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Barumini

Barumini liegt mitten in der Marmilla, genauer gesagt am Fuße der Giara de Gesturi, im Tal des Flusses Mannu. Das Dorf ist dank Su Nuraxi, einem monumentalen Nuraghenkomplex, der heute zum Weltkulturerbe gehört und von der UNESCO geschützt wird, weltbekannt. Der Ursprung des Ortsnamens stammt von der Wurzel bar, die 'Höhle' bedeutet, und dem Suffix umini, das auf einen 'geräumigen Ort' hinweist. Die Ursprünge von Barumini sind sehr alt, wie die Nuraxi e' Cresia beweist, eine Nuraghe im Herzen des Dorfes, die auf 3.500 Jahre datiert ist. Der Nuraghenkomplex Su Nuraxi, der sich am Ortseingang befindet, ist einer der imposantesten Ausdrucksformen der megalithischen Zivilisation Sardiniens. Die Ausgrabungen, die der berühmte Archäologe Giovanni Lilliu ab 1951 durchführte, brachten ein großartiges Monument aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. ans Licht.

Während der Zeit der Judicats gehörte das Dorf zu Arborea, während es 1541 Teil der Baronie Las Plassas wurde, die der Familie Zapata zugesprochen wurde. Die Altstadt von Barumini beherbergt noch immer wunderschöne Beispiele für Architektur, von der Kirche San Nicola im archaischen pisanischen Stil bis hin zur Kirche San Giovanni aus dem 13. Eines der bedeutendsten Gebäude des Dorfes ist jedoch zweifellos das Haus Zapata. Es wurde zwischen dem Ende des 16. und dem Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut und ist von großem Interesse, da es eines der seltenen und frühen Beispiele für spanische Zivilarchitektur in Sardinien ist, die sich am Stil der Renaissance orientiert. Im Inneren befinden sich die Überreste des Nuraxi e' Cresia, die bewegend zu entdecken sind und diesen Palast mit Geschichte und Identität bereichern. Mitte Mai ist das Fest des Heiligen Isidor - des Beschützers der Landwirte - sehenswert, ebenso wie das Fest der Heiligen Lucia in den ersten Julitagen mit Prozessionen von der kleinen Landkirche bis ins Dorf und weltlichen Festlichkeiten.

Coacuaddus

Der Strand von Coacuaddus (was in der einheimischen Sprache "Pferdeschwanz" bedeutet und mit dieser harmonisch geschwungenen Küste zusammenhängt, die von zahlreichen Buchten gekennzeichnet ist) ist ein langer Strand mit weißem, grobem Sand, der von einem großen Fels in zwei Abschnitte unterteilt wird. Diese Bucht besticht aufgrund der sie umgebenden grünen Hügel, das türkisfarbene und grüne Wasser auf einem niedrigen Meeresgrund, weshalb auch kleine Wasserratten hier sicher baden können. In der Nähe der Fälle ist die Unterwasserwelt besonders interessant für Tauchgänge, aber auch Schnorchler kommen hier keinesweg zu kurz. Die den Strand umgebende Landschaft ist reich an den typischen Sträuchern der Macchia des Mittelmeerraums mit ihrem herrlichen Duft und ist geradezu ideal für all diejenigen, die gerne spazierengehen und dabei den atemberaubenden Blick auf die etwas tiefer gelegene Küsten genießen wollen.

Coacuaddus befindet sich im gleichnamigen Gebiet der Insel Sant'Antioco ist und ist auf der Provinzstraße 104 von der Ortschaft von Sant'Antioco aus zu erreichen, von der man nach etwa 10 km links abbiegt und dann den Schildern zum Strand folgt.

Bergbau-Kunstmuseum

Das Museum liegt in Iglesias im Untergeschoss des Mineralischen Instituts &bdquo.Asproni', eines prachtvollen Jugendstilgebäudes. Es wurde unter der Aufsicht des Ingenieurs Giorgio Asproni erbaut, der hierfür die großzügige Summe von 100.000 Lire zur Verfügung stellte, und wurde am 13. Dezember 1911 eröffnet. Der Museumsrundgang beginnt im zentralen Hauseingang und führt durch mehrere Flure, in denen Werkzeuge für den Materialtransport, Sprengstoff und Maschinen für Ausgrabungen und Bohrungen gezeigt werden.

