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Porto Campana - Chia

Ein weicher, goldener, warmer Sand, eine schräge Stufe ins Meer, die sonnenüberfluteten Reflexe auf dem smaragdgrünen und türkisfarbenen Wasser. Zu beiden Seiten säumen Landzungen mit intensiv duftendem mediterranem Grün, vor allem Mastixbäumen und weißen Kornblumen, den Strand und blicken auf das südliche Mittelmeer. Dahinter erheben sich Dünen, an denen sich jahrhundertealte Wacholder, Zistrosen und weiße Seerosen festklammern: So sieht Porto Campana aus, ein langer, malerischer Strand, der im Vergleich zu den vielen anderen Küstenperlen von Chia, einem renommierten Fremdenverkehrsort im Gebiet von Domus de Maria, einzigartige Merkmale aufweist. Der bezaubernde Strand ist sehr weitläufig, geprägt von Dünen, die mit kleinen Sträuchern bewachsen sind und eine unschätzbare Kulisse bieten, ein Szenario, das oft für Werbekampagnen genutzt wird. Das seichte Wasser und die Farben erinnern an tropische Landschaften.

Das seichte Wasser ist auch ideal für Familien mit Kindern, die hier in aller Ruhe spielen können. Weiter draußen auf dem Meer ist er aufgrund der reichen Fischfauna ein beliebtes Ziel für Schnorchler und Unterwasserfischer. Dahinter befinden sich ein kleiner Golfplatz und ein Resort. Man kann Strandausrüstung, Boote und Beiboote mieten und an verschiedenen Kiosken essen. Das Strandbad ist auch bei Wassersportlern beliebt, vor allem beim Wind- und Kitesurfen und beim Wasserski. Der große Parkplatz bietet einen einfachen Zugang zum Strand. Nicht weit entfernt liegt der Teich Capo Spartivento, Lebensraum von Graureihern, Blässhühnern und Reihern.

Die östliche Steilküste trennt Porto Campana von der wunderschönen Cala del Morto, einer von rosafarbenen Granitfelsen umgebenen Bucht mit feinem goldenen Sand. Weiter östlich, in der Nähe der Lagune von Chia, befinden sich der Monte Cogoni und sa Colonia, die von einer Landzunge umgeben sind, die vom Turm von Chia überragt wird, an dessen Fuß sich die Ruinen der antiken, von den Phöniziern gegründeten Stadt Bithia befinden. Hinter der Steilküste liegen die Strände von su Portu und die wunderschöne, wilde Isula Manna. Westlich von Porto Campana liegen ohne Unterbrechung s'Acqua Durci und, durch eine kleine Klippe getrennt, su Giudeu, ein weites Paradies mit feinem weißen Sand, das als der schönste Strand im gesamten Südwesten der Insel gilt. In etwa hundert Metern Entfernung befindet sich eine kleine Insel, die man zu Fuß erreichen kann (oder bei Flut schwimmend). Die Schönheit des kristallklaren Wassers wird Ihnen unwirklich erscheinen. Der letzte Strand westlich von Chia ist Cala Cipolla, eine kleine Bucht mit großer landschaftlicher Wirkung. Um die gesamte Küste zu bewundern, empfiehlt sich ein Spaziergang zum Leuchtturm, der die südwestliche Spitze Sardiniens beherrscht. Von dort oben bietet sich ein traumhaftes Panorama, das oft Schauplatz von Film- und Werbeszenen ist.

Portoscuso

Das Dorf Portoscuso liegt gegenüber der Insel San Pietro an der Südwestküste Sardiniens. Es beherbergt den Hafen, der die Insel mit Carloforte verbindet, der Stadt San Pietro, zu der man mit der Fähre übersetzen kann. Das Gebiet ist seit extrem langer Zeit bewohnt, wie die Obsidianwerkzeuge und die phönizischen Gräber von San Giorgio belegen. Die Gründung des Dorfes geht jedoch auf das Ende des 17. Jahrhunderts zurück, als neben einem spanischen Turm aus dem 16. Jahrhundert eine Tonnare gebaut wurde, die sardische, Ponza- und sizilianische Fischer anzog, was zu einer Vermischung der Kulturen führte.

