplatz, der auch für Wohnmobile geeignet ist. In dieser Gegend gibt es zahlreiche Hotels und Campingplätze, Cafés und Erfrischungsstände. Außerdem können Sonnenschirme, Liegen und Tretboote gemietet werden. Er ist besonders bei Windsurfern beliebt, aber auch Taucher und Schnorchler kommen hier voll auf ihre Kosten.

Iglesias

Auf ihren Namen geht Iglesiente zurück, das Gebiet, das im Mittelpunkt des sardischen Bergwerkepos steht und dessen Hauptstadt sie ist. Sie zählt 27.000 Einwohner, ist Bischofssitz und Erbe der alten Diözese von Sulcis. Iglesias heißt auf Spanisch „Kirchen“. Nicht umsonst stechen in einer Stadt mit ruhmreicher Vergangenheit, vor allem unter der katalanisch-aragonesischen Herrschaft (als es königliche Stadt war) die Feierlichkeiten rund um die Karfreitagsbräuche hervor, die in Form und Farbe spanische Bräuche in Erinnerung rufen. Die Mysterienprozessionen am Kardienstag und -freitag sind besonders beeindruckend. Unter den Kirchen sind vor allem die Kathedrale Santa Chiara (aus dem 13.Jh.), die Kirchen Madonna delle Grazie, Del Collegio, einem „Jesuitentempel“ und San Francesco sehenswert, einem der best erhaltenen und bedeutendsten Bauten Sardiniens in gotisch-katalanischem Stil, in der ein Retabel aus dem Jahr 1560 aufbewahrt wird.

Erwähnenswert sind auch die Ruinen von San Salvatore, einem der wenigen kreuzförmigen byzantinischen Bauten (9.-11.Jh.). Von Iglesias geht der Bergwerkpfad Santa Barbara weg: 400 Kilometer in 24 Etappen, die zu Fuß oder mit dem Mountainbike zurückgelegt werden können, um Geschichte und Glauben des Sulcis zu erforschen. Eine weitere Tradition, die man sich nicht entgehen lassen sollte, ist der Mittelalterliche historische Umzug Mitte August, bei dem Musiker, Fahnenschwinger und Figuranten der historischen Stadtviertel in mittelalterlichen Kostümen durch die Stadt ziehen.

Die Bergwerke waren über ein Jahrhundert lang seit Mitte des 20.Jh. der Reichtum des Iglesiente. Heute sind sie ein industriearchäologisches Erbe des von der UNESCO anerkannten geologisch- bergbaulichen Parks Sardiniens. Im Bergwerksmuseum Museo dell’Arte Mineraria, das im „Asproni“-Institut untergebracht ist, einem im Jugendstil gebauten Palast aus dem Beginn des 20.Jh. und im Museum der Bergwerksmaschinen Museo delle Macchine wird mit einer Sammlung von Mineralien, Plastiken, Rekonstruktionen von Bergwerksbereichen und der Ausstellung von Originalbergwerksmaschinen dessen Entwicklung durchlaufen. Um die Bergwerke auch „von innen“ zu sehen, kann man mit Führungen das Bergwerk von Monteponi, einer der wichtigsten Förderanlagen Italiens, in Nebida Gruben, Schächte, Stege und Häuser der Bergleute (in denen 1910 3.000 Menschen lebten und das heute ein Geisterdorf ist), darunter die Waschanlage Lamarmora (1897) sowie das Bergwerk von Masua und Porto Flavia besichtigen. Dieses zukunftsweisende, revolutionäre Werk ermöglichte die direkte Verladung der Mineralien und ist ein in der Mitte einer Felswand eingebauter Hafen, wo ein 600 m langer steil über dem Meer abfallender Schacht beginnt. Daran anschließend stößt man auf die Schätze des Küstenstreifens des Iglesiente, wie: den langen Strand von Porto Paglia, die Felsklippen von Masua und Pan di Zucchero, ein 132 m hohes, von der Zeit geprägtes Naturdenkmal, den kleinen Strand von Porto Flavia sowie Canal Grande di Nebida, ein Tal, das von 100 m hohen steil ins Meer abfallenden Felswänden gesäumt wird und das von blauem und smaragdgrünem Meer umgeben ist. Die steile Küste mit ihren bezaubernden Buchten ist ideal für so manchen Schnappschuss. Nach dem Meer kann man sich die diversen kulinarischen Köstlichkeiten zu Gemüte führen: Vom Thunfisch über die mit Kartoffeln und Minze gefüllten Raviolis bis hin zu Süßspeisen auf Mandelbasis, die ebenso Augenschmaus wie Gaumenfreude sind.

