Dieses Gebiet erstreckt sich über die Gemeinden Burcei, Castiadas, Maracalagonis, Quartucciu, Quartu Sant'Elena, San Vito, Sinnai, Villasalto und Villasimius. Zu ihm gehören der Staatswald Sette Fratelli (Sieben Brüder), Punte dei Sette Fratelli und der Staatswald Monte Genis. Es gibt hier 3 Berge, die eine Höhe von etwa 1000 Metern erreichen, nämlich den Monte Genis (979 m), das Serpeddì-Massiv (1067m) und den Gebirgsstock der Sette Fratelli (der mit der Punta Ceraxa 1016 m erreicht). Das Gebiet ist reich an Stein- und Korkeichenwäldern, und außerdem gedeihen hier Erdbeerbäume, Erika, Myrtesträucher und Wacholder. Unter den Tieren finden wir Wildschweine, Marder, Hasen, Kaninchen, Wildkatzen, Königsadler, Wanderfalken und Sardische Habichte. Dazu kommt der Sardische Hirsch und in den höheren Lagen der Sette Fratelli und des Monte Gengis sogar das Mufflon. Über die bedeutende Tier- und Pflanzenwelt hinaus bietet das Naturschutzgebiet Sette Fratelli . Monte Genis atemberaubend schöne Felsformationen, die die Erosion in Jahrmillionen geschaffen hat: Felsabstürze, senkrechte Felswände, tiefe Schluchten (Baccu Anigiulus, Rio Picocca Schlucht), Felsnadeln und -türme und liebliche Flusstäler (Rio Ollastu, Rui Brabaisu, Rio Cannas, Rio Picocca, Rio Maidopis). Der Staatswald Sette Fratelli ist ein Naturschutzgebiet auf dem Territorium der Gemeinden Burcei und Sinnai. man kann ihn auf den von „Sentiero Italia” beschriebenen Wegen durchwandern und stößt dabei auf Steineichenwälder, Korkeichen, Erdbeerbäume, Mastixsträucher und Oleander, Korsischen Ginster und den Kleinen Krokus. Im Zentrum des Gebietes erhebt sich das Gebirge der Sette Fratelli, welches mit den 1016 Metern der Punta Ceraxa seinen höchsten Punkt erreicht. Hier gibt es Hirsche, und im Gebiet der Punta Ceraxa ein Mufflongehege. In der Ortschaft Campuomu befindet sich als Anlaufpunkt für Besucher auf 600 Metern Höhe das Forsthaus „Dr. Umberto Noci”. Beim Forsthaus beginnt ein Weg zur Punta Ceraxa. dieser führt auch zum Arco dell'Angelo (Engelsbogen), einem wegen seines rosa Granits besonders beeindruckenden Tal, das aufgrund seiner Schönheit zum Naturdenkmal erklärt wurde. Man genießt hier einen atemberaubenden Blick auf das Tal von Castiadas, den Sumpf von Colostrai und die Campidano-Gegend von Cagliari. Sehenswert sind zudem die Höhle Fra” Conti, wo einst ein Einsiedler gehaust haben soll, Su Stumpu 'e Giumpau, ein schroffer Granitturm, und Sa Grutta'e Sa Pipia. Wenn man geht, ohne Lärm zu machen, kann man mit ein wenig Glück verschiedene Waldbewohner beobachten, darunter den Sardischen Hirsch, Wildkatzen, Wildschweine und Adler. In diesem Gebiet gibt es auch Spuren von Siedlungen aus der Neusteinzeit, wie die Überreste von Pfahlbauten an den Ufern des Rio Picocca, in der Gegend von Bau sa Perda und Bingia Manna. In der Nähe befinden sich außerdem drei neusteinzeitliche Dörfer. Nördlich des Flusses stößt man auf die Nuraghen Spuccione, Pirastru, Sa Prana, Serra S'Arrizzoni, Miura, Piricoccu, Areu S'Achiloni, Perdu Loddu, Accu 'e Mius, Bruncu Spinniau und viele andere. 600 Meter über dem Meeresspiegel stehen die Überreste eines Klosters, in dessen Nähe eine zwei Jahrhunderte alte Stein- und eine eben so alte Korkeiche stehen. Der Staatswald des Monte Gengis dagegen wird von dem gleichnamigen 979 Meter hohen Berg beherrscht. Dieser Wald ist reich an Erlen, Wacholder- und Johannisbrotbäumen sowie an Erika, Ginster, Iris und Pfingstrosen. Außerdem sieht man dort Falken, Königsadler, Schleiereulen und Wiedehopfe.

Den Staatswald der Sette Fratelli erreicht man, wenn man von Cagliari aus auf der Staatsstraße 125 bis zu der Passhöhe S'Arcu e Tidu fährt, und dort rechts zum Forsthaus Noci in der Ortschaft Campuomu. Um den Staatswald von San Nicolò Gerrei zu erreichen, nimmt man die Provinzstraße nach Dolianova.

Informationen über das Naturschutzgebiet holt man am besten beim Forsthaus ein: Tel. 070 27991. 070 831038.