Umgeben von reichen Mineralienvorkommen und üppigen Weingärten ist Portoscuso in der Nähe von historisch wertvollen Schätzen. Zu den sehenswerten religiösen Baudenkmälern zählt die Kirche Santa Maria d'Itria, die 1665 vom Besitzer der Thunfischfanganlage Su Pranu gebaut wurde. Älter ist der Küstenturm, der Teil eines Rings von Festungen ist, die in Sardinien im 16. Jahrhundert errichtet wurden. Er steht auf einer Anhöhe zwischen Cala della Ghinghetta und den Felsen von Porto Paglietto und bietet ein wundervolles Panorama von der Altstadt von Portoscuso bis zur Thunfischfanganlage von Su Pranu.

Das Dorf ist bekannt für seinen Thunfischfang, der in den verschiedenen Anlagen von Mai bis Juni stattfindet. Die älteste Thunfischanlage, Su Pranu, stammt aus dem 17. Jahrhundert, als Pietro Porta 1524 zahlreiche Thunfische sichtete und man von der spanischen Regierung die Genehmigung zur Errichtung einer Anlage zum Fischfang erhielt. Dieses Projekt umfasste auch die Salzseen von Portotorres, Calagostina in Castelsardo und Baia Vignola, Portopalla und Portopittinurri in Cuglieri. Im 17. Jahrhundert wurde die Thunfischfanganlage von den Franzosen geleitet, die sie zum Korallenfang nutzten. In San Giorgio nicht weit von Monte Sirai befindet sich eine punische Nekropole mit elf Grabstätten von 770-750 v. Chr. Die Stätte ist durch antike symbolische Riten, die sich in Juweln und Waffen ausdrücken, in eine mysteriöse Athmosphäre eingehüllt. Unter den Stränden von Portoscuso ist Portopaleddu, auch Porto Paglietto genannt, bei den Touristen wegen des sauberen Meeres und des feinen Sandes sehr beliebt.

Zu den Veranstaltungen, die das Dorf beleben, zählen die sagra del granchio, wo Krebse in verschiedenen schmackhaften Gerichte zusammen mit fregola oder Spaghetti angeboten werden. 51 Tage nach Ostern feiert man mit sportlichen Veranstaltungen, Konzerten und Aufführungen von Folkloregruppen das Fest Santa Maria d'Itria, Schutzpatronin der Thunfischfänger. Weiter im Kalender findet am 13. Juni die sagra del tonno statt: Frischer, nach köstlichen, lokalen Rezepten zubereiteter Thunfisch wird zusammen mit Brot und Wein angeboten. Zwei Monate später werden am 14. August während der arrusteddara auf dem Grill frisch gefangene Fische zubereitet und den Besuchern angeboten. Im Winter fehlt es nicht an lebhaften Karnevalsveranstaltungen, wo köstliches, in Öl gebackenes Gebäck zubereitet wird. Und schließlich feiert man im Frühling zu Ostern das sogenannte Sa Pasca manna.

Burcei

Die Pfarrkirche Nostra Signora di Monserrato wurde 1886 nach einem Plan von Gaetano Cima erbaut und hat Gemeinsamkeiten mit der Kirche in Guasila von demselben Architekten: Das Bauwerk hat einen achteckigen Grundriss und Seitenkapellen, eine neoklassische mit Säulen ausgestattete Fassade und einen hohen Glockenturm. Um das Dorf herum bietet das Territorium faszinierende Ausblicke, berauschende Düfte der Macchia und eindrucksvolle Bilder des Monte di Serpeddì. In der Nähe im Tal des Rio Brabaisu ersteckt sich das gleichnamige Waldgebiet in Staatsbesitz, ein Wald mit Steineichen und Erlen und zahlreichen Tierarten. Wenn der Blick von den Naturschönheiten gesättigt ist, kann der Gaumen mit kulinarischen Spezialitäten erfreut werden: bester Schafs- und Ziegenkäse, typisches, im Holzofen gebackenes Brot aus Hartweizengrieß und hervorragende hausgemachte Wurstwaren.

