Sehr interessant sind im Gebiet von Narcao die Bergwerke Rosas. Es handelt sich um eindrucksvolle Industrieruinen. Der Förderbetrieb begann 1851 mit einem von Vittorio Emanuele II unterzeichneten Schriftstück. Im Bergwerk, das 1978 stillgelegt wurde, wurden Blei, Kupfer und Zink gefördert. Heute gehört das Dorf zum Parco geominerario des Sulcis. In der Nähe der Ortschaft Terraseo lohnt sich ein Besuch in der Grotte Su Bacculum, die im kambrischen Kalkstein entstand und wo sehr eindrucksvolle Stalaktiten und Stalagmiten zu sehen sind. Im Zentrum der Ortschaft sind zahlreiche Häuser aus Lehmziegeln mit murales (Wandmalereien) von lokalen Künstlern, die das Leben in den Bergwerken darstellen.

Die Pfarrkirche ist San Nicola gewidmet und das Fest zu seinen Ehren wird vom 12. bis 16. August begangen. Die Heiligenstatue wird in einer Prozession durch die Straßen der Stadt getragen, durch die auch die traccas, festlich geschmückte Ochsenkarren, ziehen. Narcao ist berühmt für sein Blues Festival, das Liebhaber dieser Musik auf der ganzen Welt kennen. Die Musik des Teufels, wie sie genannt wird, ist hier zu Hause. Fachzeitschriften zählen dieses Festival zu den wichtigsten in Italien. Seit 1991 bietet es den Fans unvergessliche Momente des Blues im Sulcis.