Das Museum ist in den Räumen der Erzbruderschaft neben der modernen Kirche der Heiligen Giorgio und Caterina in Cagliari untergebracht, die nach dem Krieg an den Hängen des Monte Urpinu erbaut wurde.

Hauptsächlich enthält es Gegenstände und Möbel aus der gleichnamigen, in der Altstadt in Via Manno gelegenen Kirche, die am 13. Mai 1943 bei einem alliierten Bombenangriff zerstört wurde.

Das Museum beherbergt Gemälde, Statuen, Silberwaren und Paramente des liturgischen Geräts der alten Kirche, sowie Dokumente aus dem Archiv der Erzbruderschaft. Die Exponate wurden von der Kongregation im Laufe der Jahrhunderte auf dem Markt für ligurische Kunstgegenstände gekauft. Zum Großteil gehen sie auf das 17. Jahrhundert zurück, dem "Goldenen Zeitalter" der Erzbruderschaft, in dem die alte Kirche gebaut wurde. Sie zeugen von der Vitalität der genuesischen Bevölkerungsgruppe, die bereits seit dem 12. Jahrhundert in der Stadt ansässig war. Diese unterhielt regen wirtschaftlichen und kulturellen Austausch mit der gesamten italienischen Halbinsel.

Die keiner genauen chronologischen oder stilistischen Ordnung folgende Ausstellung erstreckt sich über das Erdgeschoss und den ersten Stock und umfasst einige Säle. Maler, Bildhauer und Silberschmiede, bei denen die Erzbrüder Möbel in Auftrag gaben, stammen aus verschiedenen Orten Italiens, wie Neapel, Rom, Cagliari und Turin. Besonders viele Erzeugnisse stammen aus Genua. Künstlerisch herausragend ist die auf Prozessionen mitgeführte Skulpturengruppe (&bdquo.Cassa processionale') des Märtyrers von Santa Caterina von Giuseppe Anfosso aus dem Jahr 1792. Ein wunderschönes Prozessionskruzifix aus dem 18. Jahrhundert kann man im Inneren der Kirche nebenan bewundern.

Unter den Gemälden ist besonders &bdquo.Cristo e Maria offrono il rosario ai Santi Domenicani' aus dem Jahr 1620-30 hervorzuheben. Zahlreich vertreten sind auch geistliche Silberwaren, darunter ein wunderschönes Prozessionskreuz aus dem 17. Jahrhundert mit der Marke der Korporation der Gold- und Silberschmiede aus Genua und eine Monstranz aus dem 18. Jahrhundert aus der Umgebung von Turin, die mit Strahlen und Edelsteinen dekoriert ist. Die Stoffabteilung stellt prächtige, feine Stoffe aus dem Zeitraum 17. Jahrhundert bis erste Hälfte des 20. Jahrhunderts vor. Zu sehen sind Messgewänder, Stolen, Dalmatiken, Chormäntel, Kittel, Garnrollen, Chorhemden und Kelchschleier aus verschiedensten Stoffen und in unterschiedlichsten Farben. Im oberen Stockwerk sind Texte, Urkunden und Archivdokumente der Kongregation vom Ende des 16. Jahrhunderts bis heute versammelt (die Papstbulle über die Erhebung der Kongregation zur Erzbruderschaft stammt aus dem Jahr 1591).

Ein besonderes Ausstellungsstück ist ein schöner Pergamentband mit der Verfassung der Genueser aus dem Jahr 1596. es handelt sich um die absolut ersten Statuten einer sardischen Erzbruderschaft und die einzigen auf der Insel, die in italienischer Sprache geschrieben wurden.

Adresse:

Via Gemelli, 2 - 09129 Cagliari Tel. +39 070 497855

Träger:

Arciconfraternita dei Genovesi.