Sehr bekannt sind die großen köstlichen Kirschen aus Burcei, die jedes Jahr im Juni Grund für ein Fest sind, das immer mehr Touristen anzieht. Weitere Feste, die das Dorf mit Lichtern und Farben füllen, sind im August die &bdquo.Sagra de sa pezza de craba' (Fest des Ziegenfleisches) mit Kostproben dieses vorzüglichen Fleisches, am 8. September das Fest zu Ehren der Schutzpatronin des Dorfes Nostra Signora di Monserrato und am 6. Juni das Fest Santa Barbara.

Perdaxius

Perdaxius liegt in einem Gebiet, das reich ist an silberhaltigem Blei. Hier liegen die Nuraghen Monte S'Orcu und Camboni. Aus der Nuraghenzeit stammen auch die Spuren von Begräbnissen in natürlichen Höhlen an dem Ort Su Moinu de Perdaxius. Künstlerisch bedeutender sind zwei romanische Kirchen aus braunem Vulkangestein:

San Giacomo im Dorf und San Leonardo am Dorfrand unter jahrhundertealten Oliven. Die erste hat eine sehr einfache Fassade mit einem Glockengiebel und einer Hängewerkdecke. Die Fassade der zweiten Kirche wurde im 17. Jahrhundert erneuert, der Innenraum hat ein Tonnengewölbe und eine halbkreisförmige Apsis.

Villamassargia

In seiner Geschichte erlebte es seine Blütezeit im Mittelalter, als es der Hauptort der Curatoria von Cixerri war. Die menschliche Präsenz in dem Gebiet geht auf die frühe Jungsteinzeit zurück, mit Fundmaterial aus den Höhlen rund um das Dorf, vor allem der Höhle von Corongiu Acca. Auch in den folgenden Epochen war das Gebiet ständig bewohnt, und zwar von der Nuraghen-Zivilisation, wie die Nuraghen Santu Pauli und Monte Exi sowie die Gigantengräber von Monte Ollastu, die einen Teil der Grabbeigaben zurückgaben, belegen. Auch die Nutzung in punischer und römischer Zeit ist belegt. Die über 700 jahrhundertealten Olivenbäume bilden das Freilichtmuseum von S'Ortu Mannu.

Als Gemeindepark hat dieser historische Olivenhain eine Ausdehnung von ca. zwölf Hektar und zählt ca. siebenhundert jahrhundertealte Olivenbäume. Sie wurden zwischen 1300 und 1600 veredelt und haben heute robuste gewundene Stämme, die von einer dichten grünen Baumkrone geschützt werden. Unter diesen Oliven ist die so genannte sa reina (die Königin) besonders interessant, ihr Stamm hat einen Umfang von 16 m, ein wahres Denkmal der Natur, großartig und von historischer Bedeutung. Ein weiterer Ort von beachtlicher Bedeutung ist zweifelsohne das Bergwerk Orbai mitten im gleichnamigen Wald. Es wurde bereits zur Römerzeit genutzt. Man förderte Blei und Zink. 1889 begann eine ausländische Gesellschaft mit der Suche und errichtete die ersten Gebäude.

Heute bleibt nach der Stilllegung in den 60er Jahren ein historisches, kulturelles und architektonisches Zeugnis, das touristisch genutzt werden kann. Wenige Meter vom Gemeindepark S'Ortu Mannu führt eine Straße zu den Ruinen der Festung Gioiosa Guardia. Der Name zeigt klar die Kontrollfunktion als Militärfestung über das ganze Territorium. Sie wurde während der Herrschaft der Pisaner auf der Insel errichtet, kam in den Besitz der Gherardesca und übernahm die Kontrolle und den Schutz des gesamten Tales des Cixerri. Der rechteckige Grundriss nahm eine Fläche von 1560 Quadratmeter ein. Zentraler Teil der Festung war ein großer Turm, von dem wenige Rest übrig sind. Das ganze Gebäude war aus Andesit gebaut, einem vulkanischen Gestein von grünlich-grauer Farbe aus der Gegend. Die Altstadt von Villamassargia zeigt die typischen Merkmale eines Dorfes, das sich der Land- und Weidewirtschaft widmet. Architektonisch interessant sind die zwei Kirchen aus romanischer Zeit: Nostra Signora del Pilar und la Madonna della Neve. Die erste wurde 1318 nach Plänen von Arrocco de Garnas errichtet und war zunächst San Ranieri geweiht.

