Das Dorf bietet einen interessanten Weg zwischen Geschichte und Tradition. Im Zentrum des Dorfes ist die Pfarrkirche Beata Vergine del Carmelo aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Im Innern verwahrt sie eine wunderschöne Orgel, die nach einer in Sardinien einzigartigen Technik von Piras, einem Orgelbauer aus dem Dorf, gebaut wurde. Am Anfang der neuen Straße nach Guasila befinden sich die zwei Juwelen des Dorfes aus der späten Jungsteinzeit. Für eine Besichtigung braucht man etra zwei Stunden. Es handelt sich um die domus de janas Corongiu und die Nekropolis S'Acqua Salida. Erstere, eine einzelne domus zeigt eine besondere Reliefzeichnung, es scheint die Muttergöttin zu sein, die in Ruhe bei dem Toten wacht.

Die Nekropolis stellt ein einzigartiges architektonisches Beispiel unter den domus de janas der Insel dar mit Säulen und Pfeilern, Becken für die Waschung, Bänken für Opfergaben, Einschnitte für Türen und Spuren von schmückender Malerei. Von Februar bis September finden in Pimentel zahlreiche Feste und Volksfeste statt. Im Februar feiert man Karneval mit einem Umzug und in Öl gebratenem Gebäck, aber auch die Madonna di Lourdes am 11. Februar. Es finden eindrucksvolle Feiern statt mit einer Prozession zur Grotte Sa Ruta und einem Fackelzug am Abend. Ende Juni werden in den Straßen zu San Giovanni die Versöhnungsfeuer angezündet und man schließt Patenschaften mit dem antiken Blumenritus.

Mitte Juli feiert man die Madonna del Carmine, Schutzpatronin der Pfarrkirche. Auch im September wird gefeiert: am 1. findet Su Carmixeddu statt, eines der wichtigsten und ältesten Feste der Trexenta. Es wird zu Ehren der Madonna del Carmine organisiert mit einer Prozession in Trachten, folkloristischen Veranstaltungen und einem Feuerwerk, das in früheren Zeiten den Beginn eines neuen Jahres für die Landwirtschaft ankündigte. Am ersten Montag im Dezember wird das Fest S'Accodiubegangen.