Die Grotte San Giovanni verdankt ihren Namen der Höhle, die früher als Felsenkapelle des Heiligen Johannes genutzt wurde. Sie ist vollständig beleuchtet und befindet sich in der Nähe von Domusnovas. Die Grotte entstand einst durch den Absturz eines enormen Kalkfelsen. Einzigartig ist sie aufgrund ihres kurvigen und geschlängelten Tunnels, durch den eine in voller Länge befahrbare Straße führt. In Italien gibt es keine weiteren Beispiele dieser Art und auch weltweit gibt es nur drei. Von historischem Interesse sind die Ruinen einiger alter Zyklopenmauern, die auf eine alte Festung neben den beiden Eingängen im Süden und im Norden hindeuten. In der Winterzeit schlängelt sich parallel zur Straße vom Nordeingang der Grotte aus ein oberflächlicher Fluss bis zum Südeingang, wodurch die Nutzung der Straße teilweise unmöglich wird. Zum nördlichen Ausgang hin sieht man das Interessanteste der ganzen Grotte, in der es ansonsten keine Konkretionen gibt, nämlich die großen Stalagmitenwannen. Die asphaltierte Straße durch die Grotte führt zum Oridda-Tal mit seinen zahlreichen Steineichen und Eichen und dem Fluss Sa Duchessa. Die Gegend ist durch die zahlreichen Überreste der alten Minen Barraxiutta, Sa Duchessa, Tiny und Arenas und aufgrund ihrer außerordentlichen Schönheit von besonderem naturalistischen und kulturellen Interesse.