Die Ausstellung dokumentiert und illustriert die sardische Bergwerkswelt mit zahlreichen Fotos aus der damaligen Zeit, sowie Mineralien und maßstabsgetreue Modelle und Plastiken, die die Geschichte der Minentechnik nachempfinden. Der Rundgang führt weiter zu einer kleinen, nachgestalteten Mechanikerwerkstatt und sieht den Besuch einer Flotationsanlage zur Verarbeitung von Mineralien vor. Das Schmuckstück der Kollektion ist der 2GH-Bagger von Montevecchio. Begehbar sind restaurierte und abgesicherte Teile des pädagogischen Tunnels, der ab 1934 mit unterschiedlichen Bautechniken von Schülern angelegt wurde. Die verschiedenen Abschnitte des Tunnels verzweigen sich über 300 Meter unter und außerhalb des Institutsstandorts.

Das Tiefgeschoss wurde während des zweiten Weltkriegs als Luftschutzbunker, Krankenstube und in direkter Verbindung mit dem alten Krankenhaus von Santa Barbara als Operationssaal genutzt.

Mit der Museumsinitiative soll vor allem jungen Menschen vermittelt werden, dass Arbeit die Grundlagen für gesellschaftlichen und sozialen Fortschritt schafft. Für die Erhaltung der Bergwerksgeschichte zu sorgen ist also wichtig, insbesondere angesichts der vielen Arbeiter, die unter großen Opfern auf unserer Insel die so genannte Bergbaukultur (&bdquo.cultura mineraria') geschaffen haben.

Das Bergbaumuseum dient der Kommunikation und Bildung zum Thema Geschichte und Erhaltung des riesigen kulturellen Erbes, das in mehr als zweihundert Jahren Bergbaugeschichte in ganz Sardinien entstand. Die Nachgestaltung der typischen Bergbauanlagen, die Ausstellung restaurierter Originalmaschinen und die von den Schülern des Instituts verwendeten maßstabsgetreuen Modelle und Plastiken bilden ein bedeutendes wissenschaftliches, menschliches und kulturelles Vermächtnis der Region um Iglesias.

Villa Asquer

Am Fuß der Hochebene der Giara liegt im historischen Ortskern von Tuili der Wohnsitz, der bis vor wenigen Jahrzehnten der Familie Asquer gehörte und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, vielleicht nach einem Entwurf von Gaetano Cima, in schönen klassizistischen Formen errichtet wurde, samt angeschlossener Wirtschaftsgebäude. In diesem herrlichen Rahmen sind heute das 'Museo dell'olivo e dell'olio' (Museum der Oliven und des Öls) und das 'Museo degli strumenti musicali sardi' (Museum der sardischen Musikinstrumente) untergebracht.

Anhand von Erzählungen und Bildern der Zeit veranschaulicht das 'Museo dell'olivo e dell'olio' im Erdgeschoss des Gebäudes die Tradition des Olivenanbaus. Baumveredler, Baumstutzer und Sammlerinnen erzählen die Mühe dieser jahrtausendealten Arbeit, die bei der Veredelung des wilden Ölbaums ihren Ausgang nimmt, um bei der Ölgewinnung aus den Oliven zu enden. Hacken, Spitzhacken, Pfropfmesser, Mühlen und große Krüge sind die einfachen Werkzeuge, welche die Erzählung unverändert vom 19. Jahrhundert bis in unsere Tage begleiten. Beschrieben werden die Pflege und Sorgfalt, die die Asquer, Adelsfamilie ligurischer Abstammung, dem Olivenanbau und der Ölherstellung angedeihen ließen, insbesondere in der Person von Don Gavino Asquer Pes, der, von Neuerungen angezogen, eine moderne, zweckdienliche Ölmühle in dem Anwesen einführte. Neben der Ölmühle aus dem 19. Jahrhundert sind jüngere Maschinen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu sehen.

