Der Ort liegt an der Grenze zwischen der Provinz Cagliari und der Provinz Oristano und hieß ursprünglich Arcidano. Dieser Name wurde in der Zeit verwendet, als sich seit dem 16. Jahrhundert eine Gruppe von Familien aus Samassi und Furtei in dem Gebiet niederließ und den neuen Ort gründete. 1460 forderte der neugeborene Ort seine Selbstständigkeit als Gemeinde und sandte ein Gesuch an den Vizekönig von Cagliari, der sie ihm zugestand. Doch 1527 wurde das Dorf von barbarischen Horden zerstört, die auch über Uras und Terralba herfielen, und erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts fand der Wiederaufbau statt.

Die Pfarrkirche San Nicolò Vescovo, die in der Ortsmitte emporragt, wurde vor 1763 am höchsten Punkt des Ortes errichtet, wo einst der "Nuragh'e Luxia" stand. Die Kirche hat einen Grundriss in Form des lateinischen Kreuzes und ein einziges Kirchenschiff mit Seitenkapellen. Die Fassade weist unverkennbar klassizistische Züge auf, mit einer griechischen Tempelfront, bestehend aus hohen Säulen, die einen dreieckigen Tympanon tragen. Im Dorf befindet sich die Quelle "sa mizza de fagoi", die einst den Durst von Hirten und Reisenden stillte. Die Ortschaft ist nicht weit von den Stränden der Küste von Arbus entfernt, die auf einer Länge von rund zwanzig Kilometern aus einer Folge bezaubernder Buchten besteht.

Auf dem Festkalender steht zwischen Mai und Juni die Feier zu Ehren von Sant'Isidoro, dem Schutzpatron der Bauern.

Im September, zu Beginn der Weinlesezeit, wird der Schutzpatron des Ortes, San Nicolò Vescovo, gefeiert und am 20. Juli die Beschützerin der Kinder, Santa Margherita.

Interessant ist die von der Pro Loco organisierte Veranstaltung "Arcidano produce", bei der verschiedene landwirtschaftliche und kunsthandwerkliche Erzeugnisse des Ortes ausgestellt werden.

Der Ort rühmt sich des mehrstimmigen Chores "Claudio Monteverdi", der 1988 auf Initiative des Maestro Dante Muscas entstand.