Posada

Er thront auf einem Kalkhügel, der von einer Burg überragt wird und von dem man eine herrliche Aussicht genießen kann. Posada, das 3.000 Einwohner zählt, gehört zur Vereinigung der schönsten Orte Italiens und ist in Hinblick auf seine Geschichte, Kultur und Landschaft einer der reizvollsten Orte der Inseln. Am Fuße des Ortes erstreckt sich das Tal des Rio Posada, der mit Kayak befahren werden kann und bestens für Natur- und Archäologieliebhaber geeignet ist. Durch ein Stausystem wird der See von Maccheronis gebildet: Hier gibt es zahlreiche Mountainbike-Routen und im Hintergrund erhebt sich der Montalbo. Dieses Gebiet gehört zum Tepilora-Naturpark, einem der größten und schönsten Grünflächen der Insel mit Pfaden, die vorbei an Quellen durch Wälder, Lagunen und Sanddünen führen, die ideal für Wander-; Rad- und Reitausflüge sind. Hier kann man sich Birdwatching im Weiher von San Giovanni widmen, in dem der Stelzenläufer und der rosa Flamingo beheimatet sind, oder aber sich am gleichnamigen Strand entspannen, der Perle eines Küstenabschnitts, der jedes Jahr mit dem Qualitätssiegel der Fünf blauen Segel ausgezeichnet wird. Auf keinen Fall sollte man sich die Strände Su Tiriarzu, Iscraios und Orvile entgehen lassen.

Posada ist auf der Asche der phönizischen Feronia (Name einer etruskischen Göttin) entstanden, und ist einer der ältesten Orte Sardiniens: Vermutlich war es (im 5.-4.Jh. v.Chr.) eine italisch-etruskische Siedlung. Der wichtigste Fund aus dieser Epoche ist eine kleine Herkulesstatue. In römischer Zeit drehte sich alles um den Portus Liquidonis, dem heutigen San Giovanni di Posada, einem Ortsteil am Meer, der von einem aragonesischen Turm überragt wird. Der lateinische Ortsname Pausata ist Inbegriff seines Schicksals, denn der Ort war Raststation und Grenzort. Papst Urban II erwähnte Posada in der Zeit der Judikate erstmals in offiziellen Urkunden aus dem Jahre 1095: Die Ortschaft erlebte damals eine Blütezeit, sie lag an der Grenze zwischen den Judikaten der Gallura und d’Arborea, die lange Zeit um dessen Besitz stritten und war Zielpunkt von Angriffen durch die Aragons. Seit dem 13.Jh. beherrschte das Castello della Fava die Ortschaft: Vermutlich war es ein Urlaubsort ante litteram der Richter, darunter auch Eleonora d’Arborea. Zu besichtigen ist auf dem Hügel die Burg: Hier sind der Turm und Überreste des Mauerringes zu sehen. Sein Name geht auf eine Legende zurück, die von der Belagerung einer türkischen Flotte und einer von den Bewohnern von Posada ausgeklügelten List erzählt, die die letzte handvoll Saubohnen an eine Taube verfütterten, um so die Invasoren davon zu überzeugen, noch über reichlich Vorrat zu verfügen. Aber auch in Wirklichkeit ging es nicht viel anders zu: Ab dem 14.Jh. war Posada Angriffen von sarazenischen Piraten ausgeliefert, die mit diesem Ort vom Meer aus wie mit einem Schatz liebäugelten. Bis heute konnte der Ort seinen mittelalterlichen Reiz bewahren: Er ist ein „Steinlabyrinth“ mit verwinkelten Gässchen, steilen Treppen, Bögen und ungeahnten kleinen Plätzen, die den Anschein von Flucht und Rache erwecken. In der Altstadt sticht die Pfarrkirche Sant’Antonio Abate ins Auge, die im 17.Jh. nach einem Plan aus dem Jahre 1324 wieder aufgebaut wurde: Die Festlichkeiten zu Ehren des Schutzpatrons finden Mitte Januar statt und zu diesem Anlass stehen große Feuer, Umzüge und Verkostungen von Süßspeisen (Cogoneddos und Aranzada) auf dem Programm. Am beliebtesten ist das Fest zu Ehren der Madonna del Soccorso, das am ersten Sonntag nach Ostern begangen wird.