Das 'Museo degli strumenti musicali sardi' ist im Obergeschoss der Villa eingerichtet, wo sich einst das Familienleben abspielte. In der Sammlung kommt den Launeddas, dem sardischen Blasinstrument par excellence, ein besonderer Stellenwert zu. Ihre umfängliche Auswahl, deren Anordnung in fünf Reihen auf die Idee des Pentagramms verweist, nimmt eine ganze Wand ein. Doch sind die Launeddas der Sammlung nicht nur zu betrachten, sondern die Melodien dieses alten Instruments aus Schilf werden im Spiel des Maestro Franco Melis auch zu Gehör gebracht. Schilf ist ein Material, dem man auch bei anderen Instrumenten der Sammlung begegnet, denn es ist auf der Insel in ausgezeichneter Qualität reichlich vorhanden. So sind in den Vitrinen unzählige Exemplare von benas, sulitus und pipaiolus aus Schilf (canna isperrada, cannuga, sarragia) zu sehen. Die Museumsausstellung umfasst außerdem Schlaginstrumente wie tumbarinos und afuente, Rasselinstrumente, die bei den Feierlichkeiten der Heiligen Woche Verwendung finden, wie taulitas und matracas, sowie Fonografen, Grammofone, Plattenspieler und Ziehharmonikas.

Villa Asquer ist ein architektonisch wertvoller Bau, der noch heute an die Familie erinnert, die ihn errichtete und bewohnte. Die Kultur des Öls und der traditionellen Musik, die hier dokumentiert ist, vermittelt den jungen Generationen Eindrücke einer untergegangenen faszinierenden Welt.

Capitana

Dessen Sandstrand wird von zwei Buchten geteilt, von denen die erste kleiner und halbmondförmig ist und die zweite sich zu einem felsigen Vorgebirge erstreckt. Er ist aufgrund der ständigen Küstenerosion schmal, fast zwei Kilometer lang und verläuft entlang der gleichnamigen Ortschaft im Gebiet von Quartu Sant’Elena, der drittgrößten Stadt der Insel. Der Strand von Capitana prägt einen großen Teil der Panoramastraße Cagliari-Villasimius. Er erscheint in leuchtenden Farben am Ende einer geraden Strecke und kurz vor dem Eintritt in eine Landschaft, in der die Häuschen dem Grün von Pappeln, Tamarisken und Eukalyptusbäumen, kleinen Reliefs mit mediterraner Macchia und malerischen Felsen weichen.

Der Strand ist über mehrere Abzweigungen der Provinzstraße 17 zu erreichen und besteht aus einer Landzunge mit feinem, weißem Sand, die unmittelbar in den Küstenstreifen sowie einen flachen, sandigen, sanft zum offenen Meer hin abfallenden Meeresboden übergeht. In Ufernähe ist das Meer klar, dann werden die verschiedenen Blautöne immer dunkler, je weiter man in die Ferne blickt, bis es schließlich eine tiefblaue Farbe annimmt. Wenn Mistral und Schirokko wehen, wird Capitana zu einem unwiderstehlichen Anziehungspunkt für Surfer sowie Kite- und Windsurffans, für die es an Schulen und Ausrüstungsverleihen nicht mangelt. Westlich des Strandes befindet sich ein gut ausgestatteter kleiner Hafen mit zwei Hafenbecken, der 2020 als Yachthafen mit der Blauen Flagge ausgezeichnet wurde. Auf dieser Seite wird der Meeresboden in der Nähe der Steilküste steinig, und dank des klaren Meeres ist beim Schnorcheln eine reiche Meeresfauna zu sehen.

