Zwischen altem kodex und kostbaren fresken

San Pietro di Sorres - Borutta

Zwischen altem kodex und kostbaren fresken

Die Route zwischen Logudoro und Planargia im nordwestlichen Teil Sardiniens führt auf eine Entdeckungsreise, auf der man einige der interessantesten christlichen Monumente im romanischen Stil besichtigen kann

Im Territorium des Judikats von Torres im Nordwesten der Insel liegen einige der Bauwerke im vollendeten sardisch romanischen Stil. Zwei dieser Bauwerke befinden sich in der Region Logudoro-Meilogu. In Borutta steht die ehemalige Kathedrale San Pietro von Sorres, in der kleinen Ortschaft Semestene die Kirche San Nicola von Trullas und inmitten der Hochebene Planargia die ehemalige Kathedrale Bosa: San Pietro außerhalb der Mauern liegt unweit vom bunten Zentrum der Ortschaft entfernt, am linken Ufer des Flusses Temo.
 
Strecke: 58 km
Fahrzeit: 1 h

San Pietro di Sorres, Borutta

In Borutta liegt der imposante Komplex von „San Pietro di Sorres“, eine der bekanntesten romanischen Kirchen der Insel Sardinien. Die Kirche mit ihrer beeindruckenden zweifarbigen Mauerfläche steht auf einer Anhöhe und wurde zwischen dem 11. und dem 12. Jahrhundert erbaut. Ursprünglich diente sie als Kathedrale. Heute beherbergt sie eine Gemeinschaft von Benediktinermönchen.
San Pietro di Sorres, interno - Borutta

San Nicola di Trullas, Semestene

Im umliegenden Gebiet von Semestene erhebt sich die kleine romanische Kirche „San Nicola von Trullas“, die wegen der perfekt erhaltenen romanischen Fresken im Kircheninneren beispielhaft für die romanische Architektur ist. Die Familie Athen ließ sie vor 1114 errichten, wurde aber später den Kamaldulenser-Mönchen geschenkt, die ein Kloster daraus machten. Das Bauwerk mit nur einem Kirchenschiff ist von zwei Kreuzgewölben bedeckt.
Chiesa romanica - Semestene

San Pietro extra muros, Bosa

Die ehemalige Kathedrale liegt auf dem Land, wo einst die alte Bosa Vetus am Flussufer des Temo stand. Sie gehört zu den ältesten romanischen Kirchen Sardiniens und unterscheidet sich durch ihre eleganten Proportionen und die Verzierungen an der Fassade. Die aus Vulkangestein gebaute Kirche ließ der Bischof Costantino de Castra im Jahr 1073 errichten. Der Grundriss der Kirche mit ihren drei Schiffen ist durch auf Pfeilern stehenden Bögen unterteilt. Zur Kirche gehört ebenfalls ein hoher Glockenturm. Am oberen Teil der Fassade befindet sich eine kleine Ädikula auf Säulen und Kreuzbögen. Man geht davon aus, dass die Fassade ebenfalls von Anselmo da Como stammt, der auch die Kirche von San Pietro von Zuri erbaute.
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Bosa, bekannt als einer der malerischsten Orte Italiens, erhebt sich an der Mündung des Flusses Temo, der die Stadt mit seiner Kurvenform in zwei...

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