Stagnali
Die Bucht von Stagnali, die gegenüber der Insel La Maddalena liegt, zeichnet sich - wie der Name schon sagt - dadurch aus, dass sie recht flach ist und zahlreiche, aus dem Wasser ragende Felsen aufweist. Diese Bucht ist vor allem im nördlichen Bereich eine sichere Anlegestelle für Boote, sie verfügt auch über einen kleinen Hafen, der einst zu militärischen Zwecken für die auf der Insel stationierten Truppen errichtet wurde. Dieser wird heute sowohl von Fischern als auch von Urlaubern genutzt.
Der Strand von Stagnali befindet sich im Westen der Insel Caprera, in der Gemeinde La Maddalena und man erreicht ihn, indem man von Ponte Moneta kommend rechts und dann an der zweiten Kreuzung links abbiegt.
Vom Parkplatz des Strandes aus erreicht man die nahegelegene kleine Ortschaft Stagnali, in der zu Beginn des 20. Jahrhunderts Kasernen errichtet wurden. in einem der Gebäude ist heute das Umweltzentrum des Parks La Maddalena untergebracht, das ein Mineralogie- und Geologielabor, ein Dokumentationszentrum für die Naturschutzgebiete des Mittelmeers, das Museum des Meeres und das Centro Ricerca Delfini umfasst. Letzteres organisiert auch Ausflüge zur Beobachtung von Delphinen, diesen wundervollen Meeressäugern, die in den einzigartigen Gewässern des Parks leben.
Telti
Das Dorf liegt auf einer Anhöhe, die mit Korkeichen und wilden Olivenbäumen bewachsen ist, und wurde erst kürzlich erbaut. Es ist ein kleiner, ruhiger Ort, der um zwei Landkapellen herum entstanden ist und inmitten der Wälder der Gallura liegt. Das Dorf liegt nur wenige Meter von der Stelle entfernt, an der Tertium existierte, eine römische Militärstation an der Straße Olbia-Gemellae. Im Mittelalter trug es den Namen Villa Torcis und war Teil des Judicat de Gallura. Im 14. Jahrhundert war das Dorf direkt in den langen und blutigen Krieg zwischen den Aragoniern und den Richtern von Arborea verwickelt. Danach erlebte es eine lange Zeit der Vernachlässigung und lebte erst im Jahr 1800 unter dem Namen Telti wieder auf. Die Entdeckung von Granit-Tafoni, die als Grabstätten genutzt wurden, belegt, dass sein Gebiet bereits in der Jungsteinzeit (5000-2700 v. Chr.) besiedelt war.
Im Zentrum des Dorfes erhebt sich die Kirche S. Vittoria, die im letzten Jahrhundert im Stil des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Daneben gab es noch die Kirche Sant'Anatolia aus dem 18. Jahrhundert. Beide Gebäude entstanden als religiöser Bezugspunkt für die Menschen aus Tempio und der Umgebung, die sich hier zu den ländlichen Festen versammelten. Von der Piazza del Duomo folgt man einer Schrift auf Wacholderholz und gelangt über die gleichnamige Straße zum Museo dello Stazzo, wo die lokalen Gegebenheiten mit Gegenständen aus der ganzen Gallura dokumentiert und in Wohnräumen die häuslichen Traditionen dargestellt werden.
In der Umgebung des Dorfes liegt Richtung Calangianus die Kirche San Bachisio von Anfang des 17. Jahrhunderts, die im typischen Stil der Landkirchen der Gallura erbaut ist. Daneben ist noch ein antiker, von einem Mäuerchen umgebener Friedhof zu erkennen. Im Mai findet das schöne Fest San Bachisio statt, bei dem allen Gästen ein Mahl angeboten wird.
Domus De Maria
Domus de Maria liegt im äußersten Süden der Insel und besitzt in seinem Gebiet eine Vielzahl von Naturräumen von atemberaubender Schönheit, von den herrlichen weißen Stränden von Chia bis hin zu den Bergen mit üppigen Wäldern. Tatsächlich zeichnet sich ihr Gebiet durch lange Strände mit imposanten Dünen aus, an denen ungestört uralte Wacholderbäume wachsen, sowie durch imposante Granitgipfel und dichte Wälder, in denen man nicht selten auf Hirsche oder Wildschweine trifft. Auch die mediterrane Macchia ist von großer Schönheit, mit ihren endemischen Baumarten, die starke Düfte verströmen und in wunderschönen Farben leuchten. Das Dorf entstand im 18. Jahrhundert um einen landwirtschaftlichen Betrieb herum, der von den Pères des écoles pies oder Piaristen gegründet wurde. Das Gebiet war bereits zur Zeit der Nuraghen bewohnt, wie die Nuraghe Baccu Idda und die zahlreichen Betyllen in Punta Su Sensu belegen.
