Der Wald von Sos Littos-Sas Tumbas in den Gemeinden von Alà dei Sardi und Bitti im Gebiet von Nuoro gehört seit 1914 zu den Wäldern in Staatsbesitz. Er fügt sich in eine höchst faszinierende Landschaft mit einer üppigen Vegetation und zahlreichen Wasserläufen ein, die den Besuch und die Ausflüge in diesem Gebiet äußerst angenehm machen. Der Wald erstreckt sich über 2155 Hektar von 110 m ü. d. M. bei Sos Nuratzolos bis zu einer Höhe von 774 m ü. d. M. bei Punta Piatteri. Der Wald ist von großer Bedeutung, weil er wichtige Pflanzen- und Tierarten aufweist, die anderswo selten sind. Die Vegetation besteht zu großen Teilen aus Wäldern von Steineichen, zuweilen durchsetzt von Korkeichen und Steinlinden. Neben diese Bestände treten andere von geringerer Ausdehnung, wie die niedrige Macchia von Erdbeerbäumen und Baumheide, aber auch Zistrosen, Lavendel, die schmalblättrige Steinlinde, Dornginster, Myrte und Mastix. Verschiedene Tierarten sind erwähnenswert. Es lebt in diesem Gebiet ein ansehnlicher Bestand von Damhirschen (Dama dama), der leider ständig durch Wilderer bedroht ist. Dann gibt es ein Gehege von Mufflons (Ovis musimon), das deren Wiedereingliederung bezweckt, aber im Waldgebiet gibt es häufig auch Wildschweine, Füchse, Wildkatzen, Marder, sardische Feldhasen und Wiesel. Zu den interessanten Naturerscheinungen gehört auch der Steinadler, der in der Nähe des Monte Tepilora nistet. Andere Raubvögel, die man im Wald beobachten kann, sind der Wanderfalke, der Sperber und der Mäusebussard. außerdem sind hier auch das Sardische Rebhuhn sowie die Ringeltaube vertreten. Das Gebiet ist von zahlreichen Wasserläufen wie dem Riu Orulamita gekennzeichnet, der die Westgrenze bildet, oder dem Riu S'Aragone, der das gesamte Gebiet von Westen nach Osten durchläuft und dabei vom Riu Badd” 'e Deremita sowie von weiteren kleineren Zuflüssen gespeist wird, bevor er in den Riu Piscamu mündet. Obwohl diese drei Wasserläufe der Dynamik von Sturzbächen folgen, führen sie das ganze Jahr über Wasser und können so einem Fischbestand Lebensraum bieten.

Zum Wald gelangt man über die Staatsstraße SS 389. der Zugang zum Wald befindet sich in etwa 15 km Entfernung von Alà dei Sardi.

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