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Ornithologisches Museum Sardiniens

Das Museum liegt in der Ortsmitte von Siddi und hat seinen Sitz in dem Gebäude, in dem sich einst das Krankenhaus Managu befand, eine der wenigen medizinischen Einrichtungen Sardiniens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die beiden Ausstellungsräume enthalten die vollständigste Vogelsammlung Sardiniens, bestehend aus über 200 Vogelarten, die 95% des Zug- und Standwilds in den verschiedenen Lebensräumen der Insel ausmachen. Es sind Tag- und Nachtraubvögel, etliche Gänse- und Entenarten, elegante Stelzvögel und ein Großteil der Arten aus der Ordnung der Sperlingsvögel zu sehen, ferner eine Reihe von weniger bekannten und selteneren Vogelarten wie das Purpurhuhn, die Alpenkrähe und die Rotflügelbrachschwalbe.

Eine kleine Abteilung ist den Säugetieren Sardiniens gewidmet.

Anhand von verschiedenen didaktischen Hilfsmitteln werden die wichtigsten biologischen Aspekte und Lebensräume der Region illustriert. Viele Arten können im Naturpark der Gemeinde Sa Fogaia, in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden.

Santo Stefano

Sie ist die viertgrößte Insel des La-Maddalena-Archipels, die einzige, auf der prähistorische Spuren entdeckt wurden, und wo die verlassenen Militäranlagen am besten von jahrhundertelangen Ereignissen, wie Schlachten des 18. Jahrhunderts, Schiffbrüchen, Bombenangriffen, „kaltem Krieg“ und der amerikanischen Marine erzählen. Heute ist die Insel Santo Stefano eine unumgängliche Etappe auf der Rundfahrt durch den Nationalpark des Archipels, und das Profil ihrer Westseite ist der Leitfaden bei der kurzen Fährfahrt von Palau zu La Maddalena. Auf der drei Quadratkilometer großen Insel, deren Gipfel der 101 m hohe Monte Zucchero ist, dominieren weiße und rosafarbene Granitfelsen, die mit mediterranen Grünpflanzen bewachsen sind, sowie verschiedene Straßen, die zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten führen.

Auf der Insel wurden in einem Tafone-Hohlraum Spuren einer Besiedlung aus frühneolithischer Zeit (4.-3. Jahrtausend v. Chr.) gefunden: Es handelt sich dabei um Gegenstände aus Obsidian und Porphyr, die vermutlich Jagdzwecken dienten. Hier fanden im Mittelalter einige Mönchsgemeinschaften Ruhe und Abgeschiedenheit und errichteten Heiligtümer, die heute nicht mehr zu sehen sind. Im Südwesten der Insel steht das Fort San Giorgio, das 1773 zum Schutz des Kanals zwischen La Maddalena und Nordsardinien errichtet wurde. Von hier aus koordinierte Napoleon 20 Jahre später den Angriff auf das Zentrum von La Maddalena. Zwei kleine unterirdische Räume dienten als Verliese oder Lagerräume, während sich auf dem Platz darüber eine Kammer und ein Munitionsdepot befinden. Nahe dem Fort ist der quadratische Turm, der auch als „Torre Napoleonica“ bezeichnet wird, weil hier der französische General einige Tage untergebracht war.

Von 1972 bis 2008 befand sich im östlichen Teil von Santo Stefano ein amerikanischer Marinestützpunkt, heute Stützpunkt und Depot der italienischen Marine. An der gegenüberliegenden Küste, im Westen, liegt der Strand Spiaggia del Pesce: Hier ist der Sand weiß und fein, das kristallklare Meer weist blaue und türkisfarbene Reflexe auf und der Meeresgrund ist flach und sandig. Davor, umgeben von kleinen Buchten, hebt sich die kleine Insel Roma ab, deren Name auf ein im Zweiten Weltkrieg versunkenes Schiff zurückgeht. Südlich des Sandstrandes ziert ein mit mediterraner Macchia bewachsener Felsvorsprung aus Granit die Landschaft.

Neben einer der Anlegestellen, Cala Villamarina, befindet sich ein Granitsteinbruch, der bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts in Verwendung war. Hier ist die imposante, nie fertiggestellte Büste von Costanzo Ciano zu sehen. Der Sandstrand ist goldgelb mit mittelgroßen Sandkörnern und Kieselsteinen. Den südlichen Abschnitt prägen die Strände Punta Santo Stefano und Cala Levante, die durch eine Felsspitze getrennt und der Küste von Palau vorgelagert sind. Das Meer weist smaragdgrüne Farbtöne auf, die im Kontrast zum Rosa der Felsen stehen.