Die Stadt Bithia ist von größter Bedeutung. Die im heutigen Chia gelegene, von den Phöniziern gegründete Stadt erstreckte sich auf dem Vorgebirge des Turms, wo man noch die Überreste einer Stadtmauer und von Wohnhäusern sehen kann. Die Nekropole wurde im unteren Teil des Dorfes lokalisiert, wo auch ein dem Gott Bes gewidmeter Tempel errichtet wurde, dessen perfekt erhaltene Statue im Archäologischen Museum von Cagliari zu sehen ist. Der Tophet, ein Verbrennungsfriedhof für tot geborene oder verstorbene Kleinkinder, befand sich auf einer kleinen Insel gegenüber dem Strand.
Ein weiterer Halt in diesem Gebiet ist obligatorisch, um die weiten weißen Strände von Chia zu besuchen und die wunderbaren Wälder von Is Cannoneris zu bewundern, in denen es nicht selten vorkommt, dass man prächtige Seeohren und Steinpilze findet. Zu den Veranstaltungen, die Sie nicht verpassen sollten, gehören das Fest der Feigen, der süßen und köstlichen Früchte aus der Gegend um Chia, das Fischfest im Juli und das Fest von S'Arroseri zu Ehren der Madonna Del Rosario, der Schutzpatronin des Dorfes, das am ersten Sonntag im Oktober stattfindet.
Cala Spalmatore
Cala Spalmatore liegt an der Ostküste der Insel La Maddalena und zählt zum Gemeindegebiet der gleichnamigen Gemeinde. La Maddalena ist eine der Insel des La-Maddalena-Archipels vor der Küste der Gallura: außer der Insel La Maddalena selbst, die einzige, die bereits seit 1770 das ganze Jahr über bewohnt ist, zählen zum Archipel auch Caprera (die man über die Brücke des Passo della Moneta erreicht), Budelli, Razzoli und Santa Maria im Norden sowie Spargi im Süden. Der Strand von Cala Spalmatore zwischen den beiden Landvorsprüngen, die ihn vor den Winden schützen, besteht aus cremefarbigem, grobkörnigem Sand und fällt flach ins Meer ab. Er wird eingerahmt von der typischen grünen Macchia des Mittelmeerraums und verziert durch einige herrliche rosafarbene Felsen. Von oberhalb des Strandes, von der Guardia del Turco aus, hat man einen wundervollen Ausblick auf die gesamte Westküste von La Maddalena und den westlichen Teil der Insel Caprera.
Dieser Strand ist über die Hauptstraße erreichbar, welche den Ort La Maddalena mit dem Zentrum der Insel verbindet, man folgt der Via Guadiagellone und den Schildern nach Trinità bis der Strand dann schließlich hinter der Festung Santa Trinità ausgeschildert ist. Der Strand ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Der Strand ist nicht zuletzt aufgrund des großen Serviceangebots sehr beliebt: Man findet hier Cafés, Restaurants und einen Tretbootverleih. Der sanft ins Meer abfallende Strand ist ideal für im Wasser spielende Kinder.
La Conca
La Conca zeichnet sich durch den felsigen Untergrund und die schroff ins Meer abfallenden Klippen aus. Die Sonnenstrahlen, die auf das kristallklare Wasser treffen, bilden ein herrliches Spiel der Farben aufgrund der Präsenz der hohen dunklen Felsen. Dies ist der ideale Strand für all diejenigen, die Tuffstein lieben. Die steil ins Meer abfallenden Felsen bilden einen natürlichen, tiefen Pool. La Conca ist durch zahlreiche Grotten gekennzeichnet, was sie zu einem Mekka für Höhlenforscher gemacht hat.
La Conca verfügt über einen kleinen Parkplatz, einen Erfrischungsstand und ein Café und ist bei Freunden der Unterwasserjagd beliebt, aber auch bei all denjenigen die das herrliche marine Ökosystem bewundern wollen.