In der näheren Umgebung werden zahlreiche Serviceleistungen, wie Bar-Restaurants, Pizzerien, Hotels, Campingplätze und Sportplätze geboten. In östlicher Richtung, nahe dem Vorgebirge, befindet sich ein anderer kleiner Strand mit Kieselsteinen und aus dem Meer auftauchenden Felsen: Die Rede ist von Baia Azzurra, ideal zum Entspannen, da er dank der ihn begrenzenden Felsabschnitte, idyllisch und abgeschieden ist. Ein bequemer Holzsteg lädt zum Sonnenbaden und Genießen der Aussicht ein. Auf der linken Seite, am Fuße des Felsvorsprungs, wird ein Uferteil „Caletta delle vasche“ (Kleine Bucht der Wannen) genannt. Bestechend ist die Klarheit des türkisfarbenen Wassers, aus dem weiße, von den Wellen geschliffene Felsen auftauchen.

Man kann auch den historischen und archäologischen Spuren dieser Gegend folgen und die Militärbatterie Carlo Baldi, eine Festung aus den 1930er Jahren, und die Nuraghe Diana, ein Dreipass-Bauwerk aus der Mitte des zweiten Jahrtausends vor Christus, besuchen. Einer Volkssage nach soll in der Nuraghe-Festung ein wunderbarer Schatz verborgen sein: Die Beute wurde von einem Piraten und seiner Gefährtin, der Capitana, erbeutet, die vergeblich auf seine Rückkehr wartete und von diesen Ufern aus suchend auf das Meer blickte. Ihr zu Ehren gaben die Einheimischen diesem Ort ihren Namen.

Museumssystem von Armungia

Das Museumssystem von Armungia umschließt das Museum 'Emilio und Joyce Lussu' und das Ethnografische Museum 'Sa domu de is ainas', das Aspekte der traditionellen Kultur des Ortes dokumentiert, ferner die Schmiede mit den Werkzeugen des alten Hufschmiedes und den Nuraghen Armungia.

Sitz der Ausstellung ist die Casa del Segretario, ein schönes Herrenhaus aus Stein, das der Familie Dessì gehörte und zwischen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde. Verschiedene charakteristische Bauelemente und Räumlichkeiten sind noch erhalten, so der Brunnen, der Ofen fürs Brotbacken, die Privatkapelle und der Innenhof, in dem heute kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Das Museum ist Emilio Lussu (Armungia 1890 . Rom 1975) und Joyce Salvadori Lussu (Florenz 1912 - Roma 1998) gewidmet, zwei Protagonisten der Geschichte des 20. Jahrhunderts und Schlüsselfiguren der demokratischen und antifaschistischen Geschichte unseres Landes. Der Fotoraum ('Sala delle foto') beschreibt die biografischen Wechselfälle von der Kindheit Emilio Lussus über die dramatischen Ereignisse des Ersten Weltkriegs, die Gründung der Sardischen Aktionspartei und den antifaschistischen Kampf bis hin zur politischen Erfahrung der Nachkriegszeit in einem von Krieg und Diktatur erschöpften Italien, das es neu aufzubauen galt. Der Multimediaraum ('Sala multimediale') präsentiert die CD ROM 'Emilio Lussu: la storia di un uomo' mit Fotografien, vertiefenden Texten, digitalisierten historischen Dokumenten, Filmen und Interviews der Zeit. Der Bücherraum ('Sala dei libri') ist dem literarischen Werk der Lussus gewidmet und bietet die Möglichkeit, die Hauptwerke von Emilio ('Marcia su Roma e dintorni' von 1931. 'Un anno sull'altipiano' von 1938. 'Il cinghiale del diavolo' von 1938) und Joyce ('Fronti e frontiere' von 1945) durch interaktive Lesepulte mit Inhaltsbeschreibungen kennen zu lernen. Außerdem sind in den Museumsräumen zwei Dauerausstellungen zu sehen: die bei der Kunstausstellung 'Emilio Lussu: l'impegno di una vita' prämierten Werke und die Fotoausstellung '1971: Emilio, la sua casa, la sua famiglia, la sua Armungia' von dem Fotografen Franco Caruso, die mit unveröffentlichten Aufnahmen die enge Beziehung belegt, welche die Lussus mit den Menschen und Orten Armungias verband.