Lu Impostu

Lu Impostu befindet sich im Gebiet Capo Coda Cavallo und zählt zur Gemeinde San Teodoro. Er zeichnet sich durch einen Untergrund aus hellem, sehr feinen Sand aus, der wunderschön in der Sonne leuchtet und aus dem einige Felsen hervorragen.

Der weitläufige Strand erstreckt sich über einige Kilometer und wird im Norden eingegrenzt von Capo Capicciolu, der ihn von Cala Brandinchi trennt. Er besticht durch feinsten, glänzenden Sand mit kristallklarem Wasser. Besonders interessant sind die Dünen, auf denen Wacholderbäume, Lilien und Meeresdisteln wachsen, sowie der dahinterliegende Lagunensee, der mit dem Meer verbunden ist und nach dem von San Teodoro der größte dieses Gebiets ist.

Der Strand von Lu Impostu zeichnet sich dadurch aus, dass er sanft ins Meer hin abfällt, weshalb er für spielende Kinder bestens geeignet ist. Der Strand weist ein großes Serviceangebot auf: Er verfügt über einen behindertengerechten Zugang, einen weitläufigen Parkplatz, der auch für Wohmobile geeignet ist, sowie Hotels, Campingplatz, Cafés, Erfrischungsstände und Gaststätten unterschiedlicher Art. Es besteht die Möglichkeit, Sonnenschirme, Liegen, Boote und Tretboote zu mieten.

