Grüne Flaggen, die kinderfreundlichen Strände Sardiniens
Fast unwirkliche Farben und Transparenz, weißer und weicher Sand, manchmal mit bunten Kieseln und Sandkörnern, Felsen und Klippen, die von der Natur zu kuriosen Formen gemeißelt wurden, Dünen, Pinienhaine und Lagunen als Kulisse. Das sind die Merkmale, die jeden, der die Strände Sardiniens besucht, in ihren Bann ziehen. Hinzu kommt für viele ein grundlegender Faktor: die Sicherheit und Verfügbarkeit von Serviceleistungen für Familien mit Kindern. Für fast dreitausend italienische und ausländische Kinderärzte steht Sardinien an der Spitze der Regionen mit den meisten familienfreundlichen Stränden, die jedes Jahr mit der Grünen Flagge ausgezeichnet werden. Seit 16 Jahren sind sie auf der Insel an allen Ecken und Enden „verstreut“ und zeugen von zunehmendem Augenmerk auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Besucher.
Von Supramonte zum Meer
Tropisches Flair, wie man es nur aus Film und Fernsehen kennt, typisch unerreichbare Postkarten- und Bildermotive, die es aber wirklich in nächster Nähe gibt: und zwar in Sardinien, der ganz besonderen Mittelmeerinsel. Die unberührte, wilde Natur, die strahlende Kraft des Meeres, die Energie der herb anmutenden Gebirgslandschaften. Wer dieses Naturschauspiel aus nächster Nähe erleben möchte, der findet im Supramonte ogliastrino eine traumhafte Route mit steilen Felsklippen über dem Meer, kleine Buchten und Strände, die zu den schönsten der Welt zählen. Tauchen Sie ein in wundersame Landschaften und lassen Sie sich von ihrem Reiz verzaubern.
Slow food & slow life
Der hohe Anteil an besonders betagten Personen, insbesondere in einigen Zonen Sardiniens, hat die Aufmerksamkeit der internationalen Wissenschaft auf sich gezogen. Es scheint mit verschiedenen Studien belegt zu sein, dass ein Zusammenhang zwischen Lebensstil, Ernährung und Langlebigkeit besteht: hinzu kommt die genetische Veranlagung, verschiedene Umweltfaktoren, anthropologische und kulturelle Faktoren, die auf Sardinien allesamt zusammentreffen und scheinbar der Schlüssel zum erfolgreichen Altwerden sind’. Im Vergleich zum italienischen und europäischen Durchschnitt lebt man auf der Insel länger und besser. Es ist also kein Zufall, dass Ogliastra zu den fünf Zonen weltweit mit einem besonders hohen Anteil an gesunden und aktiven über Neunzig- und Hundertjährigen gehört.
Golfo Aranci
Der Name geht wohl auf eine Fehlinterpretation der Kartographen Mitte des 20. Jahrhunderts zurück: aus Gulfu di li Ranci, ‘der Golf der Krebse’, wurde Golfo Aranci. Oder er rührt von einer der zahlreichen ‘Perlen’ der Küste her, vom Strand sos Aranzos. Auf einer Landzunge mit Blick auf den Golf von Olbia reckt sich der Ort mitten ins Meer hinein bis zu Capo Figari. Ein wahres Paradies für Taucher – vor allem rund um den Felsen Roccia del Mamuthone und Capo Filasca. Ebenso lohnenswert sind Wanderungen durch das Naturschutzgebiet, zu dem auch die vorgelagerte Insel Figarolo zählt, wo Mufflons und seltene Vogelarten anzutreffen sind. Über der Landzunge erheben sich Kriegsfestungen sowie ein Leuchtturm, die wegen der Experimente Guglielmo Marconis (1932) berühmte, sogenannte ‘Ampel der Marine’. Zu Ehren des großen Geistes wurde im Ort die Granitskulptur Colonna di Luce (Lichtsäule) errichtet. Das Gebiet war bereits zur Zeit der Nuraghen besiedelt, wie der heilige Brunnen von Milis (VII-VI v.Chr.) belegt, später war es ein römischer Hafen. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts war es ein Güterhafen, ab den Sechziger Jahren zweiter Zugang zum Meer der Gallura. Die Ortschaft selbst war ursprünglich ein Fischerdorf, seit 1979 ist sie Gemeinde mit rund 2500 Einwohnern. Dir enorme Entwicklung des Tourismus ist durch die Nähe zur Costa Smeralda im Norden und dem Meeresschutzgebiet Tavolara im Süden bedingt. Golfo Aranci ist ein malerisches Dorf mit bunten Häusern, die lokale Küche hat Fischspezialitäten und typisch sardische Gerichte zu bieten. Einkaufsmöglichkeiten gibt es an der lebhaften Promenade im Zentrum, hier befindet sich auch die Pfarrkirche San Giuseppe, zu der es Padre Pio Pilger zieht. Das Fest des Stadtpatrons findet Mitte März statt. Das bedeutendste Fest des Jahres ist Mariä Himmelfahrt am 15. August, zeitgleich wird ein Fischfest gefeiert.
