Schöne, (fast) zu schöne Strände, um wahr zu sein

Spiaggia rosa - Isola di Budelli

Schöne, (fast) zu schöne Strände, um wahr zu sein

Unberührte, geschützte Paradiese, die besucht werden können, oder Orte, die einst off limits waren und heute im Sommer zugänglich sind sowie Kunstwerke der Natur, die nur aus der Ferne zu bewundern sind

Sardinien bietet Juwele von unschätzbarem Wert und atemberaubender Schönheit: Traumstrände, die durch Naturparks und Meeresschutzgebiete bewahrt werden, oder in Militärgebiete „eingeschlossen“ sind, und nur beschränkt benutzt werden können.

Ein Kunstwerk der Natur, das nur von weitem bewundert werden kann

Sehenswert ist der Rosa Strand, ein unschätzbares Naturgut der Insel Budelli, der „mit Sicherheitsabstand“’, wie ein Kunstwerk der Natur, in Begleitung der Führer vom Park des Maddalena Archipels besichtigt werden kann. Er ist nach der Farbe seines Sandes benannt, der aus kleinsten Korallen- Granit und Weichtierteilchen, wie einem rosa Mikroorganismus, besteht. Türkisblau brechen die Meereswellen am rötlichen Küstenstreifen, während sich im Hintergrund Farben und Düfte der mediterranen Vegetation vereinen. Dieses weltweit einzigartige Juwel und Naturreservat, wo Anlege-, Bade- und Ankerverbot herrscht, inspirierte 1964 das Genie Michelangelo Antonioni zu einigen Szenen des Films „Die rote Wüste“.
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Nahe der Straße von Bonifacio, im äußersten Norden von Sardinien, befindet sich eines der Symbole des Nationalparks des Archipels der Maddalena,...

In Cala Sabina darf man im Meer baden, in anderen Paradiesen der Asinara ist dies verboten

Vielmehr als eine Bucht sollte man sie als Naturbad bezeichnen, dessen Farbtöne von Tiefblau bis Blau und Hellgrün reichen. Cala Sabina erreicht man auf dem Meerweg nach den Angaben und mit den Genehmigungen der zuständigen Behörde, die den Park dell’Asinara verwaltet, und auf dem Landweg auf dem Pfad vom Ort Cala d’Oliva. Einer der am strengsten gehüteten Schätze der Insel befindet sich dort, wo das Baden erlaubt ist. Und dies wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen: Der Sand ist weich wie Mehl und der Meeresgrund so klar, dass man zutrauliche Fische sehen kann.
Cala Sabina - Asinara
Nell’isola che rappresenta la punta nord-occidentale della Sardegna, protetta dal parco nazionale, spiccano vari tesori, tra cui una baia di sabbia...

Piscinas, keine Beschränkung, denn sie wird von der Natur selbst geschützt

Am Ende einer kurvenreichen Straße, die durch ein enges Tal, Hügeln aus Steinbruchsedimenten, Ruinen von Anlagen und Geisterdörfern, den Spuren der langen Bergbaugeschichte dieses Gebietes, stößt man auf eine ockergelb leuchtende Sanddüne, die intensiv entgegenzustrahlen scheint. Diese Perle der Costa Verde, im Gebiet von Arbus, und der Zauber des Mittelmeers heißt Piscinas. Hohe, geschmeidige Wüstendünen, die der Mistralwind geformt hat, und die bis ins Unendliche zu reichen scheinen, vom Hinterland bis zum Meeresufer, bedeckt von jahrhundertealten, verzweigten Wacholdersträuchern, Mastix- und Ginsterbüschen. Hier ist auch der sardische Hirsch beheimatet, während am Ufer Meeresschildkröten ihre Eier ablegen.
Spiaggia di Piscinas - Costa Verde
Die ‘Perle’ der Costa Verde, im Süd-Westen Sardiniens, ist eine strahlende, ockergelbe Wüste, bewegt vom Winde und mit mediterranen Grün übersät

Ein Paradies auf Erden im Militärgebiet

Porto Zafferano - ein Traumurlaub wird wahr. Doch auch er ist vergänglich wie ein Traum: ein Stück Paradies im Militärgebiet von Teulada. Nur im Juli und August darf man sich den zauberhaften Stränden von Tuerredda und Porto Tramatzu mit dem Boot nähern. Die Einsamkeit dieses Ortes lässt ihn noch abgeschiedener erscheinen. Der Halbmond aus schneeweißen Pünktchen und in der Dünung angeschwemmte, rosa schimmernde Muschelscherben werden Ihnen ewig in Erinnerung bleiben. Der weiche Sand versinkt am seichten, in allen Blautönen schillernden Meeresgrund. Dahinter muten die Berge wie die Umrisse einer schlafenden Frau an.
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Der letzte westliche Strand im Süden Sardiniens ist ein Winkel des Paradieses, das sich in einem Militärsperrgebiet befindet und nicht immer...