Santa Teresa Gallura

Das Meer ist unbestrittener Mittelpunkt von Santa Teresa Gallura, einem Dorf von rund 5.000 Einwohnern, deren Zahl sich im Sommer mit der Ankunft von zehntausenden Urlaubern vervielfacht, wodurch der Ort mit Aperitifs in trendigen Lokalen und Livemusik belebt wird. Vittorio Emanuele I von Savoyen gründete diesen Ort 1808 und benannte das vormalige Longosardo (bzw. Longone) nach seiner Frau Maria Teresa um. Es ist ein privilegiertes „Fenster“ auf die Klippen von Bonifacio. Der Ort folgt dem kurvigen Verlauf zweier Buchten. Im Osten Porto Longone, wo der Touristenhafen liegt, und im Westen die Bucht von Rena Bianca, ein strahlender, besonders feiner Sandstrand nur wenige Schritte vom Hauptplatz des Ortes entfernt. Ihre glasklaren Wasser betören mit tausenden Farbnuancen, die mehrmals mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet wurden. Sie wird vom imposanten Longosardo-Turm dominiert, den Philipp II von Spanien erbauen ließ. Rundum den Ort liegen weitere bezaubernde Strände, von denen Sie ein oder zwei pro Tag besuchen können: der große, gut ausgestattete Strand La Marmorata, der malerische Cala Sambuco, der reizende Cala Balcaccia und der Strand Santa Reparata, dessen glasklares Meer und felsige Klippen Sie besonders faszinieren werden und die wie geschaffen für Tauchgänge sind. Weiter nach Westen stößt man auf den Felsvorsprung Capo Testa, der Nordspitze der Insel. Am Wall, der die Halbinsel-Landzunge mit dem Festland verbindet, erstrecken sich zwei wunderschöne Strände: Rena di Ponente und Rena di Levante. Bei jedem Wind können Sie hier auf beiden Stränden immer ruhiges Meer genießen. Vom westlichen Strand gelangt man bis nach Capicciolu (oder „Zia Colomba“-Strand), auf dem goldgelbe Körner überwiegen. Hier lag (vermutlich) das antike Tibula (und dessen Hafen), von wo aus schwer mit Granit beladene Schiffe abfuhren, der die Paläste des alten Roms zieren sollte. An der Westseite des Kaps liegt die zauberhafte Cala Lunga - Valle della Luna, das Wahrzeichen von Santa Teresa: zwischen den von der Natur geformten Granitwänden verbirgt sich so manche kleine Bucht. Das ist die Kulisse für das Festival Musiche sulle Bocche, das beim Mondschein noch spektakulärer ist. In Richtung Palau hingegen liegen die Granitbecken der Valle dell’Erica, die lange Porto Liscia-Sciumara, ein wahres Surferparadies, und die friedliche Conca Verde. In einem romantischen Pinienhain 3 km vom Ort entfernt besticht die mit Kupfer gedeckte Kuppel der Chiesa del Buoncammino, die Anfang des 20.Jh. auf einem mittelalterlichen Bau errichtet wurde. Absolut sehenswert ist die Batteria Ferrero, eine Befestigungsruine aus dem zweiten Weltkrieg mit Artillerieposten, Bunkern, Kasernen und Gruben. Die interessantesten archäologischen Fundstätten sind hingegen nuraghischen Ursprungs: Lu Brandali und Sa Testa.

Castello della Fava

Um 1300 belagerte eine türkische (oder sarazenische) Flotte Posada, um die Bevölkerung durch Erschöpfung und Hunger zu besiegen. Um die Belagerer zu täuschen, gaben die inzwischen erschöpften und nicht mehr kampffähigen Bewohner der Burganlage einer Taube die letzte Handvoll Saubohnen zu fressen, die noch von ihren Lebensmitteln übrig waren. Bevor die Taube wegfliegen ließen, verwundeten sie sie. Der Vogel fiel mit vollem Magen in das feindliche Lager: Die seltsame Schwellung wurde bemerkt und ebenso die reichliche Mahlzeit, was die Araber veranlasste, die Ressourcen der Burg zu überschätzen, worauf sie die Belagerung aufgaben. Von dieser Legende leitet sich der Name der Burganlage Castello della Fava ab, die von den Richtern Galluriens im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Die legendäre Geschichte unterscheidet sich nicht so sehr von der Realität: Ab dem 14. Jahrhundert wurde Posada mehrmals von sarazenischen Piraten überfallen, die die Burganlage vom Meer aus als Schatz ansahen und oft plünderten. Es überrascht also nicht, dass die mittelalterliche Ortschaft, die zu den Schönsten Dörfern Italiens gehört, ein „Labyrinth“ aus engen Gassen und verborgenen Plätzen ist: Die Architektur selbst erinnert an Hinterhalte, Überfälle und Fluchten.

Die aus wenig bearbeiteten Steinquadern erbaute Burg kann besichtigt werden: Sie steht auf einem grünen Kalksteinhügel, an dessen Hang das heutige Wohngebiet liegt. Wenn man leicht den Hügel hinaufsteigt, kann man den Zinnen umsäumten Turm und die Ruinen der Mauern mit ihrem unregelmäßigen viereckigen Grundriss bewundern, die einst von eine Reihe Zisternen aufwiesen. Vom Gipfel hat man einen wunderschönen Ausblick über das Tal des Rio Posada (mit dem Kajak zu befahren) bis zu den schönen Stränden rund um das Küstendorf San Giovanni di Posada. Wir befinden uns im Gebiet des Parks von Tepilora, einer der größten und schönsten Grünflächen der Insel, dessen Wege sich durch Wälder, Quellen, Lagunen und Sanddünen schlängeln und zum Wandern und Radfahren einladen.