Santa Chiara - Iglesias

Die Kirche steht auf einem viereckigen Platz im historischen Zentrum, auf dem sich auch die Stadtverwaltung und der Palazzo Vescovile befinden, der ursprünglich als Hauptort des administrativen und religiösen Lebens der Stadt geplant war. Die Fassade der Kathedrale der Iglesias mit ihrer raffinierten Gestaltung und ihrem imposanten Glockenturm prägen den Platz, auf dem sie steht. Der Bau der Kirche kann anhand von epigraphischen Zeugnissen datiert werden, die darauf hindeuten, dass sie vor 1284 begonnen und vor 1288 fertiggestellt wurde. Von dem aus dem 13. Jahrhundert stammenden Gebäude mit einem einschiffigen Saal aus Sedimentgestein sind nur noch die Mauerreste an der Fassade und den Seitenfassaden erhalten. Die Kirche wurde mehrfach umgebaut, unter anderem durch die Vergrößerung der Aula, die Erhöhung des Presbyteriums, die Überdachung mit Sterngewölben und den Bau von zwei kleinen Seitenkapellen mit Kreuzrippengewölben. Außerdem wurden zwei große quadratische Kapellen hinzugefügt, die der Kirche als Querschiff dienen und dem heutigen Grundriss die Form eines lateinischen Kreuzes verleihen.

Das Mittelschiff, einschließlich des Presbyteriums, ist in vier Joche unterteilt, die von sternförmigen Kreuzrippengewölben bedeckt sind. Der breite Chor hat einen quadratischen Grundriss und wird, wie in gotisch-katalanischen Kirchen üblich, „capilla mayor“ (Hauptkapelle) genannt. Die schräge Fassade ist in drei Abschnitte unterteilt. In der ersten Reihe befindet sich das Portal. Auf der linken Seite befindet sich eine Inschrift (eine Kopie, die zur Erhaltung des Originals angefertigt wurde) mit den Daten des Baus und einem Wappenschild mit einem Adler, dem Symbol der Familie Donoratico. Die Wände des Querschiffs und des Chors sind größtenteils von anderem Mauerwerk verdeckt, während auf der linken Seite zwei halbrunde, hängende Kapellen aus den Wänden hervorragen. Der Glockenturm mit quadratischem Schaft flankiert die Fassade und beherbergt vier Glocken, von denen die älteste aus dem Jahr 1338 stammt.

Coghinas-See

Der Coghinas-See liegt im Gebiet des Monte Acuto in der Provinz Sassari. Er entstand 1927 durch den aufgestauten gleichnamigen Fluss an der Talenge des Muzzone in der Limbara-Gegend. Der Fluss entspringt zu Füßen der Punta Palai (Bolotana, Provinz Nuoro) und fließt dann 123 Kilometer bis zu seiner Mündung in den Golf von Asinara. In seinem ersten Abschnitt läuft er der Bergkette der Gegend Marghine Goceano entlang und heißt Rio Mannu di Ozieri. In der Ebene von Chilivani bekommt er dann den Namen Coghinas. dort nimmt er auch das Wasser der Mannu-Flüsse von Oschiri und Berchidda auf. Der Coghinas-Staudamm ist 185 Meter lang und 58 Meter breit und sein Becken fasst insgesamt 254 Millionen Kubikmeter Wasser. Der Staudamm dient in erster Linie der Wasserversorgung, besitzt aber auch ein Wasserkraftwerk. Obwohl es sich um einen künstlichen See handelt, ist er auch wegen des natürlichen Lebens, das sich in ihm und um ihn entwickelt hat, sehr interessant.