Routen über das dem Meer und Wanderwege an Land bringen den Besucher zu malerischen, paradiesischen Buchten, wo sich feinster Sand mit steil abfallenden Klippen über dem türkisblauen, kristallklaren Wasser abwechseln. Über zwanzig Strände, manche wild und naturbelassen, andere bequem ausgestattet wie die Cinque Spiagge. Paradiese aus feinstem weißen Sand, die sich mit Blick auf den Ort aneinanderreihen. Richtung Olbia trifft man auf die Spiaggia Bianca mit feinem Sand und Klippen, die schöne Cala Sassari, den bezaubernden Nodu Pianu, von dem aus ein kleiner Pfad zur wildromantischen Cala Banana Führt, die paradiesische Baia Caddinas, die herrlichen Sandbuchten von Terrata, die kleinen, geschützt gelegenen Strände von Baia de Bahas, sowie den Strand dei Baracconi (Hütten von Hirten und Fischern). Richtung Porto Rotondo liegt der kilometerlange Marinella Strand mit seinen sanften Sanddünen, geschliffenen Felsen und smaragdgrünem Meer. Um Capo Figari liegen die goldenen Sandstrände von Cala Moresca, das Naturschutzgebiet Cala Greca mit rosafarbenem Kiesstrand und Klippen, die entzückende Cala del Sonno, wo sich die Fischer zurückzogen, sowie die karibisch anmutende Cala Sabina, die sogar mit der Bahn erreichbar ist. Eingebettet in die Unterwasserwelt vor dem dritten Strand befindet sich das MuMart, ein Unterwassermuseum für zeitgenössische Kunst, das man auch beim Schnorcheln besichtigen kann. Abgerundet wird das Naturschauspiel durch das U-Boot Mizar, von dem aus man ein wahres Open-Sea-Aquarium bewundern kann. In Golfo Aranci befindet sich ein internationales Delfin-Forschungszentrum, wo die Meeressäuger den Besucher mit tollen Kunststücken begeistern.
Der sanfte Ritt vom Fluss ins Meer
Auf geht´s mit Kanu, Paddel und einem Rucksack bepackt mit allem, was man für ein unvergessliches Erlebnis braucht. Sardinien hat neben einem reinen Strandurlaub noch vieles mehr zu bieten, wie z.B. Kanufahren und Bootswandern. Gestartet wird auf dem Fluss Tirso, wo zahlreiche Kajakausflüge angeboten werden; weiter über den Cedrino See, durch ruhiges Wasser umgeben von sanft abfallenden, grünen Hängen. Alternativ geht´s über den gewundenen Rio Posada im Regionalpark Tepilora bis zur Mündung am unberührten Strand von Bèrchida.
Cannonau, der Wein der Hundertjährigen
Rubinrot, berauschend, normalerweise zwei bis sechs Jahre lang gereift, mit einem Alkoholgehalt von mindestens 12,5 Prozent. Ein weicher, kräftiger Wein, der hervorragend zu Wildgerichten und kräftigen Speisen der Inselküche passt, insbesondere zu Käsespezialitäten wie Pecorino. Wenn es um ein gesundes und langes Leben geht, so hat Sardinien so manches zu bieten- Der Cannonau ist Teil des Gesamtrezepts.
Auf der Suche nach Wind und Wellen
Auf dem smaragdgrünen Meer Sardiniens weht immer genug Wind für begeisterte Segler, Kite- und Windsurfer, Und nicht nur Windsurfer: wenn der Mistral über das Mittelmeer und die Westküste hinwegfegt, dann finden sich Wellenreiter an der reizvollen Küste ein. Sie schätzen vor allem die schnellen, bis zu vier Meter hohen Wellen in Capo Mannu, ganz im Norden der Sinis Halbinsel. Von Buggerru bis Funtanamare geben sich die besten Surfer an der Westküste ein Stelldichein, die die Konfrontation mit dem Meer und dem felsigen Untergrund nicht scheuen.
Sardinien, natürliches Wellness
“Eine für jedermann zugängliche Wellness-Oase. Mutter Natur hat Sardinien zu einem einmaligen Wellness-Zentrum unter freiem Himmel gemacht, wo der Besucher zwischen Wandern, Radfahren und Klettern wählen kann im Wechseln mit Baden und Schnorcheln am schönsten Fleck des Mittelmeers. Verzichten Sie nicht auf Aquagym oder ausgiebige Spaziergänge im seichten Wasser und nutzen Sie die Strömungen für angenehme Massagen am Ufer. Die feinen Sandstrände eignen sich für warme Sandpackungen, Kieselstrände fürs Peeling. Nutzen Sie die wohltuende Wirkung eines Barfußgangs aus den Kieseln am Ufer und strecken Sie sich auf den von der Sonne gewärmten Steinen aus.
Versunkene Schiffe überall
Eine Unterwasserwelt mit artenreicher Fauna und Flora, in der sich zahlreiche verlassene Wracks befinden. Ganz Sardinien hat Tauchern ein besonderes Schmankerl zu bieten: am Meeresboden verkeilte Schiffe, an denen die Sonnenstrahlen eine wahres Farbschauspiel zaubern. In der Tiefe gelangt das Wrack durch das rege Meeresleben wieder an Vitalität: neue Bewohner wie Zackenbarsche, Langusten, Garnelen tummeln sich hier zwischen farbenfrohen Gorgonien und seltenen Schwarzkorallen. Von roten und gelben Fächern und Meeresalgen überzogen, die in der Meeresströmung hin- und herwiegen, locken diese Wracks erfahrene Taucher an.
Sport und Bewegung unter freiem Himmel
Sport und Bewegung unter freiem Himmel können hier das ganze Jahr über von Aktivtouristen jeder Art praktiziert werden. Sardinien ist ein ideales Reiseziel, bei dem der Urlauber im Mittelpunkt steht: auf der Insel kann man die unterschiedlichsten Sportarten in oftmals unberührter Natur umgeben von landschaftlich einmaliger Kulisse ausüben. Ideale Voraussetzungen für Alle, die den engen Kontakt zur Natur sowie eine geistige und kulturelle Bereicherung sorgen.