Die Zeit der Judikate bildet für Posada als Grenzgebiet zwischen den Judikaten Gallurien und Arborea den Höhepunkt seiner Geschichte. Die Burg war lange Zeit zwischen den beiden Königreichen umstritten, bis sie 1380 in die Hände der Aragonier gelangte und dann unter dem Kommando von Brancaleone Doria an die Arborenser zurückgegeben wurde Es ist unwahrscheinlich, dass es eine militärische Garnison war, sondern eher die Residenz der Richter, vielleicht sogar von Eleonora d'Arborea. Einige sind der Meinung, dass es ein Vorläufer einer Touristenresidenz war. Posada war schon vor dem Mittelalter ein Grenzort, denn der gleiche Toponym Pausata bedeutet „Raststation“ und „Grenzort“. Seine Geschichte begann etwa im 5. Jahrhundert v. Chr. auf der Asche der phönizischen Ortschaft Feronia, die einst vielleicht eine italisch-etruskische Siedlung war und eine der ältesten bewohnten Ortschaften Sardiniens ist.

Santadi

Santadi, in einer fruchtbaren Ebene gelegen, ist ein wichtiger landwirtschaftlicher Ort, den der Rio Mannu in zwei Kerne teilt: Santadi Basciu und Santadi 'e Susu. Der höher gelegene Ortsteil ist kreisförmig um die Pfarrkirche S. Nicolò angeordnet, die auf das 15. Jahrhundert zurückgeht, aber im 19. Jahrhundert umgebaut wurde. Der Ortsname ist für das Mittelalter in der Form Sant'Agata bzw. Santa Ada de Sulcis belegt, wovon wohl der aktuelle Name abgeleitet ist. Das Gebiet birgt Spuren menschlicher Besiedlung schon in vorgeschichtlicher Zeit. Von besonderem Interesse ist die Stätte Pani Loriga, wenige Kilometer außerhalb des Wohnortes, in der Überreste einer phönizisch-punischen Siedlung aus dem 7. Jh. v. Chr. mit ihrer Nekropole und vermutlich dem Tophet zu sehen sind. Dieser Siedlung ging ein Nuraghe und eine neolithische Nekropole mit Höhlengräbern (domus de janas) voraus.

Sa Domu Antiga in der Ortsmitte führt die Rekonstruktion eines typischen Hauses des Sulcis vor, während einige der archäologischen Funde im Gebiet im Stadtmuseum ausgestellt sind. Wertvolle Zeugnisse eines nuraghischen Heiligtums aus der Eisenzeit stammen aus der Grotte Pirosu in der Örtlichkeit Su Benatzu. Nicht weit von hier liegt eine weitere Höhle mit Namen Is Zuddas, in der herrliche Kalkgebilde zu bestaunen sind. Beide Höhlen können mit Führung besichtigt werden. In dem von üppigen Wäldern umgebenen Bergdörfchen Pantaleo kann man dagegen die Bauten betrachten, die mit der Anfang des 20. Jahrhunderts hier verrichteten Bergwerkstätigkeit zusammenhängen. Unbedingt zu besichtigen ist die unweit von Santadi in der Gemeinde Villaperuccio gelegene Höhlengräber-Nekropole Montessu. Die renommierteste und meistgerühmte Veranstaltung von Santadi ist fraglos die 'Mauritanische Hochzeit”, bei der jedes Jahr im August ein junges Paar aus dem Ort in einem faszinierenden Zeremoniell vermählt wird, das an alte Traditionen des Ortes anknüpft. Großes Ansehen genießen die Weine der ortsansässigen Winzergenossenschaft, die verschiedene nationale und internationale Auszeichnungen gewonnen haben, darunter insbesondere der Carignano del Sulcis.