Orroli

Orroli, eine anmutige Ortschaft im Sarcidano, liegt in einer Vertiefung der Hochebene von Pranemuru, am Rand des Flumendosa-Tals. In den üppigen Vegetationsgürtel rund um den Ort, der, wie sein Name besagt, viele Flaumeichen einschließt, sind wichtige archäologischen Fundstätten eingebettet: von der Nekropole Su Motti mit Höhlengräbern (domus de janas) aus Basaltfindlingen, bis zu dem herrlichen Nuraghen Arrubiu, von wo aus man einen schönen Rundblick genießt. Es handelt sich um eine von einem fünftürmigen Mauerring umgebene Anlage mit einem ziemlich komplexen Grundriss. Sie ist in rotem Stein gehalten und entwickelt sich um den Mittelturm aus dem 11.-10. Jahrhundert v.Chr., der den Archäologen zufolge ursprünglich eine Höhe von 27 m erreichte. Um ihn herum sind fünf Türme angeordnet, die wahrscheinlich auf das 7. Jahrhundert zurückgehen und durch hohe Mauerzüge miteinander verbunden sind. Dieser Ring wurde im 6. Jahrhundert durch einen weiteren Mauerring ergänzt, um das Abwehrsystem zu vervollkommnen. Außerdem sind Überreste des Nuraghendorfes mit Rundhütten und solchen mit rechteckigem Grundriss zu erkennen.

Im historischen Ortskern sind viele Gebäude und Wohnhäuser erhalten, welche die typischen Tore und Höfe des Campidano aufweisen. Von beträchtlicher Bedeutung sind die Pfarrkirche San Vincenzo Martire und die Kirche San Nicola. Unweit des Wohnortes glänzen inmitten der grünen Landschaft von Orroli die großen Wasserflächen der beiden herrlichen Seen, des Lago Mulargia und des Lago Flumendosa, auf, die ein Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher sind und Sportanglern und Ruderern beste Möglichkeiten bieten. Es gibt viele Gründe für einen Besuch in Orroli: den Reiz von Archäologieparks inmitten wunderschöner, stiller Landschaften. die Möglichkeit zum Angeln und Rudern auf dem blauen Wasser der Seen. das breite Angebot an Empfangsstrukturen und ein vielfältiger Fest- und Veranstaltungskalender. Am ersten Junisonntag feiert das Dorf sein wichtigstes Fest zu Ehren von Santa Caterina mit einer Prozession in traditionellen Trachten, die bei einer kleinen Landkirche ihren Abschluss findet. Auf dem Kirchvorplatz wird ein reiches Bankett mit typischen sardischen Speisen aufgebaut. Seit zwei Jahrzehnten findet jedes Jahr im Sommer in Orroli ein wichtiges Straßenrennen statt, das "Corrorroli - Memorial "Mariano Leoni Corre", das eine große Zahl Athleten von internationalem Ruf und ein breites Fanpublikum anzieht. Auf den Seen um Orroli werden sehr reizvolle Schifffahrten angeboten, die für alle Naturliebhaber das Richtige sind.

Cala Brandinchi

Er ist auch als Tahiti bekannt. Cala Brandinchi ist einer der schönsten und am meist besuchten Strände Sardiniens, insbesondere für den internationalen Tourismus. Er befindet sich in Capo Coda Cavallo, fast gegenüber der imposanten Insel Tavolara, im Gebiet von San Teodoro. Was beim Anblick am meisten beeindruckt, ist die besonders helle, fast leuchtende Farbe des Sandes. Ein intensives Weiß, das besonders vom Türkisblau des Wassers unterstrichen wird und dort wo Felsen aus dem Meer tauchen, um die oft eine reiche Meeresfauna zu finden ist, mit dunkleren Reflexen durchsetzt ist. Dieser Meeresabschnitt ist vor allem bei Schnorchelfans sehr beliebt, weil er bei jedem Tauchgang Überraschungen bereithält.

Um die Bucht herum schützen gepflegte Gärten, ein großer Pinienhain und kleine Dünen ein wahres Paradies im Nordosten der Insel. Am Strand befindet sich auch ein Anlegesteg für kleine Sportboote. Von hier aus soll sich der Geschichte nach am 17. Oktober 1867 Giuseppe Garibaldi nach seiner Flucht aus Caprera eingeschifft haben, um mit Hilfe der Einheimischen zu versuchen, Rom zu befreien.

Cala Brandinchi ist einer der berühmtesten Strände der gesamten Gallura und die am schönsten strahlende Perle von San Teodoro, das noch so manch anderes Juwel der Küste zu bieten hat. Angefangen beim benachbarten „Zwillingsstrand“ Lu Impostu, einem weiteren Kunstwerk, von dem ihn Capo Capicciolu trennt. Etwas weiter südlich, getrennt durch den Felsvorsprung von Puntaldìa liegt La Cinta, ein für San Teodoro typischer Strand und fünf Kilometer langer Bogen aus feinen weißen Sanddünen. Er überblickt auf der einen Seite die Gewässer des Meeresschutzgebietes und zum Landesinneren hin die Lagune von San Teodoro. Noch weiter südlich, fast an der Grenze des Gebiets von San Teodoro, liegt s’Isuledda, ein Strand, der in Hinblick auf seinen schönen Sand und das glasklare Meer in jeder Hinsicht den anderen Stränden das Wasser reichen kann.