Die schöne Fassade ist aus Vulkangestein und zeigt eine Darstellung von Eva mit der Schlange. Über dem von feinen Lisenen umrahmten Portal ist eine Rosette. Die Kirche Santa Maria della Neve ist fast vollständig restauriert. Sie wurde in drei Phasen ab Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut. Der gotisch-katalanische Stil in heute noch erkennbar. In Villamassargia hat das Weben Tradition. Auch heute gibt es noch viele Werkstätten, die Teppiche, Wandteppiche, Bettüberwürfe, Handtücher und Kissen herstellen. Beachtlich ist auch die Herstellung von Gegenständen aus Schmiedeeisen und Holz. Auch die Önogastronomie hat interessante Erzeugnisse: Käse, Brot, Gebäck, die berühmten Oliven, aus denen ein sehr gutes Öl gewonnen wird. An den religiösen Volkstraditionen nimmt die Bevölkerung rege teil. Das Fest der Madonna del Pilar begeht man Anfang September. Am letzten Sonntag im Oktober findet in S'Ortu Mannu das Fest der Oliven statt, bei dem Brot und das neue Olivenöl angeboten werden.

Wassermühle Licheri

Das Museum befindet sich im Zentrum von Fluminimaggiore in der alten Wassermühle aus dem Jahr 1750. Angetrieben wurden die mit dem Mahlwerk verbundenen Schaufeln durch die Strömung des Riu Mannu, der die Gegend durchfließt. In der heute noch funktionstüchtigen Mühle wurde Vollkornmehl produziert.

Teils wurden die von Bruno Murtas didaktisch aufbereiteten Ausstellungsobjekte in der alten Mühle und dem Monte Granatico aufgefunden, teils handelt es sich um Schenkungen der Bewohner von Fluminimaggiore, die in dem Museum einen Ausdruck ihrer Identität und der Welt ihrer Vorfahren erkannt haben.

In den verschiedenen Räumen sind Gegenstände und Werkzeuge ausgestellt, deren man sich für die Arbeit im Haus, auf den Feldern und Weiden sowie im Handwerk bediente. Insbesondere sind Brandeisen zum Brennen des Viehs, alte Geräte aus Holz, Kork und Eisen zur Messung von Gewichten und Flüssigkeiten, Gerätschaften fürs Melken und für die Käseherstellung, alle Arbeitsgeräte des Bauern, die Webutensilien und Ausstattung fürs Brotbacken, Einrichtungen und Stücke der weiblichen Aussteuer, Kinderspielzeug und die Werkzeuge des Schmiedes, Schusters und Tischlers zu sehen.

Beim Rundgang werden dem Besucher die Verwendungen der ausgestellten Objekte und ihre Namen (auch im lokalen Dialekt) erklärt.

Das Museum bietet eine der seltenen Gelegenheiten, um direkt zu beobachten, wie mit einem Mechanismus, der sich der Naturkräfte bediente, Korn gemahlen wurde. An didaktischen Hilfsmitteln, die Originalstücke reproduzieren, können einige Werkzeuge, darunter ein mechanischer Bohrer, sowie verschiedene alte Spiele ausprobiert werden. Die Führung vermittelt die Traditionen, Geschichte und kulturelle Identität Sardiniens im Allgemeinen und Fluminimaggiores im Besonderen, für das der Fluss Quelle des Reichtums war, aber auch Ursache von Schwierigkeiten aufgrund einer nicht immer kontrollierbaren Kraft. Wichtige Ausstellungsstücke sind der Ochsenkarren und die Kalesche von Ende des 19. Jahrhunderts, die vollständig erhalten sind.