Die Ausstellung ist zwei herausragenden Gestalten gewidmet: Emilio Lussu, legendärer Kämpfer im Ersten Weltkrieg, politischer Führer, Schriftsteller und Essayist, und Joyce Salvadori, die Leben, Interessen und die Liebe zu seinem kleinen Heimatort mit ihm teilte.

Nuraghe Arrubiu

Die Bezeichnung Roter Riese ist ihren majestätischen Ausmaßen und den rötlichen Nuancen der Flechten, die ihre Mauern aus Basaltsteinen färben, geschuldet. Der Komplex von Nuraghe Arrubiu, im Gemeindegebiet von Orroli, erstreckt sich über fünftausend Quadratmeter und besteht aus einem zentralen Turm (Mastio) von 15 Meter Höhe - ursprünglich doppelt so hoch - , der von einer mächtigen Bastion aus fünf Türmen umgeben ist, die ihrerseits von einem Verteidigungsring aus sieben, durch Kurtinen verbundenen Türmen umgeben ist. Im Inneren weist die Anlage verschiedene Höfe auf. Südöstlich erhebt sich eine weiter Vormauer mit durch Mauern verbundenen fünf Türmen. Insgesamt beträgt die Anzahl der Türme 21. Im Inneren des Hauptturms (Mastio), von dem der erste von drei Stockwerken erhalten ist, durchläuft man einen schmalen Gang, der zur zentralen Kammer führt, die eine Feuerstelle und eine Ritualvase enthält. Das Kraggewölbe (Tholos - falsches Gewölbe) ist intakt, wie auch in einigen kleineren Türmen.

In den Höfen sind aufgefunden worden: Sitzbänke, Zisternen, Feuerstellen, Nischen, Treppen, Eingänge, Korridore und überdachte Räume. Drum herum, viele Überreste von Hütten. Längs der Ostseite steht eine große Runde: Es ist die der Versammlungen, mit einer umlaufenden Sitzbank und einer Feuerstelle. Das Denkmal „lebte“ zwischen dem 14. und 9. Jh. v. Chr. mit abwechselnden Phasen. Nach deinem Einsturz, blieb es bis zum 2. Jh. v. Chr. unbewohnt, als es die Römer zu einer Weinkelterei umbauten: Zwei Becken und Kelter bezeugen dies. Datierung und Bedeutung werden durch die Fundstücke bestätigt: Es ragen bedeutende aus dem Peloponnes importierte Keramikgefäße heraus, die nicht nur gelegentliche Kontakte mit der mykenischen Kultur belegen.

Die archäologische Stätte von Orroli liegt in der Mitte der sanften Erhebung von Pran' e murru, und überblickte das Gebiet des mittleren Flumendosa. Die Schluchten, in denen der Fluss verlief, sind heute teilweise von zwei Stauseen überflutet. Ein vom Menschen seit der Vorgeschichte tief gezeichnetes Gebiet, wie die außergewöhnliche Konzentration von Überresten der Vergangenheit bestätigt: Von der Jungsteinzeit zur Bronze. und zur Eisenzeit, bis zu zu römischen und frühmittelalterlichen Reliquien. Die Arrubiu-Nuraghe war der Angelpunkt, um sie herum kreisten Trabanten-Nuraghen, die die strategischen Punkte und die Zugangsstraßen beherrschten. In der Nähe der Anlage liegt die Tomba di Giganti della Spada (Grab der Riesen des Schwerts). Während im Park von su Motti, in einem Flaumeichenwald, eine Nekropole mit 15 Domus de Janas (Häuser der Feen - Felsengräber) zu finden ist. Im Ort dagegen steht die Casa del Nuraghe Arrubiu, ein aus einem alten Herrenhaus gewonnenes Museum, das in zwölf Sälen die Ergebnisse der im Jahr 1981 begonnenen Ausgrabungen ausstellt.

Solanas

Der Strand von Solanas zeichnet sich durch hellen, groben Sand aus und wird bis dicht an den Strand hin von der Vegetation eingerahmt. Direkt hinter dem Strand befindet sich ein Urlaubsort, während man auf der Ostseite das sanfte Profil der kleinen Dünen am Fuss des Capo Boi erkennen kann.

