Auf den spuren von Deledda in Nuoro

Cattedrale di santa Maria della neve - Nuoro

Auf den spuren von Deledda in Nuoro

Mit dem Buch in der Hand flanieren und sich von den Worten von Grazia Deledda bezaubern lassen
an den von der Nobelpreisträgerin beschriebenen Orten

Ein reizvoller, entspannender Spaziergang in Nuoro dort, wo die Romane von Grazia Deledda spielen, in den historischen Vierteln von Santu Pedru und Seuna, von der kleinen Kirche Chiesa della Solitudine, am Fuße des Monte Ortobene, um den sterblichen Überresten der schriftstellerin Ehre zu erweisen. Von ihrem Geburtshaus, das in „Cosima“ beschrieben wird und heute Museum Deledda ist, zum bezaubernden Viertel Seuna, wo sich die Wallfahrtskirche Nostra Signora delle Grazie, die aus im 17.Jh. erbaute kleine Kirche Madonna delle Grazie und der Konvent der Observanten erheben, auch dieser ein von der Schriftstellerin beschriebener Ort.

Nuoro: Stadtviertel Santu Pedru, Monte Ortobene, Stadtviertel Séuna
 
Route: 2,5 km
Fahrzeit:: 00 Stunden 29 Minuten

Stadtviertel Santu Pedru

Die Route beginnt im Stadtviertel Santu Predu, wo sich das Geburtshaus von Deledda befindet, das nach den Beschreibungen im Roman „Cosima“ restauriert wurde und das seit 1983 Museum ist. Darin sind Mobiliar und Alltagsgegenstände der Schriftstellerin ausgestellt, darunter auch Erstausgaben einiger ihrer Werke. Vom Hof des Hauses hat man einen schönen Ausblick auf den Monte Ortobene und das Stadtviertel. Unweit vom Geburtshaus-Museum kommt man zum kleinen Platz Salvatore Satta mit den zu Ehren des Schriftstellers vom Bildhauer Pinuccio Sciola geschaffenen Granit- und Trachitskulpturen. An den Fassaden der Wohnhäuser der Altstadt sind auf Schildern Romane von Deledda zitiert.
Interno della casa di Grazia Deledda

In Nuoro steht das Geburtshaus der Schriftstellerin Grazia Deledda, Literaturnobelpreisträgerin 1926. Das Haus...

Monte Ortobene

Zu Beginn der Straße, die zu den Hängen des Monte Ortobene führt, im Viale Ciusa, stößt man auf die Chiesa della Solitudine, in der seit 1959 die sterblichen Überreste von Grazia Deledda aufbewahrt werden. Die Kirche aus dem 17.Jh. wurde in den 50er Jahren des 20.Jh. restauriert. Das Portal, ein aus Bronze gefertigtes Werk des Künstlers Eugenio Tavolara, verkörpert die Madonna der Einsamkeit, umgeben von symbolhaften Darstellungen. Auf dieser Straße bezaubert der Anblick des Berges: „L'Ortobene – so beschreibt ihn die Schriftstellerin - ist (…) alles Große und Kleine, Sanfte und Harte, Bittere und Schmerzliche in uns“. Die Hänge sind durchsetzt von Quellen, wie auch die von Milianu. Bergauf kommt man zum Ort Cuccuru Nigheddu, wo sich die kleine, im 17.Jh. errichtete Kirche Nostra Signora erhebt, mit den Sas Cumbessias, in denen die Pilger während der Novene aufgenommen wurden, wie in den Romanen beschrieben ist. Beim Aufstieg stößt man auch auf einen Schafstall, für dessen Bau das Innere der großen Felshöhle Sa Conca Manna genutzt wurde, sowie auf eine weitere Wallfahrtskirche aus dem 17.Jh. Nostra Signora di Valverde, wo das ihr gewidmete Fest gefeiert wird, von dem der Roman „Schilf im Wind“ erzählt. Auf der höchsten Spitze des Berges thront die Bronzestatue des Heilands. Vom Gipfel bietet sich ein spektakulärer Ausblick, der vom Gennargentu bis zum Golf von Orosei reicht.
Monte Ortobene - Nuoro

Der Berg Ortobene erhebt sich vor der Stadt Nuoro. Von dort erreicht man ihn leicht über die Viale Ciusa im Osten des Ortes. Das Relief aus...

Stadtviertel von Séuna

Das heutige historische Stadtviertel war der ursprüngliche Kern, um den Nuoro entstanden ist. Dem Corso Garibaldi folgend gelangt man am Ende zur neuen Wallfahrtskirche Nostra Signora delle Grazie (aus dem 20.Jh.). Weiter kommt man zur kleinen, im 17.Jh. erbauten Kirche Madonna delle Grazie mit Glockengiebel, Rosette aus rosa Granit und Portal. In der Via Manzoni befindet sich eine weitere historische Kultstätte: die kleine Kirche Madonna del Carmelo, die 1822 restauriert wurde, in der besonders wertvolle Gemälde aufbewahrt werden. Von der Via zur Piazza Mameli gelangt man zum Konvent der Observanten, das im 16.Jh. erbaut wurde. Nach diversen Umbauten wurde es im 19.Jh. Sitz der von Grazia Deledda besuchten Schulen: „Cosima ist jetzt sieben Jahre alt und geht ebenfalls zur Schule […] Der Konvent hat zwei für Jungen und Mädchen getrennte Eingänge, […] mit Fenstern, durch die man trotz der Gitter das Grün der Gärten sieht und das Rauschen der Pappeln und des Schilfes unten im Tal hören kann.“

Mappa dell'itinerario