Eine andere, teils „frei“ und teils nur im Sommer zugängliche Perle von Teulada

Von Porto Tramatzu kann man mit dem Boot Porto Zafferano erreichen, man sollte aber auf jeden Fall vor (und nach) diesem eindrucksvollen Ausflug bis zuletzt auch dieses Wunder der Natur genießen. Der Sand ist strahlend weiß und fein, das Meer erstrahlt in Grün- und Türkistönen und der Meeresgrund ist bis zehn Meter weit hinaus klar und seicht. Das ist sozusagen der, wenn auch einige Kilometer entfernt liegende „Stadtstrand“ von Teulada. Davor zeichnet sich das felsige Profil der von mediterraner Macchia bedeckten Isola Rossa ab, die, angesichts des seichten Meeresgrundes, zu Fuß, ohne zu schwimmen, erreichbar ist. Ein Teil des Strandes gehört zum Militärgebiet, ist aber in den Sommermonaten benutzbar.
Porto Tram

Der Strand Porto Tramatzu zeichnet sich durch den weißen, feinen Sand aus. Direkt vor dem Strand liegt die Isola Rossa, die „rote Insel”. Ein...

Der kristallklare Reiz des verbotenen Paradieses von Murtas

Ein wunderschöner Küstenstreifen des Sarrabus-Gebietes, einem der schönsten des Mittelmeeres mitten im Militärpolygon des Salto di Quirra. Teilweise war hierzu 20 Jahre lang der Zutritt verboten, doch ist seit 2016 der nur von Juni bis September der Öffentlichkeit zugängliche Bereich, erweitert worden. Der große Strand von Murtas, der auch „di Quirra“ oder s’Acqua Durci genannt wird, eine (teils) verbotene „Perle“ der Küste Villaputzu, erstreckt sich gut 6 km weit mit seinem hellen, mittelgroß- bis großkörnigen Sandstrand, unter den sich auch so manch kleines geschliffenes Steinchen mischt. Er ist von großen Dünen gesäumt und glasklarem, tiefblauen Meer umspült.
Cala Murtas - Villaputzu

Zauberhaftes Szenarium und Kultfilm-Set

Cala Luna kann man mit dem Boot, Schlauchboot oder Ausflugsboot erreichen, mit dem auch andere Traumstrände angefahren werden, wie Cala Goloritzè, Cala Mariolu und Cala Sisine. Oder aber mit einer reizvollen, aber anstrengenden Wandertour im Supramonte, wo sich beschwerliche Pfade sich durch Felsen und Wälder entlang des Bachs Codula di Luna winden. Doch an der Mündung angelangt wird die Mühsal mit der Kulisse des Kultfilms „Hingerissen von einem ungewöhnlichen Schicksal“ reich belohnt. An der Grenze zwischen Barbagia und Ogliastra stößt man auf wilde Natur: inmitten tiefblauem Meer liegt ein goldgelber Strand, umgeben von Felswänden mit vielen Grotten, die vor der Mittagshitze Schutz bieten.
Cala Luna - Dorgali Baunei
Zwischen Barbagia und Ogliastra, im Zentrum der Ostküste der Insel, befindet sich ein wegen des ursprünglichen Aussehens und der unberührten...

Ohrenbetäubende Stille, abgeschieden von der Welt

Nach einer langen, von Wacholdersträuchern, Pinien und Steineichen gesäumten Straße wird man von leuchtend weißem Sand überwältigt. Man hat das Gefühl, in ein Märchen einzutauchen, und doch ist die Oasi di Bidderosa Wirklichkeit: fünf kleine Buchten mit strahlend weißem, feinstem Sand, die in einen Naturpark von „mediterranen“ Wäldern an der Küste von Orosei eingebettet sind. Nur eine beschränkte Besucherzahl ist von Mai bis Ende Oktober zugelassen. Mit dem Rad oder zu Fuß das ganze Jahr über, wobei aber die vorgegebenen Regeln beachtet werden müssen, damit dieses ruhige, stille Stück Paradies bewahrt wird. Man kann aber auch von der nahen Cala Ginepro schnell hinüber schwimmen; bei Ebbe ist das Meer nur 1 m tief.