Der Strand verfügt über ein großes Dienstleistungsangebot: Es gibt einen behindertengerechten Zugang, einen kleinen Parkplatz, Cafés, Erfrischungsstände und es besteht die Möglichkeit, Sonnenschirme, Liegen und Tretboote zu mieten. Dieser stark den Winden ausgesetzte Strand ist ein Mekka für Surfer und auch bei Freunden der Unterwasserjagd und Tauchern sehr beliebt.

Bultei

In der Umgebung des Dorfes liegen mehrere Wälder und am Monte Paidorzu befindet sich ein Waldgebiet um das Gebäude der Forstaufsicht, das intensiv wieder aufgeforstet wird. Auf einer Reihe bequemer Wanderwege, die das Gebiet durchqueren, kann der Besucher die faszinierende und wunderschöne Gegend kennen lernen. Fährt man auf der Straße Strada delle vette in Richtung Pattada, sieht man das Gebäude Sa Fraigada, das in der gleichnamigen Ortschaft steht. Der Ort liegt inmitten eines Eibenwalds, in dem auch schwefelhaltige Quellen fließen.

In der Nähe des Waldes Foresta dei Fiorentini, bei der Kaserne der Forstaufsicht "Morelli", gibt es Stellen, von denen man einen traumhaften Blick auf die umliegenden Täler hat. In dieser Gegend steht eine kleine sehenswerte alte Kirche zu Ehren der Madonna di Fatima. Aus archäologischer Sicht ist die Gegend, abgesehen von den zahlreichen Höhlengräbern (domus de janas) vor allem wegen des Nuraghen Tilariga interessant, der auf eine Zeit zwischen 1400 und 1000 v. Chr. datiert wird. Dieser Nuraghe befindet sich im Berggebiet oberhalb des Dorfes und besteht aus einem zentralen Turm mit einer angebauten Bastion und drei Nebentürmen. Im Inneren ist ein Korridor, über den man in die Haupträume sowie zu den Türmen gelangt. In der Ortschaft Su campu steht an der Straße nach Anela die kleine Kirche San Saturnino di Usolvisi.

Sie wurde im 12. Jahrhundert im romanischen Baustil errichtet und war ein Geschenk von Attone, dem Bischof von Castra an die Kamaldulensermönche. Das Gebäude, das sich durch seine schlichte Bauweise auszeichnet, besteht aus roten Trachytziegeln und wurde auf den Resten eines Nuraghen erbaut. die Apsis wird von einem Dachgiebel bedeckt. In unmittelbarer Nähe der Kirche befindet sich die Thermalanlage mit dem gleichen Namen. In den Thermen, die bereits in römischer Zeit unter dem Namen Aquae Lusitanae bekannt waren, sprudeln heiße schwefel- und eisenhaltige Quellen.

Torralba

Torralba ist ein landwirtschaftlicher Ort im Meilogu, der in einem von Tälern umgebenen Hügelgebiet liegt und von zwei Erhebungen beherrscht ist. Auf einer der beiden steht die Pfarrkirche San Pietro Apostolo. Das Gebiet ist reich an Quellen und Bächen, die seine Besiedlung seit uralter Zeit gefördert haben. Im Laufe der Zeit folgten verschiedene Kulturen aufeinander. Die ältesten Zeugnisse stammen aus der Steinzeit. Es sind die Höhlengräber (domus de janas) Su Siddadu und Santu Jorzi sowie die von Nughedu, die unterhalb der Hochebene von San Pietro di Sorres liegen. Die bedeutendste Epoche war für Torralba jedoch sicher die Nuraghenzeit. Rund 30 Nuraghen und ein Dutzend Gigantengräber finden sich im Gemeindegebiet, das aufgrund dieser hohen Konzentration archäologischer Zeugnisse den Namen 'Valle dei Nuraghi' (Nuraghental) erhielt. Am wichtigsten ist darunter die Nuraghenfestung Santu Antine, nach Barumini die beeindruckendste Anlage ganz Sardiniens. Zahlreich sind auch die Zeugnisse der römischen Kolonisierung, die der landwirtschaftlichen Tätigkeit im Gebiet Aufschwung gab.