Wald von Monte Nieddu
Das Waldgebiet von Monte Nieddu ist reich an Steineichen, Eiben, Korkeichen, Erdbeerbäumen Mastixsträuchern und dichter Mittelmeer-Macchia. Der Wald ist wichtig für die jahreszeitlichen Wanderungen des Sardischen Hirsches und des Wildschweins. Aus historisch-kultureller Sicht ist er interessant wegen seiner alten bäuerlichen Kultur und seinen Bergbausiedlungen (Pantaleo). Wald und Macchia bedecken 80% des gesamten Gebiets, das sich mit seinen 2451 Hektar über die Gemeinden Villa San Pietro, Sarroch und Capoterra erstreckt. Es ist geplant, dass das Gebiet Teil des Naturschutzparks von Sulcis wird. Es fällt etwa zur Hälfte auf das Gebiet des Waldes von Monte Arcosu und zum Teil auf das Tierschutzgebiet Gutturu Mannu - Monte Arcosu während die Örtlichkeit Bidda Mores als Gegend von großem Naturinteresse gilt. In der Gegend von Santa Barbara kann man das bezaubernde Szenarium des Kanals von Bidda Mores bewundern, der aus einer tiefen, in den nackten Granitfels gehauenen Rinne besteht. Folgt man dem Tal des Rio Nieddu, das parallel zu einigen Abschnitten der Straße Villa San Pietro . Monte Nieddu verläuft, kann man einige herrliche Oleandersträucher bewundern, die sich in eine immergrüne Vegetation aus Wildoliven, Mastixsträuchern und Wacholder einfügen. Die Vegetation im Inneren ist komplex und teilweise üppig und besteht aus Steineichen-Niederwald, Waldmacchia und Korkeichen. Die hier lebenden Tierarten sind naturwissenschaftlich und geschichtlich sehr interessant. Der Sardische Hirsch wurde hier wieder angesiedelt. außerdem gibt es Wildschweine, Füchse, Wiesel, Wildkatzen und Siebenschläfer. An Vögeln sieht man nicht selten Steinadler, Habichtsadler, Sperber und Bussarde.
Le Saline
Der Strand Le Saline zeichnet sich durch den hellen, feinen Sand aus. Dahinter trennen die hohen Dünen den Strand von einem Strandsee, in dem die für diese Feuchtgebiete typischen Wasservögel und zu bestimmten Jahreszeiten auch Flamingos und Stelzenläufer zu sehen sind.
Der Strand weist ein gutes Serviceangebot auf: Es gibt hier einen weitläufigen Parkplatz, Hotels, Cafés und Erfrischungskioske. Dieser sehr flache Strand ist bestens auch für im Wasser spielende Kinder geeignet. Außerdem können Sonnenschirme, Liegen und Tretboote gemietet werden. Er ist auch ein Mekka für Surfer und bei Freunden der Unterwasserjagd sehr beliebt. Aber auch all diejenigen, die einfach den herrlichen Meeresgrund erforschen möchten, kommen hier keineswegs zu kurz.
Monte Olia
Der Wald von Monte Olia liegt in der Gemeinde Monti und hat eine Ausdehnung von 2236 Hektar. Es handelt sich um eine der interessantesten Attraktionen der Gegend, mit Blick auf den Naturschutzpark, der von zahlreichen Tierarten bevölkert ist, darunter Raubvögel, Wildschweine, Rehe und Mufflons. Sicher interessant für den Besucher ist das Belvedere von Sa Turrida, von wo aus man einen einzigartigen Blick über das Tal von Olbia, die Insel Tavolara, den Monte Limbara bis hin zum Coghinas-See hat. Im Inneren des Waldes kann man wirklich interessante natürliche Szenarien bewundern. Es gibt weite Steineichenwälder, sowie Erdbeerbäume und Erika. Zur Aufforstung in den letzten 20 Jahren wurden außer Nadelbäumen einheimische Laubbäume, wie Quercus ilex (Steineiche), Quercus suber (Korkeiche) und Quercus pubescens (Flaumeiche) verwendet, im Osten des Staatswaldes dagegen nur Laubbäume, um durch Waldbrände entstandene Schäden zu beheben.
In diesem letztgenannten Fall handelt es sich um junge Korkeichenpflanzungen, die nach dem Brand gepflanzt wurden. In der Gegend Conca Ossas gibt es eine Flaumeichenpflanzung. Wichtig ist auch die Präsenz der Mittelmeer-Macchia, die sich gleichmäßig über das gesamte Gebiet verteilt.
Den Wald erreicht man auf der Staatsstraße, die von Monti nach Alà dei Sardi führt auf Höhe von Kilometer 12. In der Ortschaft Monte Olia gibt es in der Nähe der Wirtschaftsgebäude ein Besucherzentrum. in der Nähe gibt es auch einen gut ausgerüsteten Rastplatz, der das ganze Jahr über geöffnet ist. In Sa Toa gibt es einen Sommer-Campingplatz und einen kleinen künstlichen See für Ausflüge und Picknicks.