Museum der Barbareneinfälle auf Sardinien "Turcus e Morus"

Das Museum ist in Gonnostramatza im alten Monte Granatico untergebracht, der unter Bewahrung der originalen Bauelemente restauriert wurde. Wie der Name besagt, dokumentiert es die Einfälle von Türken und Mohren, anhand der Darstellung von Ereignissen, historischen Persönlichkeiten, Legenden und Schlachtszenen, die eine lange, blutige Periode der Geschichte Sardiniens gekennzeichnet haben. Eine historische Erinnerung an jene Ereignisse findet sich in einer Gedenktafel in der nahen Landkirche San Paolo, auf der man von der Zerstörung des Nachbarortes Uras durch die Sarazenen im Jahr 1515 erfährt. Das Museum ist einzig in seiner Art. Die Inhalte werden dem Besucher nahe gebracht durch didaktische Tafeln, die auch die Wege der arabischen Streifzüge angeben, Turmmodelle, menschliche Figuren in Lebensgröße, die von Kunsthandwerkern angefertigt wurden, und Sammlungen arabischer, spanischer und sardischer Waffen aus elf Jahrhunderten, die vom 8. bis zum 18. Jahrhundert Verwendung fanden.

Die Führung beschreibt den Zusammenprall zwischen zwei Welten, zwei Kulturen und Religionen, der manchmal auch zur Begegnung wurde.

Ortacesus

Ortacesus liegt in einer Ebene nördlich des Beckens des Flumini Mannu. Die Ortschaft entstand in einer Gegend mit dicht beieinanderliegenden Siedlungen zwischen Senorbì und Guasila. Es gibt viele Wasserquellen mit geringem Mineralgehalt, von Mitza S'Orrù über Mitza Su Fenu bis zur Fontana Bangius, die bereits in den römischen Thermen verwendet wurden. Das Gebiet von Ortacesus war seit dem Nuraghenzeitalter besiedelt, wie verschiedene archäologische Funde und Nuraghen in der Gegend beweisen, darunter der namhafte Nuraghe S'Omu de s'Orcu, der an der Grenze zu Guasila liegt. Der Ursprung des Ortsnamens ist ungewiss, aber feststeht, dass das Dorf ursprünglich Orzochesos hieß und innerhalb des Verwaltungsbezirks der Trexenta zum Judikat Cagliari gehörte. Die räumliche Gestaltung des Ortes spiegelt die Tradition der Trexenta wider, mit engen Straßen und Gassen, die sich mehrfach kreuzen. Die Häuser sind niedrig und mit den typischen Materialien ländlicher Gebäude erbaut.

Einen Besuch lohnt das Kornmuseum (Museo del Grano), das die traditionellen Aspekte des Getreideanbaus, seiner Verarbeitung und seines Verzehrs in der historischen Region der Trexenta dokumentiert, zu der Ortacesus gehört. Sehenswert sind außerdem die Kirchen San Bartolomeo, Sant'Isidoro, San Pietro und Santa Lucia. Eine Attraktion ist das Fest zu Ehren von San Bartolomeo am 24. und 25. August, bei dem auf eine religiöse Prozession mit Reitern in Tracht und Musikgruppe ein Feuerwerk, Pferde- und Fahrradrennen, ein Dichterwettbewerb in campidanesischem Dialekt und der Dorftanz folgen.

Maraté - Museum der Kupfer- und Webkunst

Das Museum hat seinen Sitz in Isili im Piaristenkloster, dessen architektonische Elemente jüngst durch eine Gebäudesanierung zur Geltung gebracht wurden. Es dokumentiert die Kupferbearbeitung und Webkunst, die in Isili zum Teil abweichende Merkmale gegenüber der sardischen Tradition aufweisen.

Das Museum gliedert sich in zwei Abteilungen: Die erste dokumentiert die traditionelle Kupferbearbeitung sowie die typische Form des Vertriebs der Erzeugnisse, die ambulant verkauft wurden. die zweite dokumentiert die Webkunst und die Herstellung von Wandteppichen, die eine Synthese aus Tradition und Innovation darstellen. Im Rahmen der Ausstellung ist auch eine Kupferschmiede mit sämtlichen Originalwerkzeugen und dem typischen Karren für den ambulanten Verkauf nachgestaltet, der mit neuen Erzeugnissen und alten Gegenständen beladen ist, die eingesammelt wurden, um den Rohstoff durch Schmelzen zurückzugewinnen. Behandelt werden die Themen der Kupferverarbeitung, der Mineralogie und Metallurgie, der Verwendung von Kupfergegenständen im Bereich der Viehzucht und im häuslichen Bereich, die Fachsprache der Kupferschmiede und die Aspekte im Zusammenhang mit dem ambulanten Handel.

