Das Museum liegt in Ozieri. Das Interieur, im naiven Stil gehalten, erstaunt durch den Reichtum der Sammlung, die offensichtlich mehr nach dem Gefühl als nach den Kriterien moderner Museumsdidaktik angeordnet wurde. Der Besucher wird jedoch schnell neugierig und in den Bann gezogen. Die Sammlung ist das Ergebnis umfangreicher Studien des aus Ozieri stammenden Giuseppe Saba, der eine bemerkenswerte Anzahl an Alltagsgegenständen der bäuerlichen Zivilisation und der alten handwerklichen Werkstätten Ozieris vor dem sicheren Verlust bewahrt hat.

Die Taverna dell'Aquila ist eine Ausstellung auf halbem Wege zwischen Taverne und ethnographischem Museum. Ihr Name bezieht sich auf ein Geschenk der Familie des berühmten Malers Giuseppe Altana aus Ozieri: einen emblematischen, ausgestopften Adler.

Themen des Rundgangs sind handwerkliche Berufe, die bäuerliche Gesellschaft, Weinsammlungen und Mineralogie. Im ersten Saal befindet sich der Großteil einer Sammlung von Likören und Weinen aus Sardinien und Italien. Zu sehen sind mehr als 2500 1 Liter-Flaschen und ungefähr 700 Mignonflaschen. Zu den wertvollsten Exemplaren gehören ein lokaler Wein aus dem Jahr 1927 und eine stattliche Auswahl an Wermut, Magenbittern und Spirituosen aus den 40er, 50er und 60er Jahren mit faszinierenden Originaletiketten. An das Unternehmen von Torquato Marogna, einem lokalen Produzenten von Brausegetränken, wird mit einer eleganten Siphonflasche und der Ausstellung von Getränken aus früherer Zeit, darunter der berühmten "Spumetta", einer Art italienischem Coca Cola, erinnert.

Auch einige Rosoli des Museumseigentümers sind zu bewundern, darunter Brindel, Dolce Sogno und Allegretto di Ozieri, welche Kaffeehausunterhaltungen in der Provinz angenehm zu untermalen verstehen und in Gläschen von damals serviert werden.

Die reichhaltige Ausstellung umfasst außerdem eine Arztpraxis, eine Schuhmacherwerkstatt, einen Schmied und einen Friseur. An die bäuerlichen Kultur der Vergangenheit erinnern Werkzeuge mit seltsamen, inzwischen ungebräuchlichen Bezeichnungen wie &bdquo.Rompiballe' (Nervensäge), eine Art dreizackige Schaufel zum Verteilen von Tierfutter, oder "Zanzara" (Mücke), ein besonderer Hobel für die Bearbeitung von weichen Ecksteinen.

Vorgestellt werden außerdem Schlüssel, Schlösser und Griffe aus gehämmertem Eisen und an der Drehscheibe gedrehte Künstlerkeramik in Memoriam des ehrenwerten Bürgers, der die erste elektrischen Leitung Sardiniens sein eigen nennen durfte (1907). Eine ganze Abteilung ist dem Thema Haushaltsgegenstände gewidmet: Man findet einfache Herde aus Tuffstein, Siebe und Schippen für die Produktion des typischen Brots von Ozieri (der sardischen Spianata) und Heizkörper jeder Art und Größe. Auch die Sammlung mit Fossilien und Mineralien aus der ganzen Welt ist sehenswert.

Adresse:

Via Tempio 6, 07014 Ozieri.

Tel.: +39 079 786249 .

Mobil: +39 3407176230

Träger:

Giuseppe Saba.