Lodè ist reich an Traditionen, Legenden, Naturschönheiten und Baudenkmälern und hat in den letzten Jahren als Bindeglied zwischen der Barbagia und der Baronie eine entscheidende Rolle im Fremdenverkehr angenommen. Wenn man in Lodè ankommt, hat man ein spektakuläres Panorma vor sich: die Gipfel des Monte Albo mit seinen blauen rauen Kalkwänden, die von einer reichen vielfältigen Vegetation bedeckt sind, unter der sich für Trekking-Liebhaber Wege ausbreiten, die durch einzigartige Landschaften führen. Eine dieser Wanderungen führt zu Punta Cupetti, wo man über den gesamten Bergrücken und die karstige Hochebene S'Ena 'e Cupetti dominiert.

Ein wunderbares, fast unberührtes Gebiet, wo sich hohe Klippen, Felsvorsprünge, Grotten und Schluchten mit einer duftenden, üppigen Macchia und Wäldern mit Steineichen und roten Baumerdbeeren vereinen. Hier leben noch die Alpendohlen, ein seltener Rabenvogel mit leuchtend roten Beinen und Schnabel, und der Molch des Monte Albo In der Altstadt von Lodè ist die Pfarrkirche Sant'Antonio da Padova aus neuerer Zeit. Im Innern befindet sich ein schöner Altar von 1850, ein Weihwasserbecken von 1667 und ein spanisches Kreuz aus dem 17. Jahrhundert, das aus einem einzigen Stück Nussbaumholz geschnitzt ist. Hier befinden sich auch die Kirchen della Purissima und del Rimedio, die vor dem 18. Jahrhundert erbaut wurden. Eine weitere interessante Kirche, die ursprünglich auf dem Land war, heute aber im Dorf steht, ist San Giovanni Battista aus dem Mittelalter. Wahrscheinlich wurde sie von dem Orden der Ospedalieri di San Giovanni di Dio aus Barcellona errichtet. Auf dem Gebiet von Lodè liegen auch zahlreiche archäologische Bauwerke, Zeugnis dafür, dass hier schon sehr früh Menschen verkehrten. Sehr interessant ist der Nuraghe Sa Mela, auf dem Monte Parma, den A. Taramelli 1933 als „den besten Nuraghen der Gemeindeチh bezeichnet. Von diesem Nuraghen ist heute leider nur noch ein Raum übrig, in dem man aber noch die Perfektion der Tholos-Bedeckung bewundern kann. Hier befinden sich auch einige, leider sehr beschädigte tombe dei giganti (Felsengräber) und mehrere domus de janas (Höhlengräber), die im Dorf sas calas 'e sos naneddos (kleine Grotten der Zwerge) genannt werden. Im Westen der Dorfes liegen die Grundmauern der antiken Dörfer Sos Lothos, Oriannele und Thilameddu.

Seit einigen Jahren lassen die jungen Leute im Dorf den antiken Karneval von Lodè mit den eleganten masceras nettas (reinen Masken) wieder erstehen. Das besondere dieser Masken ist, dass sie nur von Männern getragen werden können, auch wenn es sich in Wirklichkeit um halb männliche, halb weibliche Masken handelte. Zu dieser Maske gehören sa camisa, sas calzas biancas und sa berritta (das Hemd, die weißen Strümpfe und die Kopfbedeckung) der traditionellen männlichen Tracht und su curitu, su zacru und su muccatore (das Korsett und das Kopftuch) der weiblichen. Sas mascheras nettas (die reinen Masken) gingen von den marrazzaju (Klingeln der Kuhglocken) begleitet paarweise durch das Dorf. Ihr Ziel war es die Mädchen in den Straßen festzuhalten, die sich nur wieder befreien konnten, wenn sie ihnen Wein und Gebäck anboten. Weitere wichtige Fest sind San Giuseppe am 19. März, Sant'Antonio da Padova vom 13. bis 16. Juni, San Giovanni Battista am 24. Juni (zur Erinnerung an die mythischen caddos irdes (grünen Pferde), die zu dem Pferderennen zu Ehren des Heilige ins Dorf kamen), Sant'Anna vom 26. bis 29. Juli mit einem Mahl für alle Teilnehmer und Santa Lucia am ersten Sonntag im September.