In der Abteilung zur Webkunst sind dreißig kunstvolle Wandteppiche ausgestellt, die an horizontalen Webstühlen aus Wolle mit Kupferverzierungen handgewebt wurden. Die Ausstellung ist von Entwürfen und Tafeln begleitet, die den technischen und künstlerischen Fertigungsprozess von der Wollherstellung über die pflanzlichen Färbetechniken bis hin zur Verwendung des Kupfers im Gewebe nachzeichnen, das dessen chromatische Effekte verstärkt.

Ein Video verdeutlicht die Phasen der Kupferverarbeitung und Herstellung der Weberzeugnisse in allen Einzelheiten. Die Klanguntermalung im Museum verleiht den Gegenständen und wissenschaftlichen Themen einen künstlerischen musikalischen Hintergrund. Klangerinnerungen, Umweltgeräusche, dialektale Äußerungen und Melodien begleiten den Besucher auf einer Reise in die Vergangenheit.

Das Museum in Isili ist das einzige Kupfermuseum in Sardinien. Es beschreibt, wie aus der Kupferschmiede Gegenstände hervorgingen, die Zweckdienlichkeit und ästhetischen Wert vereinten und ein Statussymbol für die Braut darstellten. Auf einem Rundgang mit Führung kann man Kupferschmieden und Webstuben besichtigen und Demonstrationen der Arbeitstechniken beiwohnen.

Piscinas

Piscinas ist ein kleines Dorf in der Region Bas Sulcis, das zwischen den Dörfern Santadi und Giba liegt. Es liegt 66 m über dem Meeresspiegel, hat 886 Einwohner und eine Fläche von 14 km2. Der Ortsname ist lateinischen Ursprungs und entspricht dem Namen des Flusses, der durch sein Gebiet fließt, dem Rio Piscinas. Im Mittelalter gehörte es zum Judicat von Cagliari, das es später an Pisa und Genua abtrat. Nach dem Jahr Tausend erlebte das Dorf die Ansiedlung von Mönchen und den Bau von Klöstern. Im Jahr 1355 wurde die Villa de Piscinas, die in den Feudalurkunden zusammen mit Giba erwähnt wurde, in den Besitz des Adligen Guantino de Serra aufgenommen. Jahrhundert wurde sie dem Magnifizenz Pietro Salazar als Lehen überlassen. Im 19. Jahrhundert wurde es Teil von Villarios, das 1853 gegründet wurde und auch Giba, Masainas und Sant'Anna Arresi umfasste.

Kulturell interessant ist sicherlich die Patriziervilla der Familie Salazar in einem üppigen, großen Garten. Sie entstand Ende des 19. Jahrhunderts nach Plänen des Architekten Giorgio Asproni, Sohn des sardischen Abgeordneten. Im dem Gebäude, das auch unter dem Namen Villa Bice bekannt ist, werden heute kulturelle Veranstaltungen abgehalten. In einigen Gebieten der Umgebung, auch wenn sie nicht zum Gemeindegebiet gehören sondern zu den angrenzenden Dörfern, liegen einige sehr interessante archäologische Stätten, die bezeugen, dass Menschen schon in sehr frühen Zeiten hier verkehrten.

Aus der Jungsteinzeit (7. - 6. Jahrtausend v. Chr.) stammen Funde aus der Höhle Su Benatzu, vom Berg Monte Miana und aus den domus de janas (Höhlengräber). In der Festung Pani Loriga, die zur Verteidigung der Siedlung errichtet wurde, befinden sich Reste von den Phöniziern und den Karthagern Piscinas ist bekannt für die handwerkliche Herstellung von Matten aus sardischem Rohr mit verzinktem Faden. Zu den Veranstaltungen, die das Dorf beleben, zählt das Fest der Beata Vergine della Neve am 5. August. Im selben Monat findet die sagra dell'allevatore e della pasta (Fest der Züchter und der Nudeln) statt, die viele Touristen anzieht. Charakteristisch ist der bäuerliche Karneval, wo die alteingesessene Maske, cicittedda, zu sehen ist.