In der Richterzeit gehörte Torralba zum Verwaltungsbezirk Cabu Abbas im Bistum Torres. nach der Eroberung durch die Aragonier wurde es Sitz eines Marchesats. Die ersten Nachrichten über den Ort gehen jedoch auf das Mittelalter zurück, wie die ältere Kartografie zeigt, wonach er in der Nähe der Via Turresa und der antiken Stadt Sorra lag. Er wurde im 12. Jahrhundert gegründet und entwickelte sich rund um die Kirche Santa Maria, von der keinerlei Spuren erhalten sind. Der mittelalterliche Ursprung des Ortes wird auch durch einige Gebäude im historischen Ortskern belegt. Neben den Häusern befinden sich die traditionellen Steinbänke und anmutige kleine Brunnen. Die alten Gassen sind steingepflastert. Torralba ist für seine Nuraghenfestung Santu Antine berühmt, die zu den wichtigsten im westlichen Mittelmeer zählt. Es ist ein rund 17 Meter hoher mächtiger Bau, der das ganze 'Nuraghental' überragt. Die Burg oder Festung umschließt einen dreigeschossigen Mittelturm, den ältesten Teil der Anlage, um den eine dreieckige Bastei mit drei Türmen später angebaut wurde. Rund um die 'Königsburg' liegen die Reste eines nuraghischen Dorfes, das auch in der Römerzeit bewohnt war. Heute befindet sich in dem archäologischen Komplex das Museo della Valle dei Nuraghi del Logudoro-Meilogu, in dem verschiedene Fundstücke aus der Festung und dem 'Nuraghental' gesammelt sind, Ausstellungen gezeigt werden und eine ethnografische Abteilung Gegenstände des örtlichen Kunsthandwerks und der lokalen Kultur präsentiert. In unmittelbarer Nähe der verschwundenen Kirche Santa Maria im alten Ortskern von Torralba wurde 1615 die neue Pfarrkirche San Pietro Apostolo im gotischen und Renaissancestil errichtet. Die Kirche ist aus Kalkstein erbaut und beherbergt einen Holzaltar mit Statuen von San Pietro, San Giuseppe und San Sebastiano, ein Taufbecken aus Kalkstein und ein Altarbild aus dem 18. Jahrhundert mit zwei Tafeln eines sardischen Künstlers aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirche Nostra Signora di Cabu Abbas, die zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert im pisanisch-romanischen Stil gebaut wurde, liegt an der Straße zum Nuraghen Sant'Antine. Der Außenbau besteht aus weißen Kalksteinblöcken, während im Inneren Trachyt verwendet wurde. An der Fassade kann man in der Mitte des Tympanons eine seltsame Menschengestalt bewundern, die wahrscheinlich eine frühchristliche Gottheit darstellt. So wie Torralba Zeugnisse einer uralten Vergangenheit bewahrt, so bewahren auch die typischen Speisen des Ortes den Geschmack früherer Zeiten. Vor allem darf man sich das Brot von Torralba, das berühmte "fresa" oder "pane carasau" nicht entgehen lassen, das häufig mit Vollkornmehl, sa fresa niedda, zubereitet und im Holzofen gebacken wird, bis man den großen dünnen Fladen in zwei Scheiben teilt und diese nochmals backt, damit sie knusprig werden. Das "pane untinadu", bei dessen Herstellung das Fett von Bratwurst auf das Brot geträufelt wird, bis es den ganzen Fleischgeschmack aufnimmt, wird zum Dreikönigsfest zubereitet. Weitere Backspezialitäten sind die "mantogadas", aus einem Schmalzteig zubereitete Zöpfe, die mit Zuckersirup und Zitronensaft überzogen werden. die "casadinas" mit einer Füllung aus säuerlichem Käse, Petersilie und Rosinen und "sa gozzula de s'ou", ein Zopf aus Weizengrießmehl und Rosinen mit einem ganzen Ei in der Mitte.