Das Granitmassiv der Sette Fratelli („Sieben Brüder“) erhebt sich im Südosten Sardiniens und trennt das untere Tal des Flumendosa und die Region Sarrabus von der Campidano-Ebene von Cagliari. Wie der Name sagt, besteht es aus sieben Granitgipfeln, die sich mit tiefen Schluchten abwechseln. Septem Fratres („Sieben Brüder“) ist auch der alte Name eines Berges in Nordafrika, der Djeben Mousse genannt wird. In der Tat gibt es im sardischen Massiv mehr als sieben Bergspitzen: außer denen ohne Namen erheben sich Punta Su Baccu Malu, Casteddu de Su Dinai, Punta Sa Ceraxa und Perd'a Asub'e Pari (Cima Garibaldi). Sie sind unterschiedlich hoch: von 791 m ü. d. M. bei Perd'a Asub'e Pari bis zu 1016 m ü. d. M. bei Punta Sa Ceraxa, die sich im Norden mit den Gipfeln von Casteddu de Su Dinau von 915 m und von Baccu Malu von 1015 vereinigt. Der Gebirgszug wird von verschiedenen Wasserläufen durchzogen: Nach Osten und Norden fließen Sturzbäche, die sich in den See von Colostrai ergießen, nach Westen fließen die Sturzbäche in den Rio Maidopis, am Südhang liegt dagegen der Rio Sa Ceraxa, der bei Geremeas ins Meer mündet. Das Massiv befindet sich im Zentrum des gleichnamigen Staatswaldes. Dieser bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die vor allem von seiner üppigen Vegetation mit typischen Elementen mediterraner Macchia sowie von einem reichen Tierbestand bestimmt werden. Zwischen Korkeichen, Steineichen, Flaumeichen, Heidekräutern, Ginster, Myrte und Erdbeerbaum kann man einen Blick auf den majestätischen Sardischen Hirsch erhaschen.

Den Fuß der Gipfel erreicht man über einen Weg, der durch weiße Rauten mit rotem Querstrich ausgeschildert ist und einen Abschnitt des sardischen Teils des Sentiero Italia („Wanderweg Italien') darstellt. Der Eingang liegt an der Staatsstraße 135, die zur Kaserne der Forstpolizei führt.

Der Weg, der an der Kaserne beginnt, führt zuerst an den Ruinen von Cunventu vorbei, schlängelt sich dann zwischen den Gipfeln hindurch und führt schließlich von der Grotta Fra” Conti, 850 m ü. d. M., wieder bergab. Vom Reiterhof Le Ginestra in San Gregorio werden darüber hinaus Ausflüge zu Pferd organisiert, die vor allem in das „Sa pasillara di Maidopis” genannte Tal des Flusses Maidopis führen. Leidenschaftliche Bergsteiger besuchen die Perd'a Asub 'e Pari, die auch Punta Garibaldi genannt wird. Die Gegend ist allerdings auch von zahlreichen Wegen durchzogen, die mit einem Jeep befahren werden können oder sich mit einem Netz von Wanderwegen verschiedener Schwierigkeitsgrade zu Fuß erschließen. Staatliche Forstbehörde, Viale Nerollo 68, 09100 Cagliari. Tel. 070 27991. In Burcei gibt es eine Bar und ein Restaurant. in Cagliari und Muravera Restaurants, Hotels und Campingplätze. Genossenschaft Monte Sette Fratelli beim Büro Castiadas Centrale, Cagliari Tel. 070 9947200