Auf die herrliche Hochebene von Taccu und bei der eindrucksvollen Schlucht Gola oder Scala di San Giorgio kann man sicherlich ein raues und wildes Sardinien kennen. Die Gola di San Giorgio ist ein wahres Naturdenkmal Sardiniens mit einem engen Durchgang, der zwei hohe dolomitische Kalkwände spaltet. Der Überlieferung nach erreichte der Bischof San Giorgio auf einer seiner ersten Reisen durch das Bistum den Berg, um den er hätte herumgehen oder den er hätte überwinden müssen. Da betete der Heilige und es öffnete sich eine Schlucht, die seither Scala di San Giorgio heißt.

Die höchste Spitze der Scala ist Su Casteddu, der Name bezieht sich wahrscheinlich auf eine Burg aus dem Mittelalter. Im Gebiet liegen die Nuraghen Sanu und Orottu und die Stätte Serbisse aus dem 16.-6. Jahrhundert v. Chr. Der Nuraghe Sanu ist ein eintürmiger Tholos-Nuraghe mit einer sehr gepflegten Mauerstruktur. In der Nähe sind auch zwei tombe di giganti (Felsengräber). Auch der Nuraghe Orrottu ist ein eintürmiger Tholosnuraghe aus kalkhaltigen Steinblöcken. Nicht weit entfernt ist eine Hütte mit einem kreisförmigen Raum und einem Atrium vor dem Eingang. In 960 Meter über dem Meer liegt die Anlage Serbissi mit einem Tholos-Nuraghen und einem Dorf aus Hütten. Unter der Anlage ist eine Grotte ausgehoben, wo wahrscheinlich Lebensmittel aufbewahrt wurden. Zum Fest San Giorgio, dem Patron des Dorfes, am 24. April versammelt sich ganz Osini. Am 14. und 15. August feiert man die Madonna di Taccu. Ein weiteres Fest im August est Santa Susanna. [ ]