San Vito

Inmitten der Berge des Sarrabus liegt die Ortschaft San Vito, umgeben von einer Landschaft aus Stein- und Stieleichenwäldern, durch die der Flumini Uri fließt. Der Ortsname stammt von dem heiligen Schutzpatron, dem die Pfarrkirche geweiht ist. San Vito liegt in einem Gebiet, das schon in vorgeschichtlicher, frühgeschichtlicher sowie punischer und römischer Zeit besiedelt war, wie die Siedlungsreste in Santa Maria und die Nuraghen Asoru und Santa Suia belegen. Doch der heutige Wohnort wurde Ende des 15. Jahrhunderts gegründet, unterlag dann dem spanischen Verwaltungssystem und fiel schließlich unter das Marchesat von Quirra. Die Wohnhäuser des Ortes sind nach der typischen Bauweise Südsardiniens erbaut, mit großzügigen Innenhöfen, in die man durch ein großes Holztor gelangt. Mit dem angrenzenden Ort Muravera teilt San Vito ein Gebiet mit reichen Silbervorkommen, so im Silberbergwerk von Monte Arba, das einst sehr reich war und heute stillgelegt ist. Nicht weit vom Hauptort entfernt liegt der Ortsteil San Priamo, in der Nähe des Stagno di Colostrai, einem bedeutenden Feuchtgebiet Südsardiniens, in dem seltene Vogelarten leben.

Sehr faszinierend ist das Kalkgebilde des Monte Lora, eine Erhebung, die ein Frauenprofil darzustellen scheint. San Vito ist für seine Webkunst bekannt, die eine reiche Produktion von Decken, Tischdecken und Teppichen umfasst. Für die Teppichherstellung wird die Technik "a pibiones", das heißt eine Knotentechnik verwendet, die den Geweben eine außerordentliche Weichheit gepaart mit Widerstandsfähigkeit verleiht. Von besonderem historischem Interesse ist die am Ortsrand gelegene Kirche San Lussorio. Sie präsentiert sich mit einfachen Linien und ist von zwei massigen Strebemauern gestützt. der einschiffige Innenraum hat ein Tonnengewölbe und eine Holzüberdachung. Die vor 1761 errichtete Pfarrkirche ist dem Märtyrer San Vito geweiht. Am Ortsrand befindet sich neben San Lussorio auch die Kirche Santa Maria di Orrea, während man im Umland die Landkirchen Santa Barbara, San Vincenzo, San Giorgio und Sant'Antonio antrifft. In der Nähe des Dorfes erhebt sich der Nuraghe Asoru, der aus einem runden Mittelturm und einem umgebenden Mauerwerk besteht. In dem nahen Ortsteil San Priamo steht die gleichnamige Kirche, deren ursprünglicher Bau auf das 11. Jahrhundert zurückgeht, die aber zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert verschiedene Umbauten erfuhr. Im Innenraum der Kirche befindet sich, eingebunden in eine kleine Kapelle aus dem Mittelalter, ein Höhlengrab (domus de janas), wo ein uralter Wasserkult begangen wurde. Ein attraktives Ereignis ist ohne Zweifel das Fest von San Vito. Es schließt eine feierliche Prozession durch die Straßen des Ortes mit dem von traccas (festlich geschmückten traditionellen Karren) begleiteten Standbild des Heiligen ein. Nach dem religiösen Ritual findet ein Tanzwettbewerb der Trachtengruppen zum Klang der Launeddas, einem sehr alten sardischen Blasinstrument, statt. Nicht von ungefähr befindet sich in San Vito eine Schule für Musiker, die das Launeddas-Spiel erlernen oder verbessern möchten. Ende Juli findet die Kunsthandwerksmesse des Sarrabus statt, auf der Weberzeugnisse und ländliches Kunsthandwerk gezeigt werden. Die lokale Küche ist besonders schmackhaft. Zu nennen sind die Ravioli mit Kartoffel- und Käsefüllung, "is culingionis de patata e casu", die gegrillten Ziegen und Zicklein, das mit Sirup aus Kaktusfeigen hergestellte Gebäck und der einheimische Cannonau. Im letzten Drittel des Monats Juli feiert man "Sa prazzira e de sa pezza de craba": Bei der Ersteren handelt es sich um die lokale Pizza, die aufgrund der verwendeten Naturzutaten besonders köstlich ist. bei der Letzteren um Ziegenfleisch, das sich durch einen starken, entschiedenen Geschmack auszeichnet.