Campidano
Der Staatswald Campidano erstreckt sich auf einer Fläche von 1600 ha über das Gebiet von vier Gemeinden (Sinnai, Settimo S. Pietro, Dolianova und Soleminis). Er liegt nur wenige Kilometer nördlich von Cagliari und wird deshalb gerne von Touristen besucht. Die höchsten Gipfel sind Bruncu Baraccu (655 m) und Bruncu Cirronis (629 m). Der historische Kernteil des Waldes wurde von der Forstverwaltung um das Jahr 1900 zur Aufforstung erworben. Nach der Arbeit vieler Jahrzehnte ist heute besonders die Pineta di Sa Pira mit ihren Aleppo-Kiefern interessant, die unter anderem auch mit Hilfe von österreichischen Gefangenen aus dem 1.Weltkrieg angepflanzt wurden, und ein kleines Gebiet mit Korkeichenbestand, das 1906 in der Gegend Is Landireddus angelegt wurde.
In Sa Pira befindet sich das Forstzentrum und eine Informationsstelle. Die Tierwelt ist relativ gewöhnlich mit Wildkaninchen und Sardischem Hasen, Perlhuhn und Wachtel, verschiedenen Zugvögeln, Füchsen und, in den waldigsten Gebieten, Wildschweinen. In Bruncu Mogumu werden Ausgrabungsarbeiten durchgeführt. Dort wurden neben phönizischen Gegenständen (7.Jh. v.Ch.) die Überreste eines frühgeschichtlichen Nuraghentempels gefunden. In der Waldanlage gibt es in Mont'Arrubiu aber auch eine Gärtnerei, wo Privatpersonen nach bestimmten Regelungen Pflanzen erhalten können. Nicht weit von dort steht das alte Forsthaus. es ist renoviert worden und dient jetzt als Gästehaus und Zentrum für Umwelterziehung. Es gibt dort Informationsmaterial und es werden hier Initiativen zur Förderung des Umweltbewusstseins durchgeführt, die vom Forstamt betreut werden.
Den Wald erreicht man von dem Ort Sinnai auf der Via della Pineta und von Soleminis nach 5 km auf einer teilweise asphaltierten Straße.
Bergarbeiterdorf Nebida
Die aus Ziegeln und Sichtstein errichtete Waschanlage liegt an der Küste von Masua mit einer reizvollen Aussicht, wie beispielsweise auf den steil aufragenden Felsen Pan di Zucchero, den Sie auf einem schönen Spaziergang bewundern können. Vom Komplex der ehemaligen Blei- und Zinkmine von Nebida, Ortsteil Iglesias, von dem er 15 Kilometer entfernt ist, besteht heute nur mehr die beeindruckende Waschanlage, das Bürogebäude und das kleine Bergarbeiterdorf. Es ist eines der interessantesten Orte für industrielle Archäologie der gesamten Insel und integrierender Bestandteil des geomineralischen Parks von Sardinien, Weltkulturerbe der UNESCO. Dorthin gelangen Sie über den Strand von Fontanamare.
Die ersten relevanten bergbautechnischen Arbeiten gehen auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, gleichzeitig mit den Arbeiten für die Minen von Salto Gessa di Buggerru. Das Bergarbeiterdorf von Nebidia entstand rund um den Hauptplatz, dem Treffpunkt der Arbeiter, mit einer Krankenstation, Bürogebäuden und einer Kirche. Im Dorf lebten 1910 dreitausend Personen, davon war etwa ein Drittel in der Mine beschäftigt, heute leben hier nur mehr rund 100 Menschen, beinahe eine Geisterstadt. Die Abbaustätten erstrecken sich über den Berghang. Der Baustil ist neumittelalterlich, typisch für Bergwerke, wie man am gezackten Gesims des Verwaltungsgebäudes und den Spitzbogenfenstern erkennen kann. Direkt am Meer liegt die 1897 erbaute Waschanlage Lamarmora, in der Blei und Zink gewaschen wurde. Die Ruine besteht aus vier zur Küste abfallenden übereinanderliegenden von Bögen durchzogenen Gebäudeteilen. An den Seiten zwei Öfen und zwei Schornsteine. Im Inneren gab es Anlagen zum Sortieren und Klassifizieren der Mineralien, Lagerbereiche, eine Dampfmaschine und einen Raum für die Öfen. Im untersten Teil befand sich ein Depot und ein kleiner Hafen für Boote zum Befördern der Mineralien. Der Boden bestand aus Steinfließen, das Dach, das es heute nicht mehr gibt, aus Holz. Die Mine erlebte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihre Blütezeit, die nur durch die beiden Weltkriege unterbrochen wurde. Höhepunkt waren die 1930er Jahre. Durch die große Bergbaukrise in den 1970er Jahren erlebte sie ihren Untergang und die Bevölkerung zog aus Nebida fort.