Costa Rei

Will man zur Costa Rei gelangen, fährt man durch eines der suggestivsten Territorien Sardiniens: Den Sarrabus. Die Schönheit dieses Territoriums wird durch das Profil des Gebirgskomplexes der „Sette Fratelli“ noch hervorgehoben, der den Park dominiert. Der Park ist eine Naturoase von hoher Wertschätzung, ein idealer Ort für entspannende Spaziergänge. Zwischen den Bergen und den üppigen Hügeln und dem Meer, das alle möglichen Blauschattierungen schenkt, einer blühenden mediterranen Macchia, erscheinen an manchen Stellen die bezaubernden Plätzchen der Costa Rei im Blickfeld, wie zum Beispiel Cala Pira: Eine kleine Bucht, eingerahmt von Dünen, die mit duftendem Wacholder bedeckt sind. Dieser Ort wird durch den kargen Umriss des Turms „Torre Aragonese“, der das kristallklare Meer dominiert, noch bezaubernder.

Der weiße Strand „Cala Sinzias“ liegt zwischen zwei Landzungen eingeschlossen und ist geschützt durch einen dichten Pinienwald. Er liegt ganz in der Nähe des Ortszentrums von Costa Rei: Ein reizendes Touristenzentrum, das an einem endlos scheinenden Strandabschnitt mit feinem weißen Sand liegt, der vom Meer mit seinen betörenden Farbtönen, die von türkisgrün bis zum dunklen Blau schattiert sind, umschmeichelt wird. 10 Kilometer herrlicher Strand, der wegen des seichten Gewässers und der großen Vielfalt der vorhandenen touristischen Dienstleistungen, wie qualitativ hochwertige Hotels und Restaurants, ein ideales Ziel für jede Art von Urlaub ist.

Hinter der Costa Rei befindet sich ein fruchtbares landwirtschaftliches Gebiet, das eine große Vielfalt an biologischen Produkten hervorragender Qualität bietet. Inmitten der Felder, die einst von Gefangenen im offenen Strafvollzug bestellt wurden, sollte man der ehemaligen Strafkolonie Castiadas, einem Gebäude aus dem Jahr 1877, einen Besuch abstatten, das heute Kulturzentrum und Museum ist.

Ganz in der Nähe befindet sich Muravera, ein kleines lebhaftes Städtchen, das nicht nur im Sommer erlesene Gastfreundschaft bietet. Tatsächlich ist das Engagement des ganzen Dorfes groß, wenn im Frühling das Dorffest der Zitrusfrüchte, die „Sagra degli Agrumi“. Hier kann man die unendlichen Varianten der Geschichte und Folklore dieses Territoriums kennenlernen, wo die Aufwertung der traditionellen Kultur besonders intensiv gelebt wird.

Silius

Silius gehört zur Provinz Cagliari und ist rund 50 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Obwohl das Gemeindegebiet nicht weit von einer der am dichtesten besiedelten Gegenden Sardiniens, der Campidano-Ebene, liegt, ist es noch heute wenig bevölkert und umfasst weite Räume, in denen eine enge Beziehung zwischen Mensch und Natur besteht. Das Gebiet von Silius war schon in vorgeschichtlicher und nuraghischer Zeit besiedelt, wie einige auf jene Epoche zurückgehende Funde belegen: der heute weitgehend zerstörte Nuraghe San Damiano, die in Pale de su Nuraxi und Sa Domu 'e s'Orcu ans Licht gebrachten Überreste und zwei Höhlengräber (domus de janas) in rund 8 Kilometer Entfernung vom Wohnort. Der Ursprung des Ortsnamens ist unklar. vielleicht kommt er aus dem Protosardischen. Der Ort breitet sich fächerförmig zwischen dem Monte S'Arremingiu Mallu und Genna Solabani aus. Die Wohngebäude weisen ähnliche Merkmale auf wie die der umliegenden Dörfer, unterscheiden sich von diesen jedoch durch einen häufigeren Gebrauch von Bogengängen.

Das Dorf hütet alte Traditionen und Aromen, die in den Gerichten und Backwaren fortleben, die noch heute von den Frauen zubereitet werden. Der Besucher findet Gelegenheit, diese Aromen zu entdecken, die auf ein altes Land und verschwundene Landschaften verweisen. Abgesehen vom gastronomischen Aspekt ist Silius ein besonders anmutiger Ort. Insbesondere lohnt die Besichtigung des historischen Ortskerns mit seinen typischen Beispielen bäuerlicher Architektur. Die Einfachheit der Bauten spiegelt Kultur und Traditionen der Gegend wider, die aus den von Generation zu Generation weitergereichten einfachen Dingen des Lebens bestehen. Aber auch die Kirchen Santa Felicita e Perpetua und San Sebastiano sind von Interesse. Die wichigsten Volksfeste haben religiösen Charakter. Als bedeutendstes ist das Fest zu Ehren der Schutzpatroninnen Santa Felicita und Santa Perpetua zu nennen, das in der zweiten Septemberwoche stattfindet und durch eine breite Teilnahme von Gläubigen gekennzeichnet ist.

San Pietro

Das Paradies des Tauchens, Schnorchelns, Sportfischens und Vogelbeobachtens. Mit einer Fläche von über 50 m2 ist sie nach Sant’Antioco die zweitgrößte Insel des Sulcis-Archipels. San Pietro ist seit prähistorischer Zeit bewohnt und wurde von den Puniern als „Insel der Sperber“ bezeichnet. Die Fähre von Calasetta oder Portovesme nach San Pietro braucht 40 Minuten. Die Insel ist von einer zerklüfteten Küste umgeben, die aus einer Höhe von bis zu 150 m ins Meer abfällt. Schroffe Felsen wechseln sich mit windgeschützten Stränden und Buchten ab, die von klarem Meer umspült werden.

Im Norden bietet sich das romantische Panorama von Cala Vinagra: Hier tauchen Kieselsteine in smaragdgrünes Wasser. Im Nordwesten versinkt ein tiefer Fjord in den Felsen und führt zum bezaubernden kleinen Strand Cala Fico. Weiter westlich, an seinem höchsten Punkt, erhebt sich ein imposanter Felsvorsprung, Capo Sandalo, der von einem Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert, dem westlichsten Italiens, dominiert wird. Auf der Spitze fühlt man sich wie zwischen Himmel und Meer schwebend. Gegenüber liegt die kleine Insel Corno, die ob ihrer reichen Fischfauna ein beliebtes Ziel für Taucher und Sportfischer ist. Im Süden befindet sich das Wahrzeichen von San Pietro, die zwei als Le Colonne bekannten Felsen und die wunderschöne Bucht La Conca.

Die steilen Klippen sind ein Zufluchtsort für Wanderfalken und Korallenmöwen sowie das Reich des seltenen, aus Madagaskar stammenden Eleonorenfalken, der auf den Klippen von Cala Fico nistet, die zu seinem Schutz zu einer Lipu-Oase (Italienischer Bund für Vogelschutz) geworden sind. In den Salinen wiederum kann man Flamingos, Stelzenläufer, Zwergseeschwalben und Seidenreiher beim Landen beobachten.

Das Hinterland prägen die Farben der mediterranen Macchia: Es duftet nach Rosmarin, Erdbeerbäumen, Zwergpalmen und Aleppokiefern. Carloforte ist der einzige bewohnte Ort. Eine Ortschaft mit einer Mischkultur aus ligurischen und sardischen Einflüssen: Hier wird Tabarchino, ein genuesischer Dialekt, gesprochen. Die Einwohner von Carloforte stammen von den Korallenfischern von Pegli ab, die von der Insel Tabarka vertrieben wurden und denen Karl Emanuel III. von Savoyen die Insel schenkte (1738). Der Thunfischfang hat die Insel weltberühmt gemacht. Zeuge der Heimat der Thunfischfischer ist die aus dem 17. Jahrhundert stammende Thunfischfangstation in La Punta, wo man sich auf eine Zeitreise zum Schlachtritual begeben kann. Jedes Jahr zwischen Ende Mai und Anfang Juni wird diese Tradition mit einer internationalen gastronomischen Veranstaltung, dem Girotonno​, gefeiert.